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Digitale Währung: Kennen Sie die Risiken von Bitcoin & Co.?

Lesezeit: 2 Minuten Bitcoin lässt sich mit dem Begriff "digitale Münze" übersetzen. Bitcoins sind seit einigen Jahren als weltweit zu nutzendes Zahlungsmittel dezentral einsetzbar. Ein Vorteil der digitalen Währung neben der universellen Einsetzbarkeit ist, dass Zahlungen nach heutigem Stand fälschungssicher sind und sie weitgehend anonym ohne Banken abwickelt werden können.

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Digitale Währung: Kennen Sie die Risiken von Bitcoin & Co.?

Digitale Währung: Kennen Sie die Risiken von Bitcoin & Co.?

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Immer mehr Privatpersonen und Firmen akzeptieren Bitcoins als Zahlungsmittel. Dennoch sollten Interessenten die Risiken kennen, bevor sie die digitale Währung nutzen.

Bitcoins sind das erste digitale Zahlungsmittel ohne zentrale Regelung. Das System wird nur von den Nutzern betrieben, ohne Banken. Die Nutzer verfügen über elektronische Geldbörsen und können Bitcoins in Internet-Wechselstuben tauschen. Zahlungen mit Bitcoins werden über einen komplizierten elektronischen Prozess bestätigt. Nutzer, die helfen, solche Vorgänge zu bearbeiten, bekommen hierfür Bitcoins (Bitcoin-Mining).

OneCoin und SwissCoin als weitere Anbieter

Vom Erfolg der Bitcoins wollen auch andere profitieren. Aktuell werden u. a. OneCoin und SwissCoin als mögliche neue Währungen gehandelt. Anders als bei Bitcoin werden die Systeme von zentralen Stellen gesteuert und die Währungen sind zumindest derzeit nur begrenzt nutzbar. Zudem werden sie auf internen Plattformen gehandelt und es gibt ein mehrstufiges Vergütungssystem für Kunden, die neue Kunden werben.

Wer ein Angebot erhält, eine Beteiligung an diesen Währungen zu erwerben, sollte vorsichtig sein, weil der Anbieter ein eigenes finanzielles Interesse haben könnte. Nach Angaben einiger Medien prüft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, ob die „neuen“ digitalen Währungen elektronisches Geld darstellen. Dann benötigten die Anbieter eine Erlaubnis. Würde diese nicht erteilt, könnte eine Rückabwicklung und somit für Anleger ein Totalverlust drohen.

Risiken bei der Nutzung digitaler Währungen

Aber auch die Nutzung von Bitcoins birgt Risiken. Zunächst schwankt der Kurs z. B. von Bitcoins teilweise erheblich. Mussten zu Beginn nur rund 50 Euro-Cent pro Bitcoin gezahlt werden, bewegt sich der Kurs seit ein paar Jahren zwischen etwa 600 und 800 Euro. Da auch dieser Markt noch relativ klein ist, haben bereits geringe Einflüsse, z. B. technische Pannen oder Hacker-Angriffe u. U. kurzfristig große Schwankungen zur Folge. Im Extremfall droht auch hier ein Totalverlust.

Für Nutzer kann sich als problematisch erweisen, dass Bitcoin-Zahlungen nicht umkehrbar sind. Hat man sich mit einer Zahlung vertan, ist man darauf angewiesen, dass der Empfänger den Betrag rücküberweist. Und Zahlungen können nur vorgenommen werden, wenn der Gegenüber über ein Bitcoin-Konto verfügt, was im Moment oft nicht gewährleistet ist. Und Zahlungen mit Bitcoin sind nur anonym, wenn Vorkehrungen getroffen werden, z. B. die nur einmalige Verwendung von Bitcoin-Adressen.

Weiterhin ist es problematisch, dass der Markt weitestgehend unreguliert ist. So stehen die Türen für betrügerische Machenschaften offen. 2018 erregte beispielsweise der Bitcoin Robot „Bitcoin Revolution“ Aufsehen, als er unerlaubterweise mit dem Namen der Höhle der Löwen auf Facebook Werbung machte, um unbedarfte Anleger auf seine Webseite zu locken. Auf der Seite können Bitcoins gehandelt werden, allerdings sind die Hintermänner der Seite unbekannt, so dass keinerlei Schutz vor einem Totalverlust des eingezahlten Geldes besteht.

Fazit: Fakt ist, dass sich Bitcoins immer mehr als alternative Währung etablieren und von immer mehr Menschen und Unternehmen als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Fakt ist auch, dass es Risiken gibt, wie z. B. Kursschwankungen oder eine noch geringe Marktbreite. Wer das erste Mal mit Bitcoin zu tun hat, sollte sich vorab umfassend informieren, auch, damit er sicherstellen kann, dass seine Transaktionen wirklich anonym abgewickelt werden.

Wer die Risiken kennt und vorsichtig ist, kann Bitcoin künftig nutzen; allerdings sollte er nicht alles auf eine Karte setzen und Bitcoins nur in begrenztem Umfang nutzen und besitzen. Von anderen digitalen Zahlungsmitteln sollte man erst einmal die Finger lassen, bis die Strukturen transparent sind und klar ist, ob Mindest-Sicherungsstandards erfüllt werden.

Bildnachweis: peterschreiber.media / stock.adobe.com

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