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Eigenheim bauen: Fertighaus wählen oder selbst planen?

Lesezeit: 4 Minuten Wer ein Eigenheim bauen möchte, steht schnell vor der Frage, ob ein Fertighaus genutzt oder das Gebäude komplett selbst geplant werden soll.

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Eigenheim bauen: Fertighaus wählen oder selbst planen?

Eigenheim bauen: Fertighaus wählen oder selbst planen?

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Fertighäuser bringen zahlreiche Vorteile mit sich. So lassen sie sich besonders schnell bauen und können individualisiert werden. Es gibt sie in allen erdenklichen Größen und Stilen und alle Serviceleistungen erfolgen aus einer Hand. Bauherren sollten auf eine größtmögliche Planbarkeit und Verlässlichkeit Wert legen. Dann bekommen sie Fertighäuser, die nachhaltig und wertbeständig sind.

Fertighäuser bieten eine enorme Zeitersparnis

Ein großer Vorteil von Fertighäusern ist, dass sie sich innerhalb kürzester Zeit bauen lassen. Das liegt daran, dass viele Komponenten der Häuser nicht erst vor Ort hergestellt, sondern in großen Fabriken angefertigt werden. Auf der Baustelle müssen sie nur noch zusammengesetzt und miteinander verschmolzen werden. Vom ersten Spatenstich bis zur schlüsselfertigen Übergabe vergeht somit nur wenig Zeit.

Dieses Vorgehen führt zudem dazu, dass das Fertighaus witterungsunabhängig gebaut werden kann. Klassische Häuser sind auf Trocknungszeiten und gutes Wetter angewiesen. Bei einem Fertighaus ist es hingegen möglich, die fertigen Komponenten anzuliefern und direkt miteinander zu verbinden. Somit kann selbst im Winter und bei hohen Minusgraden weitergebaut werden, sodass das Haus zur gewünschten Zeit fertig wird.

Fertighäuser können individualisiert werden

Ein Fertighaus ist längst kein Zuhause von der Stange mehr. Stattdessen haben die Bauherren die Möglichkeit, individuelle Wünsche zu äußern und ihr eigenes Traumhaus Wirklichkeit werden zu lassen. „Fertighaus“ meint nämlich nicht, dass das Gebäude bereits existiert und nur noch aufgestellt wird, sondern damit ist eine bestimmte Art des Bauens gemeint. Die Bauteile werden nicht vor Ort angefertigt, sondern bereits fertig zur Baustelle geliefert und zusammengesetzt. Bei all diesen Schritten haben die Bauherren eine größtmögliche Entscheidungsfreiheit und können viele Aspekte ihres Zuhauses individuell planen.

In der Regel erfolgt die Planung eines Fertighauses wie die Planung eines klassischen Hauses. Das bedeutet, dass mit einem Architekten kooperiert wird, der schaut, welche Wünsche sich für welches Budget realisieren lassen. So haben Bauherren die Wahl, ob sie ein Haus aus Holz, Stein oder Beton wollen und welche Schwerpunkte sie im Bereich der Dämmung setzen. Außerdem können sie zwischen unterschiedlichen Bauweisen wählen, zu denen beispielsweise die Holzrahmenbauweise, die Holzskelettbauweise und die Betonelementbauweise gehören. Auch bei der Inneneinrichtung des Fertighauses haben die Bauherren freie Hand, sodass sie die Ausstattung ganz Ihren Wünschen gemäß vornehmen können.

Fertighäuser gibt es in allen erdenklichen Größen und Stilen

Eigenheim bauen: Fertighaus wählen oder selbst planen?
Fertighäuser aller Größen und Stile lassen sich schnell, effizient und nachhaltig bauen.

Einzelne Fertighäuser unterscheiden sich teilweise erheblich. So gibt es vom funktional eingerichteten Bungalow bis hin zur luxuriösen Villa Fertighäuser in allen erdenklichen Größen und Formen. Die Bauherren sind somit nicht auf einen bestimmten Stil festgelegt, sondern können sich ihr individuelles Traumhaus zusammenstellen. Ebenso ist es kein Problem, klassische Einfamilienhäuser zu bauen und hierfür die Fertighausbauweise zu nutzen.

