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Ehrenamtliche – wie vermeiden Sie Mobbing?

Lesezeit: 2 Minuten Mobbing von Ehrenamtlichen - ist das wirklich ein Problem? Durch häufige und erfolgreiche Einsätze von kostenfreien Ehrenamtlichen haben Hauptamtliche oft Angst, dass ihre Leistungen nicht entsprechend anerkannt werden. Manchmal fürchten sie auch den Wegfall des Arbeitsplatzes. Was kann man dagegen tun?

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Ehrenamtliche – wie vermeiden Sie Mobbing?

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Denken wir allein an die Pflege- und Betreuungsbereiche, in denen mehr und mehr
Ehrenamtliche eingesetzt werden. Hier ist es notwendig, das Für- und Miteinander im Sinne und zum Wohle aller Beteiligten auf ein harmonisches, erfolgsbetontes Label zu bringen.

Dazu sollten Organisationen, Verbände und entscheidungsbefugte Hauptamtliche vor Übertragung von Ehrenämtern klären:

  • Welche Tätigkeiten können und sollen durch das  Ehrenamt abgedeckt werden ?
  • Wie viel Einsatz an Zeit, zu welchen Zeiten usw. werden für das Ehrenamt vom Ehrenamtlichen erwartet?
  • Welche Kompetenzen soll oder muss der Ehrenamtliche zur Ausübung seines Ehrenamtes haben?
  • Liegen genaue Grenzen für Aufgabenerfüllung von Haupt- und Ehrenamtlichen bereits vor oder müssen diese noch erarbeitet werden?
  • Wie und wann sind vorrangig Hauptamtliche einzusetzen?
  • Wann und wie weit gehen Anweisungs- bzw. Aufsichtsbefugnisse der Haupt- sowie Ehrenamtlichen?
  • Wird die Fort- und Weiterbildung in den jeweiligen Einsatzgebieten der Haupt- und Ehrenamtlichen gleichermaßen gefördert bzw. entsprechend aufeinander abgestimmt und koordiniert?

Ehrenamtliche wiederum sollten vor Übernahme von Ehrenämtern darauf achten, dass sie ausreichende Antworten zu diesen vorstehenden Fragen bekommen.

Ehrenamtliche sind nur sich selbst verpflichtet

Von Bedeutung ist auch, dass Hauptamtliche in der Regel Arbeitsverträge haben. Rechte, Pflichten und Aufgabenumfang sind klar definiert und müssen eingehalten werden, Ehrenamtseinsätze müssen ggf. angepasst werden. 

Ehrenamtliche sind nur sich selbst und ihren Idealen verpflichtet. Bei Einsätzen
für Organisationen usw. allerdings müssen sie sich jedoch an dortige Bestimmungen  halten.

Mit diesen Erkenntnissen kann man Ehrenamt und Hauptamt in vier Hauptgruppen unterteilen: 

  • Projektbezogene – meist auch befristete – Aufgaben
    Diese werden unter fachlicher Anleitung, auch teilweise Begleitung von meist Hauptberuflichen vergeben und ausgeführt.
  • Unbefristete Zusammenarbeit
    Wenn noch nicht geschehen ist es unerlässlich, Arbeitseinsatz und Arbeitsplatz inkl. zuständiger hauptamtlicher Anlaufstellen genau festzulegen
  • Gemeinsame Aufgabenstellungen, Ziele
    Innerhalb dieser Konzeption Aufgabenklärung für Haupt- und Ehrenamtliche, und zwar von A – Z und für jedes Detail: festgelegte Zuständigkeiten und Abgrenzungen
  • Ehrenamt-Team,  unbefristete, eigenverantwortliche und  selbständige Tätigkeit – sowie häufig  Finanzbudget-Verwaltung – meist gemeinnützige Vereine u. ä.
    Hier ist ganz wichtig: Innerhalb dieser Gruppe müssen Verantwortung und
    Rechenschaftsverpflichtung von Geldern klar festgelegt sein. 

Wie im sonstigen Alltags- und Berufsleben gilt auch hier: 

Bei erfolgreich aufeinander abgestimmtem Haupt- und Ehrenamt wird Mobbing jeder Nährboden entzogen.  Außerdem hilft ein offenes Gespräch, viele Hürden und Missverstände zu beseitigen.

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