Gesundheit Praxistipps

Ebola – wie groß ist die Gefahr für Deutschland?

Ebola breitet sich immer weiter aus. Deshalb nimmt auch die Angst in Deutschland zu, dass wir uns anstecken könnten. Was für eine Erkrankung ist Ebola eigentlich? Welche Symptome treten auf? Gibt es einen Impfstoff gegen Ebola?

Ebola – wie groß ist die Gefahr für Deutschland?

Was ist der Auslöser für Ebola?

Ebola ist eine Infektionserkrankung, die durch den Ebola-Virus ausgelöst wird. Der Ebola-Virus gehört zu einer Virengruppe, die auch Gelbfieber auslöst. Ebenfalls zu dieser Gruppe gehörte der so genannte Marburg Virus, der bereits im Jahr 1967 im deutschen Marburg aufgetreten ist. Wissenschaftler hatten sich damals bei ihren Forschungen an afrikanischen Affen mit diesem Virus angesteckt und sind an der Infektion gestorben.

Forscher gehen davon aus, dass ursprünglich Affen, Insekten oder Nagetiere die Überträger des Ebola-Virus waren. Heute wird der Virus direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Die Übertragung erfolgt durch den Kontakt mit Blut und Körperflüssigkeiten von Infizierten, aber auch durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion.

Welche Symptome treten bei Ebola auf?

Charakteristisch ist vor allem das hohe Fieber der Betroffenen. Die Kranken klagen oft über grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost, Glieder-, Hals- und Kopfschmerzen. Deshalb ist es so schwierig, Ebola anfangs von einer Grippe zu unterscheiden.

Schreitet die Krankheit weiter voran, treten bei vielen Betroffenen Magen- und Darmprobleme mit Übelkeit und Erbrechen auf. Es kommt zu einer Gerinnungsstörung des Blutes, die vor allem auf den Schleimhäuten sichtbar ist. Die Erkrankten können aus Nase, Mund, Augen, Magen und Darm bluten. Daneben treten lebensbedrohliche innere Blutungen sowie Kreislauf- und Organversagen auf.

Wie kann Ebola diagnostiziert werden?

Je früher die Krankheit erkannt wird, desto schneller können die Betroffenen behandelt und die Kontaktpersonen isoliert werden. Deshalb wird weltweit fieberhaft an einem Schnelltest zur raschen Diagnose gearbeitet. Bisher wird an manchen Flughäfen nur die Temperatur der Fluggäste, die aus afrikanischen Ländern einreisen, gemessen. Dies ist kein schlüssiger Beweis für eine Ebola-Infektion. Einen sicheren Beweis, dass ein Patient an Ebola erkrankt ist, liefern bisher nur Blut-, Urin-, Speichel- und Gewebeproben-Tests.

Gibt es einen Impfstoff gegen Ebola?

Weltweit wird an einem Impfstoff gegen Ebola geforscht. Es laufen bereits Tests an Menschen. Bis der Impfstoff eingesetzt werden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Erste Impfungen könnten laut WHO im Januar 2015 durchgeführt werden. Zuerst geimpft werden dann die Mitarbeiter der Ebola-Behandlungszentren. Eine Reihenimpfung der afrikanischen Bevölkerung ist noch nicht in Sicht.

Kann sich Ebola auch in Deutschland ausbreiten?

Niemand kann ausschließen, dass der Ebola-Virus auch nach Deutschland "eingeführt" wird. Passagiere aus der ganzen Welt, auch aus afrikanischen Staaten, landen täglich auf unseren Flughäfen. Die Kontrollen sind verschärft worden. Trotzdem kann es möglich sein, dass Ebola auch bei uns auftritt.
Allerdings haben wir gut geschulte Spezialisten und Kliniken, die spezielle Isolierstationen haben und auf hochansteckende Virusinfektionen wie Ebola eingestellt sind. Falls ein Ebola-Fall bei uns auftreten würde, könnte der Patient schnellstmöglich isoliert und bestens behandelt werden. Dies ist leider in vielen afrikanischen Ländern nicht der Fall. Deshalb besteht in Deutschland und Mitteleuropa kein Grund zur Panik.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie aus afrikanischen Ländern eingereist sind (oder mit Menschen Kontakt hatten, die in Afrika waren) und den Verdacht haben, dass Sie an Ebola erkrankt sein könnten, rufen Sie bitte umgehend Ihren Hausarzt an. Gehen Sie nicht in die Praxis und vermeiden Sie den Kontakt zu anderen Menschen.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: