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Diese 10 Risiken einer Brustvergrößerung sollten Sie als Frau kennen

Lesezeit: 3 Minuten Brustvergrößerungen sind zwar ein Routine-Eingriff, bergen aber zahlreiche Risiken, die Sie nicht unterschätzen sollten. Es gibt Risiken, die während oder nach der Operation auftreten können, aber auch ästhetische Risiken, die zwar gesundheitlich weniger problematisch sind, aber das optische Ergebnis beeinflussen.

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Diese 10 Risiken einer Brustvergrößerung sollten Sie als Frau kennen

Diese 10 Risiken einer Brustvergrößerung sollten Sie als Frau kennen

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Schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Brustvergrößerungen werden jedes Jahr in Deutschland vorgenommen, diese OP macht den größten Anteil bei allen ästhetischen und plastischen Eingriffen aus. 2016 waren 15,7 % aller Schönheitsoperationen Brustvergrößerungen, auf Platz 2 folgte die Lidstraffung mit 10,8 %.

Mehr Weiblichkeit und ein verbessertes Lebensgefühl

Viele Frauen, die sich die Oberweite vergrößern lassen, erhoffen sich von dem Eingriff ein besseres Lebens- und Körpergefühl – sie leiden unter zu kleinen oder deformierten Brüsten und wollen sich mit einem vollen Dekolleté weiblich und schön fühlen.

Die Risiken bei einer Brustvergrößerung sind durchaus vorhanden und sollten nicht unterschätzt werden, dennoch halten sie Frauen, die die OP wirklich wollen nicht davon ab, sie auch durchführen zu lassen. Brust-OPs gelten heutzutage als Routineeingriff und größere Komplikationen sind zum Glück selten.

Diese 10 Risiken birgt eine Brustvergrößerung:

  1. Das erste Risiko einer Brustvergrößerung birgt schon die Operation an sich. So kann zum Beispiel die Narkose nicht vertragen werden oder es unterläuft ein chirurgischer Fehler während des Eingriffs.
  2. Direkt nach dem Eingriff kann es zu Komplikationen kommen: Nachblutungen, eine Infektion der Wunde oder Wundheilungsstörungen sind ebenfalls Risiken, die eine Brustvergrößerung mit sich bringt.
  3. Starke Schmerzen sind in den ersten Tagen nach einer Brustvergrößerung nicht unüblich. Das Silikonimplantat wurde unter den Brustmuskel gesetzt, die Haut spannt über dem Implantat und die Wunden tun weh. Viele Patienten unterschätzen die Schmerzen, die eine Brust-OP mit sich bringt und die auch in abgeschwächter Form noch über die ersten Tage hinaus anhalten können.
  4. Nach einer Brust-Operation sind die Patientinnen erst einmal für mehrere Wochen eingeschränkt. Sechs Wochen lang muss ein spezieller BH getragen werden. Für ein bis zwei Wochen sind die Patienten arbeitsunfähig und für ca. zwei Wochen darf gar kein Sport getrieben werden. Nach zwei Wochen darf wieder mit ganz leichten sportlichen Bewegungen gestartet werden. Regulärer Sport sollte erst nach etwa sechs bis zwölf Wochen getrieben werden. Bis alles abgeheilt ist, dauert es mindestens drei Monate. Das Endergebnis ist sogar erst nach sechs bis zwölf Monaten zu sehen.
  5. Je nach Art des Implantats kann es sein, dass es nach 10 bis 20 Jahren ausgetauscht werden muss. Zwar gibt es mittlerweile auch Implantate, die ein Leben lang in der Brust bleiben können, allerdings kann sich die Brust verformen. Besonders nach körperverändernden Ereignissen, wie etwa einer Schwangerschaft, kann es sein, dass die Implantate nicht mehr so sitzen wie vorher.
  6. Dass sich um das Implantat in der Brust eine Kapsel bildet ist normal, allerdings sollte die Bindegewebshaut dünn und elastisch bleiben. Verhärtet sich diese, als Immunreaktion des Körpers auf den Fremdkörper, spricht man von einer Kapselfibrose und es kann zu Verformungen und starken Schmerzen kommen. Bei einer extremen Kapselfibrose kann das Implantat sogar platzen.
  7. Dass moderne Silikonimplantate platzen oder auslaufen ist extrem unwahrscheinlich aber nicht gänzlich auszuschließen. Bei einem Autounfall oder einer Stichverletzung, wenn ein spitzer Gegenstand die Brust durchfährt, kann es durchaus passieren, dass das Implantat ausläuft. Viele Hersteller geben eine Garantie, dass sie neue Implantate und oft sogar die Operation bezahlen, falls das Implantat bei einem normalen Verlauf auslaufen sollte.
  8. An sich erhöht eine Brustvergrößerung das Risiko für Brustkrebs nicht, es gab jedoch Fälle bei denen ausgelaufenes Silikon aus Billig-Implantaten eine krebserregende Wirkung hatte. Sollte es unabhängig von den Silikonimplantaten zu einer Krebserkrankung in der Brust kommen, muss das Implantat mit einer hohen Wahrscheinlichkeit entfernt werden.
  9. Ästhetische Risiken sind neben den gesundheitlichen bei einer Brustvergrößerung ebenfalls nicht auszuschließen. Dehnungsstreifen an den Brüsten, die Rotation von Implantaten in der Brust oder die sicht- und fühlbare Faltenbildung an Implantaten (Rippling genannt) zählen zu den möglichen Komplikationen nach einer Brustvergrößerung.
  10. Die Silikonkrankheit ist zwar selten, eine Silikonunverträglichkeit des Körpers kann aber zu verschiedenen Symptomen wie Hautreizungen, Immunschwäche und Muskelkrämpfen führen.

Bildnachweis: © : vladmax/123rf.com Lizenzfreie Bilder

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