Essen & Trinken Praxistipps

Döppekooche – eine rheinische Spezialität nicht nur zu Sankt Martin

Lesezeit: 2 Minuten Der Martinstag ist von zahlreichen Bräuchen geprägt, unter anderem von Martinszügen, dem Martinssingen und speziellen Gerichten, die zu diesem Tag zubereitet werden. Ganz oben sind hier die Martinsgans und Martinsweckchen zu finden, doch auch der Döppekooche wird häufig gekocht. Nicht nur alljährlich zu Sankt Martin eine Köstlichkeit.

2 min Lesezeit
Döppekooche – eine rheinische Spezialität nicht nur zu Sankt Martin

Döppekooche – eine rheinische Spezialität nicht nur zu Sankt Martin

Lesezeit: 2 Minuten

Woher kommt der Döppekooche?

Der Hauptbestandteil von Döppekooche sind Kartoffeln. Döppekooche ist eine alte rheinische Spezialität und wurde traditionell zu Sankt Martin bei den einfachen Leuten aufgetischt, die sich keine Martinsgans leisten konnten. Bis heute wird er auch noch über das Rheinland hinaus gerne zu Sankt Martin zubereitet. Doch ist der Döppekooche generell ein gutes Essen für die Wintermonate, da er sehr deftig ist.

Der Döppekooche hat viele verschiedene Namen

In fast jedem Ort heißt der Döppekooche anders:

  • In Lahnstein und Braubach  heißt er Dibbedotz,
  • in Koblenz Debbekooche,
  • in Boppard Debbekuche
  • und in Holzfeld, einem Stadtteil von Boppard, wird er Kulles genannt.
  • Dibbelabbes in der Eifel,
  • Knüles in Bad Godesberg,
  • Kesselsknall in Bad Honnef und Königswinter
  • oder Uhles in Linz am Rhein sind weitere Bezeichnungen für den Topfkuchen, wie er im Hochdeutschen heißt.
  • Schorreles oder Scharles sind im Hunsrück und in der Pfalz verbreitet,
  • im Westerwald heißt der Döppekooche Datschert, Datschi oder Dibbekochen.

Doch wie wird er gemacht, dieser Döppekooche?

Für vier Portionen brauchen Sie:

  • 1 kg Kartoffeln
  • 3 Eier
  • 3 große Zwiebeln
  • 4 Schweinemettwürstchen
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Muskatnusspulver
  • 1 Brötchen
  • 50 g Rauchspeck

Weichen Sie die Brötchen in Wasser ein. Die Kartoffeln müssen geschält und gerieben werden und dann in einem Sieb abtropfen. Fangen Sie dabei das Kartoffelmehl auf und gießen Sie die Flüssigkeit weg. Mischen Sie die Eier, die geriebenen Zwiebeln, die Mettwürstchen, Petersilie, das ausgedrückte Brötchen und das Kartoffelmehl unter die Kartoffelmasse. Würzen Sie alles mit Salz und Muskat.

Geben Sie die Speckwürfel mit etwas Sonnenblumenöl in den Bräter und lassen Sie sie glasig werden. Geben Sie dann die Kartoffelmasse dazu. Gießen Sie noch etwas Öl darüber und schieben Sie den Bräter für circa zwei Stunden in den vorgeheizten Backofen (E-Herd: 220°C / Umluft: 200 °C). Während der Backzeit müssen Sie kleine Löcher in die Kartoffelmasse drücken und den Ölfilm vorsichtig über dem Teig verteilen. Der Döppekooche ist fertig, wenn sich obendrauf eine dunkelbraune Kruste gebildet hat.

Wir der Döppekooche immer gleich zubereitet?

Nein! Die Zutaten des Döppekooche können Sie auch variieren, ganz so wie Sie es am liebsten mögen. Sie können Rosinen hinzugeben und statt der Mettwürstchen Wiener Würstchen oder sogar Blutwurst verwenden. Auch können Sie zur Kartoffelmasse noch saure Sahne hinzufügen, die macht den Döppekooche geschmeidiger. Als Beilage eignen sich Apfelmus und Rübenkraut.

Bildnachweis: Sven Bachstroem / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: