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Diese Tipps helfen in der Schwangerschaft gegen kalte Füße

Diese Tipps helfen in der Schwangerschaft gegen kalte Füße
geschrieben von Adelheid Fangrath

Viele Frauen frieren von Natur aus leicht und leiden auch in der Schwangerschaft unter dem Phänomen kalte Füße. Diese Eisklötze sind nicht nur lästig, sie führen auch zu Einschlafproblemen. Meistens verschwinden diese Beschwerden im Verlauf der Schwangerschaft. Unsere erprobten Tipps helfen Ihnen, nicht nur während der Schwangerschaft die Füße kuschelig warm zu halten.

Warum leiden Frauen unter kalten Füßen?

Rund jede fünfte Frau leidet nicht nur während der Schwangerschaft unter kalten Füßen. Im Gegensatz zu Männern haben Frauen einen höheren Fettgewebeanteil. So ist der weibliche Körper auch in Notzeiten in der Lage, ein ungeborenes Baby zu versorgen und zu wärmen. Männer dagegen besitzen mehr Muskeln, die auch im Ruhezustand durchblutet werden. Gleichzeitig verbrennen die Muskeln Energie und sorgen bei Männern für warme Hände und Füße.

Warum haben Schwangere kalte Füße?

In der ersten Hälfte der Schwangerschaft ist es normal, dass der Blutdruck leicht abfällt. Der Organismus läuft auf Hochtouren. Die gut durchbluteten Blutgefäße weiten sich leicht und dadurch sackt das Blut in den Beinen ab. Das führt zu einem niedrigen Blutdruck und Kreislaufproblemen. Kalte Füße sind zwar harmlos, aber wenn Sie unter Schwindelanfällen leiden, suchen Sie unbedingt Ihren Arzt auf. Lesen Sie, wie Sie auf Schwindelanfälle in der Schwangerschaft reagieren.

In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft führt die gute Durchblutung der Haut allerdings zum extremen Gegenteil, nämlich zu heißen Füßen. Auch schwellen die Beine leicht an. Schonen Sie sich viel und lagern Sie die Beine leicht erhöht. Mit diesen Tipps schonen Sie die Venen und Beine in der Schwangerschaft.

Hilfe bei Eisbeinen

Nicht nur in der Schwangerschaft sind kalte Füße für Frauen unangenehm. Das Einschlafen fällt extrem schwer, wenn das eisige Kältegefühl die Beine hinaufkriecht. Glücklich ist, wer sich bei seinem Partner ankuscheln kann. Für alle anderen empfiehlt sich, mit diesen praxiserprobten Tipps kalten Füßen vorzubeugen bzw. diese zu bekämpfen. Probieren Sie aus, welche Methode Ihnen gefällt und hilft.

Kalten Füße vorbeugen

  • Ausreichend Trinken hilft gegen einen niedrigen Blutdruck. Empfehlenswert sind Mineralwasser, Kräutertees und Fruchtsaftschorlen.
  • Wenn Sie viel frösteln, werden Sie aktiv. Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf auf Trab.
  • Versuchen Sie abends die Füße warm zu halten, indem Sie in der Wohnung warme Hausschuhe oder dicke Socken tragen.
  • Bewegen Sie abends vor dem Fernseher Ihre Füße. Rollen Sie mit den Füßen über einen Igelball, indem Sie den Fuß von den Zehenspitzen bis zur Ferse und zurückrollen.
  • Machen Sie abends Fußgymnastik, indem Sie auf den Zehenspitzen gehen oder etwas mit den Zehen aufheben.
  • Erwärmen Sie ein Kirschkernkissen und stellen Sie Ihre Füße darauf. Versuchen Sie mit den Zehen die einzelnen Kirschkerne zu umgreifen.
  • Massieren Sie die Füße mit einem Massageöl oder bitten Sie Ihren Partner darum.
  • Legen Sie vor dem Schlafengehen eine heiße Wärmflasche am Fußende unter die Bettdecke und legen Sie eine weiche Decke darüber, damit keine Wärme entweicht. So kühlen die Füße nicht aus, wenn Sie ins Bett gehen.
  • Wenn Sie nicht unter Allergien leiden, probieren Sie eine echte Daunenbettdecke aus. Sie sind federleicht und halten kuschelig warm.

Kalte Füße aufwärmen

Wenn Sie trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen unter Ihren eiskalten Füßen leiden, helfen diese Tipps:

  • Wer in der Schwangerschaft zusätzlich zu den kalten Füßen unter Einschlafstörungen leidet, nimmt ein kurzes Bad von maximal 10 Minuten. Die Temperatur liegt bei angenehmen 38 Grad. Anschließend sofort ins Bett gehen.
  • Erste Hilfe gegen eisige Füße im Bett sind warme, flauschige Socken. Greifen Sie lieber zu Naturfasern wie Schafswolle oder Angorawolle. Wenn die Schafswollsocken kratzen, ein paar dünne Socken unterziehen. Baumwollsocken sind allerdings ungeeignet, da sie Feuchtigkeit aufnehmen und Verdunstungskälte ausstrahlen.
  • Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen helfen, das Kälteempfinden zu lindern. Allerdings dauert es lange, bis die Füße wirklich warm werden.
  • Für unempfindliche Frauen: Waden kurz kalt abbrausen, nicht ganz abtrocken, Socken an und gleich ins Bett gehen.
  • Nehmen Sie ein Fußbad mit Salz und steigern Sie langsam die Temperatur.

Kalte Füße kein Zeichen für Jungen

Nach einem alten Mythos deuten kalte Füße darauf hin, dass die Schwangere einen Jungen zur Welt bringt. Diese Aussage ist weder wissenschaftlich bewiesen noch glaubwürdig. Zum Glück, denn da viele Frauen in der Schwangerschaft unter kalten Füßen leiden, würde die weibliche Bevölkerung nach und nach aussterben.

Bildnachweis: monoliza / stock.adobe.com

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Adelheid Fangrath