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Die Vor- und Nachteile von Quecksilberthermometern

Quecksilberthermometer können zerbrechen, wenn sie hinfallen und dann ist Vorsicht geboten. Der giftige Stoff muss sicher entfernt werden, ohne dass dabei Gesundheitsrisiken entstehen. Welche Vor- und Nachteile Quecksilberthermometer noch mit sich bringen, lesen Sie in diesem Artikel.

Die Vor- und Nachteile von Quecksilberthermometern

Die Vor- und Nachteile von Quecksilberthermometern

Gehören Sie auch zu den Personen, die noch ein Quecksilberthermometer zu Hause haben? Dann sollten Sie durchaus darüber nachdenken, sich ein digitales Thermometer sowohl zur Messung der Lufttemperatur als auch zur Messung der Körpertemperatur zuzulegen, da ein Quecksilberthermometer beim Hinfallen schnell zerbrechen kann und es dann gefährlich wird.

Grundsätzlich gilt Quecksilber als äußerst giftig – es ist das einzige Metall, das im Kontakt mit Luft schnell verdampfen kann und bei Zimmertemperatur flüssig ist. Fällt ein Quecksilberthermometer daher hin und das auslaufende Quecksilber verdampft, dann besteht ein gesundheitliches Risiko.

Quecksilber ist hochgiftig

Schon das Einatmen von nur 0,1 bis 1 mg Quecksilber kann zu chronischen Vergiftungserscheinungen führen, da der Körper 80 % des Quecksilbers im Körper behält und nur 20 % wieder ausatmet. Wird Quecksilber hingegen in flüssiger Form aufgenommen, werden 90 % wieder ausgeschieden und nur 10 % verbleiben im Körper. Die ersten Symptome einer Quecksilbervergiftung sind ein trockener Mund- und Rachenraum, Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen.

Beim Kontakt mit Quecksilber sollte sofort ein Arzt konsultiert werden, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Als tödlich gelten Mengen von 150 bis 300 mg, weshalb ein zerbrochenes Thermometer nicht ausreicht, um derart gefährlich zu sein. Dennoch können in extremen Fällen auch schon bei kleinen Mengen Langzeitschäden an Leber oder Nieren entstehen.

Die Vorteile von Quecksilberthermometern

Quecksilberthermometer finden sich immer noch in vielen Haushalten, da sie auch nach vielen Jahren immer noch sehr genau messen. Digitale Thermometer altern und sind nach einigen Jahren nicht mehr so genau wie kurz nach dem Kauf, sodass dann meist ein neues Thermometer gekauft werden muss.

Ein weiterer Vorteil eines Quecksilberthermometers ist, dass die Temperatur stehen bleibt und auch nach einer halben Stunde noch abgelesen werden kann. Digitale Thermometer schalten sich nach kurzer Zeit automatisch aus und müssen wieder neu aktiviert werden.

Die Nachteile von Quecksilberthermometern

Ein Nachteil des Quecksilberthermometers ist, dass es eben Quecksilber enthält. Der Quecksilbergehalt in einem Thermometer ist zwar relativ gering (meist weniger als 1 Gramm), weshalb Sie nicht in Panik verfallen sollten, wenn Ihnen Ihr Quecksilberthermometer hinfällt und zerbricht. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Sie das Quecksilber auf keinen Fall einatmen und die Rückstände komplett entfernen. Wie Sie ein zerbrochenes Quecksilberthermometer sicher entfernen, lesen Sie in diesem Artikel!

Ein weiterer Nachteil von Quecksilberthermometern ist, dass sie relativ lange brauchen, um die Temperatur zu messen (5 Minuten). Digitale Thermometer sind schneller und piepsen, wenn sie die endgültige Temperatur erreicht haben.

Alternativen zu Quecksilberthermometern

Der Verkauf von Quecksilberthermometern ist seit einem EU-Beschluss seit 2009 verboten. Zwar bringen Quecksilberthermometer einige Vorteile mit sich, es überwiegen aber die Nachteile aufgrund des giftigen Stoffes. Bevor Ihnen Ihr Thermometer also aus Versehen einmal herunterfällt und Sie es aufwändig entsorgen müssen, bringen Sie es lieber direkt in die nächste Apotheke und kaufen Sie sich ein digitales Thermometer.

Eine weitere Alternative ist ein giftfreies Glasthermometer, indem andere Flüssigkeiten die Temperatur messen als Quecksilber. Geht es kaputt, ist es ärgerlich, aber bei weitem nicht mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden.

Bildnachweis: Kzenon / stock.adobe.com

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