Praxistipps

Die unerziehbare Katze

Lesezeit: 3 Minuten Katzen gelten im Allgemeinen als unerziehbar oder bestenfalls schwer erziehbar. Sie werden oft für eigensinnige, treulose Wesen gehalten, die mehr an ihrem Revier, als an ihrer Bezugsperson hängen. Deshalb werden auch bei Umzügen Katzen oft zurückgelassen. Aber Katzen können sehr wohl erzogen werden und sie können ebenfalls eine innige Beziehung zu ihrem Menschen aufbauen, wenn der sie nur lässt.

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Die unerziehbare Katze

Die unerziehbare Katze

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Katzen sind stolze Tiere

Katzen kann an nicht wie Hunde behandeln. Sie haben ihren Stolz und lassen sich nicht verbiegen. Man kann ihnen keine Befehle wie „Sitz!“ und „Platz!“ beibringen, aber man kann sich mit ihnen arrangieren, wenn man ihr Vertrauen gewonnen hat. Dann tun sie ihrem Menschen auch den einen oder anderen Gefallen, weil sie ihn respektieren. Doch dazu muss erst der Mensch die Katze mit all ihren Eigenheiten anerkennen und ihre Sprache sowie Ihre Gewohnheiten erlernen.

Krallen wetzen

Katzen das Kratzen an Möbeln abzugewöhnen ist keine einfache Angelegenheit. Wenn sie erst mal ein Möbelstück für sich entdeckt haben, ist es schwer, sie wieder davon abzubringen. Dazu muss man auch verstehen, dass für Katzen das Kratzen am Möbelstück nicht der Krallenpflege dient. Viele Katzen, die einen eigenen Kratzbaum haben und diesen auch nutzen, kratzen dennoch an Möbeln.

Damit bringen sie zum Ausdruck, dass dies ihr Möbelstück ist, sie markieren es als Eigentum. Manchmal wird auch ein Schuh ihres Lieblingsmenschen bekratzt. Damit bringen sie Zuneigung und Wertschätzung zum Ausdruck.

Wenn man sie von gewissen Möbeln verhalten will, funktioniert ein lautes NEIN. Dazu muss der Mensch allerdings auch konsequent bleiben und immer das Selbe verbieten. Nicht einmal so und einmal so. Die Katze akzeptiert klare Vorgaben und hält sich daran. Inkonsequente Botschaften verwirren die Katze und sie wird ihren Menschen dann schlicht und einfach nicht mehr ernst nehmen.

Erziehung durch Belohnung

Die Katze dazu bringen, dass sie kommt, wenn man sie ruft, ist auch eine Sache von Übung. Für sie muss es sich lohnen zu kommen. Das heißt, sie erwartet auch eine Belohnung. Katzen sind weniger mit Futter zu bestechen, vor allem dann nicht, wenn ihr Fressnapf ohnehin immer gut gefüllt ist. Katzen überfressen sich nicht und lehnen Leckerlis schlichtweg ab, wenn sie satt ist.

Deshalb kann man einer Katze auch keinen Trick beibringen, indem man sie mit Leckerlis lockt. Bei einer Katze muss die Belohnung Abwechslung bieten. Einmal ein Leckerli ist in Ordnung, beim zweiten Mal wird sie sich nicht davon zu einer Aktion hinreißen lassen. Deshalb sollte man einer Katze immer wieder neues anbieten: einmal ein Streicheln, ein andermal eine Spielzeugmaus, wieder ein anderes Mal einen Papierball usw.

Und nicht vergessen: wenn die Katze etwas für sie getan hat, loben sie sie ausgiebig. Sie muss sich wertgeschätzt und respektiert fühlen, dann wird sie für ihren Menschen fast alles tun.

Die Katze bezieht Sie ein

Wenn eine freilaufende Katze ihnen Beute bringt, beispielsweise einen Vogel oder eine Maus, dann ist das ihre Art, Ihnen zu danken. Schimpfen sie niemals, wenn sie das tut. Sie wird es nicht verstehen. Bedanken sie sich bei ihr, aber loben Sie sie nicht zu sehr dafür und entsorgen sie die Beute so, dass es die Katze nicht bemerkt.

Wenn sie noch lebende Beute bringt, ist das ein Zeichen dafür, dass sie Sie adoptiert hat. Sie möchte Ihnen die Jagd beibringen und Sie zu einem Teil ihres Katzenslebens machen. Eine höhere Ehre gibt es nicht. Zeigen Sie der Katze, dass Sie sich freuen. Aber bringen sie das Beutetier trotzdem unbemerkt nach draußen.

Katzen kommunizieren gern

Katzen sprechen auch gerne mit Menschen. Untereinander unterhalten sie sich fast ausschließlich mittels Körpersprache, Markierungen und Schnurren. Das klassische Miau ist für den Menschen reserviert. Versuchen Sie einmal, zurück zu miauen. Die Katze wird Sie nach anfänglicher Verwunderung an ihrem umfangreichen Vokabular teilhaben lassen und Ihnen die Nuancen ihrer Sprache näher bringen wollen.

Auf dieser Basis können Sie anfangen, der Katze einige Dinge beizubringen. Denn je mehr Sie mit ihr reden, umso mehr wird auch sie sich bemühen, Worte aus der Menschensprache verstehen zu lernen.

Unsauberkeit ist eine Botschaft

Bei Unsauberkeit ist Detektivarbeit gefragt. Wenn die Katze Ihre Schuhe anpinkelt, waren Sie wohl zu lange weg. Wenn die Katze demonstrativ neben das Katzenklo geht, dann müssen Sie es putzen, usw. Die Katze weiß, dass sie Ihnen nicht mit Worten sagen kann, was sie bedrückt, deshalb muss sie Zeichen setzen. Schimpfen Sie nicht mit ihr und tauchen Sie Ihre Katze auch nicht in ihren eigenen Urin. Das hilft nicht, es zerstört nur das Vertrauensverhältnis, das Ihre Katze zu Ihnen hat.

Erklären Sie Ihrer Katze, was vor sich geht

Erklären Sie ihrer Katze immer, was Sie vorhaben. Selbst wenn sie Ihre Worte nicht alle versteht, versteht sie doch den Tonfall. Und Sie können davon ausgehen, dass Ihre Katze folgende Worte auf alle Fälle versteht: Nein, Brav, Tierarzt.

Das Wort Tierarzt ist natürlich nicht beliebt. Aber wenn Sie Ihrer Katze erklären, dass es nur zu ihrem Schutz und für ihre Gesundheit ist, wird sie zwar trotzdem nicht erfreut, aber weit weniger gestresst sein, als wenn Sie Ihre Katze einfach packen und ohne Vorwarnung in den Transporter stecken. So eine Behandlung würde auch Ihnen Angst machen.

Bildnachweis: dadoodas / stock.adobe.com

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