Homöopathie Praxistipps

Eierstockentzündung homöopathisch behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Eine Eierstockentzündung macht sich oft durch einseitige Unterbauchschmerzen, Übelkeit und Schmierblutungen bemerkbar. Der hochakute Zustand macht eine schnelle Heilwirkung erforderlich. Lesen Sie hier, welche homöopathischen Mittel Sie einsetzen können und welche Kriterien Sie bei einer homöopathischen Behandlung der Adnexitis beachten müssen.

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Eierstockentzündung homöopathisch behandeln

Eierstockentzündung homöopathisch behandeln

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Auslöser für eine Eierstockentzündung

Eine wichtige Rolle für die Mittelwahl spielt der Auslöser für die Entzündung. So kann eine Eierstockentzündung durch nasse Füße oder Durchnässung der unteren Extremitäten ausgelöst werden. Sie kann infolge eines Abortes auftreten oder durch das Einsetzen einer Spirale. Auch durch ungeschützten Verkehr kann eine Eierstockentzündung ausgelöst werden, wenn Chlamydien, Gonokokken oder Staphylokokken in den Eierstock eindringen.

Folgende Auslöser weisen auf spezielle homöopathische Mittel hin:

  • Nach Durchnässung oder durch nasse Füße: Puls., Dulc.
  • Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder sexuelle Exzesse: Med.
  • Infolge von Eifersucht: Lach.
  • Infolge von Abort: Apis, Tub.
  • Infolge vom Einsetzen einer Spirale: Merc.

Adnexitis homöopathisch behandeln – die Modalitäten

Auch die Modalitäten geben wertvolle Hinweise für die Mittelwahl bei einer Eierstockentzündung. Welches Temperaturempfinden hat die Betroffene? Was tut gut? Wärme oder Kälte? Bewegung oder Ruhe? Erleichtern Absonderungen die Beschwerden? Möchte die Erkrankte allein sein oder braucht sie Zuwendung?

Folgende Modalitäten weisen auf spezifische homöopathische Mittel hin:

  • Verbesserung der Symptome durch frische Luft: Puls.
  • Verbesserung der Symptome durch Kälte: Apis
  • Verbesserung der Symptome durch Ruhe: Bryonia
  • Verbesserung der Symptome durch Absonderungen (Blut, Urin, Schweiß): Lach.
  • Verbesserung der Beschwerden durch Druck: Colocynthis
  • Verbesserung der Beschwerden durch trinken von kleinen Schlucken kalten Wassers:Ars.
  • Verschlimmerung der Beschwerden nachts:Ars.
  • Verschlimmerung der Beschwerden durch Schlaf: Lachesis muta
  • Verschlimmerung der Beschwerden durch Bewegung: Bryonia

Die Seitigkeit bei der homöopathischen Behandlung einer Eierstockentzündung

  • linksseitige Entzündung des Eierstocks: Lachesis muta, Lilium-tigrinum, Thuja
  • rechtsseitige Eierstockentzündung: Apis, Bryonia, Lyc.

Die Gemütssymptome

Neben den körperlichen Symptomen spielt auch die Stimmung eine wichtige Rolle bei der homöopathischen Mittelwahl. Ist die Betroffene eher unruhig oder apathisch? Ist sie ängstlich oder gelassen? Deprimiert oder gereizt?

Folgende Mittel werden bestimmten Stimmungen zugeordnet:

  • gereizte Stimmung, möchte ihre Ruhe haben: Bryonia, Merc., Coloc.
  • unruhig, muss sich bewegen:Lach., Arsenisum album, Tub.
  • ängstlich, hypochondrisch: Arsenisum album
  • weinerlich, Bedürfnis nach Zuwendung: Pulsatilla

Fazit

Einige Mittel werden besonders häufig bei Eierstockentzündungen eingesetzt. Je nachdem, was als Auslöser für die Entzündung der Eierstöcke infrage kommt und welche Modalitäten es gibt, kommen ganz unterschiedliche Mittel in Betracht. Auch die Seitigkeit und die Stimmung der Betroffenen während der Beschwerden spielt eine Rolle bei der Mittelwahl. Besonders häufig werden Puls., Apis, Lach., Ars., Med., Tub., Coloc., Merc., und Bryonia eingesetzt.

Anmerkung: Eine Eierstockentzündung ist ein hochakutes Geschehen, das ein sofortiges Handeln verlangt. Es ist nicht für die homöopathische Selbstbandlung geeignet.

Bildnachweis: PhotoSG / stock.adobe.com

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