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Diese Medikamente helfen dem Rücken

Lesezeit: 2 Minuten Nicht immer hilft eine Massage oder Krafttraining gegen Rückenschmerzen. Gerade bei akuten Schmerzen helfen oft nur noch Medikamente, um die Schmerzen zu lindern. Es gibt eine Vielzahl an Arzneimitteln, die bei Rückenschmerzen helfen. Hier finden Sie eine kleine Übersicht, welche Medikamente dem Rücken helfen.

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Diese Medikamente helfen dem Rücken

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Rückenschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Verspannungen, muskuläre Dysbalancen oder kaputte Bandscheiben sind nur drei der möglichen Ursachen. Oft ist eine geschwächte Rumpfmuskulatur der eigentliche Auslöser. Mit gezieltem Krafttraining kann man die Muskeln stärken. Doch wenn man sich aufgrund der Rückenschmerzen kaum bewegen kann, ist ein Besuch im Fitnessstudio undenkbar.

Hier können Medikamente helfen, die Schmerzen in den Griff zu bekommen, bevor man den Rücken stärkt. Aber auch in anderer Hinsicht können einige Medikamente gegen Rückenbeschwerden helfen.

Schmerzmittel bei Rückenschmerzen

Wenn schwache Rückenmuskeln Auslöser für die Rückenschmerzen sind, hilft nur, diese Muskeln zu kräftigen. Da man aber kaum schmerzfrei trainieren kann, müssen erst die Beschwerden gelindert werden. Hier hilft oft nur eine gezielte Therapie mit Schmerzmitteln. Sobald der Rücken schmerzfrei ist, kann man mit dem Krafttraining beginnen und so die geschwächte Rumpfmuskulatur langfristig stärken. Zu den üblicherweise eingesetzten Arzneimitteln zählen Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac.

Die Schmerzmittel werden ärztlich verschrieben und sollten auch nur in der ärztlich verordneten Menge eingenommen werden. Zu den typischen Nebenwirkungen zählen vor allem Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt und die Niere. Bei einer Langzeittherapie sollte zudem regelmäßig ein großes Blutbild erstellt werden.

Muskelrelaxanzien

Oft sind Verspannungen der Rumpf- oder Nackenmuskulatur die Auslöser für Rückenschmerzen. Auch die Verspannungen haben oft eine geschwächte Rumpfmuskulatur als Ursache. Hier reicht eine Schmerzmittel-Therapie in der Regel nicht aus. Sind die Verspannungen chronisch, müssen zunächst die Muskeln gelockert werden. Hier können so genannte Muskelrelaxanzien (Myotonolytika) helfen. Diese lösen Verspannungen und machen die Muskeln beweglich.

Zu den am häufigsten eingesetzten Muskelrelaxanzien zählen Methocarbamol, Orphenadrincitrat, Tetrazepam und Tizanidin. Dass Muskelrelaxanzien bei Rückenschmerzen helfen, haben schon mehrere Studien ergeben. Aber auch hier kann man Nebenwirkungen nicht ausschließen. Daher sollten auch die Entspannungsmedikamente nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Zu den Nebenwirkungen zählen Benommenheit und eine negative Wirkung auf Leber und Magen-Darm-Trakt. Daher sollten Muskelrelaxanzien auch mit ärztlicher Verordnung nicht länger als zwei Wochen eingenommen werden.

Antidepressiva

Depressionen sind ebenfalls ein Auslöser für Rückenschmerzen. Daher können auch Antidepressiva bei einer Schmerztherapie zum Einsatz kommen. Hier werden vor allem die nicht selektiven Monoamin-Rückaufnahme-Inhibitoren (NSMRI) Amitriptylin, Clomipramin, Imipramin und Trimipramin verschrieben. Bei schweren Depressionen und Angstzuständen setzen Ärzte Antidepressiva vom SSNRI-Typ (Serotonin-/Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) ein. Bekommt man die Depressionen in den Griff, können auch die Rückenschmerzen behandelt werden.

Grundsätzlich darf man nie vergessen, dass es auch Wechselwirkungen zwischen Medikamenten geben kann. Insofern sollte man bei jedem Mittel zunächst die Nebenwirkungen beachten und die Therapie unbedingt mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Bildnachweis:  tamayura39 / stock.adobe.com

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