Service aus einer Hand vs. Flexibilität bei den Gewerken

Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, bekommt alle Services aus einer Hand. Die einzelnen Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt und können ohne Komplikationen miteinander verbunden werden. Die Gefahr von Planungsfehlern ist minimiert und die einzelnen Dienstleister kooperieren optimal. Somit greifen alle Maßnahmen perfekt ineinander und das Fertighaus entspricht den Wünschen und Vorstellungen der Bauherren nahezu vollständig.

Wer ein Haus selbst plant, hat hingegen eine größtmögliche Flexibilität zur Verfügung. So können die einzelnen Gewerke individuell ausgewählt und aufeinander abgestimmt werden. Bauherren haben somit die Möglichkeit, verschiedene Rabatte und Sonderaktionen zu nutzen und nach den günstigsten Anbietern zu suchen. Allerdings besteht hierbei die Aufgabe, die Arbeiten der einzelnen Handwerke aufeinander abzustimmen und dafür zu sorgen, dass diese ein harmonisches Ganzes ergeben. Diese Art des Bauens ist somit komplizierter, kostet mehr Zeit und setzt ein großes Organisationstalent voraus.

Auf eine größtmögliche Planbarkeit setzen

Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, setzt auf eine größtmögliche Planbarkeit. So gibt es für viele Services eine Festpreisgarantie, auf die sich die Bauherren jederzeit berufen können. Diese wird in der Regel auf 12 Monate nach Vertragsabschluss festgeschrieben. Somit kann es nicht dazu kommen, dass sich Leistungen unerwartet verteuern und mit unkalkulierbaren Preisaufschlägen zu rechnen ist. Diese ergeben sich bei klassischen Bauweisen nämlich häufig durch schlechtes Wetter oder andere äußere Faktoren. Sowohl bei der Konzeption des Hauses als auch beim Aushandeln eines Baukredits ist eine solche Planbarkeit viel wert.

Fertighäuser sind ausgesprochen nachhaltig

Vielen Bauherren ist wichtig, dass ihr neues Zuhause möglichst nachhaltig ist. Fertighäuser bringen eine hohe Energiebilanz mit. Das liegt daran, dass sie über eine wärmegedämmte, luftdichte Gebäudehülle verfügen, die für eine optimale Ressourcenausnutzung sorgt. Gerade Energiesparhäuser erfreuen sich großer Beliebtheit und ihre Energiekonzepte sind sowohl für das Portemonnaie als auch für die Umwelt von Vorteil.

Während des Baus kann ebenfalls auf eine größtmögliche Nachhaltigkeit Wert gelegt werden. So kann durch die Wahl von Holz als natürlichem Rohstoff dafür gesorgt werden, dass ein Fertighaus leicht wieder recycelt werden kann. Zudem reduziert sich bei dieser Bauweise der CO2-Ausstoß. Somit verbessert sich die Ökobilanz eines Hauses und die Bauherren können ein ruhiges ökologisches Gewissen haben.

Wertbeständigkeit ist ein wichtiges Kriterium

Ein wichtiges Auswahlkriterium bei einem Haus ist die Wertbeständigkeit. Diese beträgt bei einem Fertighaus mittlerweile mehr als 100 Jahre, sodass sich diese Bauweise mit anderen Bauarten auf Augenhöhe befindet. Diese Langlebigkeit wird unter anderem dadurch erreicht, dass eine strenge Überwachung der Qualität bei Fertighäusern durchgeführt wird. Selbst bei einer noch so guten Bauweise ist es jedoch unverzichtbar, auf eine exzellente Bauausführung, Wartung und Pflege zu achten.

Fazit

Wer ein eigenes Zuhause möglichst schnell und effizient zur Verfügung haben möchte, liegt mit einem Fertighaus genau richtig. Diese Bauweise ist äußerst effizient, planbar und nachhaltig. Wie bei anderen Häusern besteht auch bei Fertighäusern die Möglichkeit, sieh individuell zu gestalten und das eigene Traumhaus Wirklichkeit werden zu lassen.

Bildnachweis:
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