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Die Wahrheit über den Nüchternlauf

Lesezeit: 2 Minuten Der Nüchternlauf - also Jogging vor dem Frühstück - ist ein Thema mit Brisanz. Die einen raten zum Nüchternlauf wegen der effektiveren Fettverbrennung, andere halten ihn sogar für gefährlich. Die Wahrheit über den umstrittenen Nüchternlauf lesen Sie hier:

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Die Wahrheit über den Nüchternlauf

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Das Prinzip hinter dem Nüchternlauf hat durchaus Hand und Fuß und macht plausibel, warum der Frühsport gerade im Sommer so viele Anhänger hat: Unser Körper greift unter Belastung zunächst auf schnell verfügbare Energiequellen zurück, vor allem die in den Glykogenspeichern in Leber und Muskulatur eingelagerten Kohlenhydrate.

Nach einer Nacht und mindestens 10 Stunden ohne Nahrungsaufnahme sind die Glykogenspeicher jedoch weitgehend geleert und der Körper muss sich unter Belastung eine neue Energiequelle suchen. Und das sind zunächst einmal die Fettdepots.

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Nüchternlauf: Fettstoffwechseltraining heißt nicht Gewichtsverlust
Wenn Sie Ihre Energie vorwiegend aus Fetten beziehen, bedeutet das nicht automatisch, dass die Fettpolster an Bauch und Hüften dahin schmelzen wie ein Eis in der Mittagssonne. Ob Sie ab- oder zunehmen, hängt einzig und allein davon ab, ob Sie weniger bzw. mehr Kalorien zu sich nehmen als Sie verbrauchen.

Beim Nüchternlauf lernt der Körper jedoch, Energie effizienter aus seinen Fettdepots zu beziehen. Die sind um ein Vielfaches größer als die Glykogenspeicher. Ein gut trainierter Fettstoffwechsel kann dann im Wettkampf den Unterschied zwischen einer Qual und einem souveränem Zieleinlauf ausmachen.

Frühsport: Training mit kleinem Haken
Der große Haken beim Nüchternlauf besteht jedoch darin, dass Sie unter diesen Voraussetzungen nicht sonderlich leistungsfähig sind, weswegen etwa hartes Intervalltraining mit leeren Glykogenspeichern nicht nur wenig Sinn macht, sondern sogar Gefahren birgt.

Schließlich sinkt mit der Zeit der Blutzuckerspiegel, Sie verlieren Konzentration und Power und verletzen sich möglicherweise. Wer mit leerem Magen laufen möchte, sollte es daher ruhig angehen (Wohlfühltempo) und zudem nicht länger als 30 oder 45 Minuten unterwegs sein.

Sollte man also lieber die Finger (bzw. die Füße) vom Nüchternlauf lassen? Die eindeutige Antwort lautet ‚jein‘. Solange die Intensität niedrig ist und der Lauf kurz gehalten wird, können Sie beispielsweise einmal pro Woche oder alle zwei Wochen einen kurzen Nüchternlauf einlegen. Sobald Sie aber lange oder intensiv trainieren möchten, ist ein protein- bzw. kohlenhydratreiches Frühstück Pflicht.

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