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Dschungelcamp: Sozialverhalten geht für die Zuschauer vor

Lesezeit: 2 Minuten Die Deutschen haben ein Gefühl für Gerechtigkeit und gesundes Sozialverhalten. Das beweist einmal mehr die Sendung "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Wer sich im Dschungelcamp daneben benimmt, wer kein vernünftiges Sozialverhalten zeigt, wird von den Zuschauern per Telefonvoting abgewählt. Selbst Stars, die vormals beliebt schienen, sinken nach einem geänderten sozialen Verhalten in der Gunst der Zuschauer ganz deutlich. Ich erkläre Ihnen, was wir vom Dschungelcamp für den Alltag lernen können.

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Dschungelcamp: Sozialverhalten geht für die Zuschauer vor

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Der australische Dschungel. Man könnte meinen, hier herrscht ausschließlich das Gesetz des Stärkeren, aber deutsche Zuschauer sorgen im Januar 2011 dafür, dass dies nicht so ist. Die beliebte Sendung: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" beweist, dass trotz aller Bedenken, was die Moral der heutigen Zeit angeht, das Publikum ein recht feines Gespür dafür hat, was recht ist und was nicht. Im Dschungelcamp kommen die Stars am ehesten durch, wenn sie eine soziale Ader zeigen.

Dschungelcamp: Australien Psycho?
Die Teilnehmerin Sarah Knappik (23) wurde von den Zuschauern hart rangenommen. Ein ums andere mal wurde sie im Dschungelcamp durch Zuschauervoting ausgewählt, die gefürchtete Dschungelprüfung zu absolvieren und so für die Nahrung der gesamten Campergemeinschaft zu sorgen. Und ein ums andere mal zog Sarah sich zurück und fand immer neue Ausreden, weshalb sie nicht konnte oder wollte. Die Campergemeinschaft hungerte. Die Zuschauer wählten sie – sozusagen als pädagogische Maßnahme – immer wieder, bis es das Sendeformat nicht mehr hergab.

Dschungelcamp: Soziale Wüste?
Eva Jacob, bekannt durch die Jacob-Sisters, musste als ein der ersten das Camp verlassen. Auch sie zeichnete sich bereits in den ersten Tagen nicht gerade durch ihr soziales Verhalten aus. Vielmehr zeigte sie die ein oder andere Starallüre, was beim Zuschauer wohl weniger gut ankam. Am Alter kann es nicht gelegen haben, denn in der vergangenen Staffel errang immerhin Ingrid van Bergen den begehrten Titel – auch sie nicht im Alter der Zielgruppe, aber mit einer Menge sozialem Vermögen ausgestattet.

Dschungelcamp: Die Strafe folgt durch Telefonvoting
In der Abwahl folgten anschließend immer die, die zuviel lästerten oder die wenig präsent wirkten: Althippie Rainer Langhans sinnierte vor den anderen Campern, ob er sich nun an allgemeinen Aufgaben wie dem Geschirrspülen beteiligen müsse oder nicht – zu Hause jedenfalls würde er darauf verzichten. Der Schauspieler Mathieu Carrière, dem ohnehin ein hitziges Gemüt nachgesagt wird, schimpfte sich um Kopf und Kragen. Und selbst die anfangs sympathische Sängerin Indira Weis lästerte, bis die Votinganrufe der Zuschauer ausblieben.

Dschungelcamp: Nicht nur die harten, sondern die sozialen bleiben drinnen
Die größten Chancen haben die Dschungelcampkandidaten scheinbar dann, wenn sie sich für ihre soziale Gemeinschaft einsetzen. Wenn sie versuchen, alle zu integrieren, keinen ausschließen, sich sozial verhalten und versuchen, in den gefürchteten Dschungelprüfungen möglichst viele "Sterne" zu ergattern, die dann das Abendessen der Camper sichern.

Dann werden selbst kleine persönliche Schwächen verziehen. Denken wir an die spitze Zunge einer Désirée Nick (Dschungelkönigin in der 2. Staffel). Sie war frech, holte aber regelmäßig für sämtliche Camper unverdrossen alle Abendessen. Solch ein Einsatz wird belohnt.

Dschungelcamp im Alltag
Auch für unseren Alltag können wir aus diesen Zuschauervortings einiges lernen: Menschen legen Wert auf soziales Verhalten. Wer also in seinem eigenen Alltags-Dschungal punkten möchte, sollte dies im Auge behalten. Lästern wird immer abgestraft, unsoziales Verhalten ebenso.

Herzlichst, Ihre

Julia Sobainsky

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