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Die teuerste Stadt Norwegens? Urlaub in der Ölboomtown Stavanger!

Lesezeit: 2 Minuten Stavanger ist zwar die teuerste Stadt des norwegischen Königreichs, aber auch Heimat des längsten Sandstrandes Norwegens und des majestätischen Lysefjords mit dem berühmten Prekestolen.

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Die teuerste Stadt Norwegens? Urlaub in der Ölboomtown Stavanger!

Die teuerste Stadt Norwegens? Urlaub in der Ölboomtown Stavanger!

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Stavanger im Süden Norwegens ist mit knapp 122.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes. Gegründet wurde sie im Jahr 1125, als mit dem Bau der Domkirche begonnen wurde, die bis heute unverändert am Ufer des kleinen Stadtsees Breiavatnet steht und neben dem Nidarosdom in Trondheim als das bedeutendste Sakralbauwerk Norwegens gilt.

1633 brannten zwei Drittel Stavangers nieder, einschließlich der alten mittelalterlichen Stadt. 1684 brach erneut ein großes Feuer aus, das so verheerende Zerstörungen anrichtete, dass beschlossen wurde, die Stadt komplett niederzulegen. Sie wurde 1690 wieder aufgebaut, aber erneut suchte eine Reihe von Bränden die Stadt heim, die schlimmsten davon 1716, 1766, 1768, 1833 und 1860. Das ist der Grund dafür, dass die historische Altstadt „nur“ rund 300 Jahre alt ist.

Gamle Stavanger

Die Altstadt, „Gamle Stavanger“ liegt auf einer Halbinsel und besteht aus rund 170 liebevoll restaurierten weißen Holzhäusern mit alten Gaslaternen und wunderschön verzierten Fenstern und Türen. Die ältesten wurden Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut und stehen unter Denkmalschutz. Das malerische Viertel ist heute ein Anziehungspunkt für Touristen mit kleinen Läden, Galerien, Kneipen, Restaurants und Cafés.

Ölboomtown Stavanger

Aufgrund von Erdölfunden in der Nordsee vor Stavanger Anfang der 1970er Jahre erlebte die Stadt einen enormen Aufschwung. Mit dem Wohlstand wuchsen die Geschäftshausetagen internationaler und norwegischer Konzerne und bald wurde Stavanger zur teuersten Stadt des Landes.

Alles über den Ölboom, die Entstehung von Erdöl, wie es gefördert und genutzt wird und wie sich Norwegen seit den Erdölfunden verändert hat, erfährt man im 1999 eröffneten interaktiven Ölmuseum am Kai Kjeringholmen nördlich des Zentrums. Kinder dürfen hier auf einer rekonstruierten Bohrinsel selbst den Bohrer bewegen oder sich durch ein Rettungsnetz „in Sicherheit“ bringen.

Ausflugsziele rund um Stavanger

Die Umgebung Stavangers bietet eine Vielzahl unvergesslicher Naturerlebnisse, die sich alle in Reichweite befinden: Fjorde, Berge oder das offene Meer. Ein absolutes Muss ist der hellgrüne, zwei Kilometer breite Lysefjord östlich von Stavanger.

Mit seinen steilen Bergen, darunter der berühmte Prekestolen, der 600 Meter senkrecht aus dem Lysefjord ragende Felsen, gehört er zu den schönsten Ausflugszielen Südnorwegens. Wer den mühsamen, gut dreistündigen Fußweg zur Plattform des Felsens scheut und wer zudem nicht schwindelfrei ist, kann den Felsen auch von unten, an Bord eines Ausflugsschiffs, bestaunen.

Der schönste Sandstrand Norwegens

Nicht nur den majestätischsten Fjord gibt es hier, sondern auch den längsten Sandstrand Norwegens, den Solastrand, der sich nur wenige Kilometer außerhalb Stavangers befindet. Die Sunday Times zählte ihn in dem Artikel „Best Holidays 2004“ zu den sechs schönsten Stränden der Welt. Hier kann man sonnenbaden, schwimmen, Drachen fliegen oder surfen. Die Leuchttürme an oder nahe der Küste sind für Touristen geöffnet, einige bieten sogar Unterkunft und Verpflegung an.

Das einzige Konservenmuseum der Welt

1873 wurde in Stavanger Norwegens erste Konservenfabrik eröffnet. Das einzige Konservenmuseum der Welt, das „Hermetikkmuseet“ in der Altstadt, erzählt mit liebevoll präsentiertem Dosenreichtum aus der Zeit, als Stavanger mit seinen fünfzig Dosenfabriken der weltweit größte Standort der Konservenindustrie war.

Im Museum erfährt man alles über die Herstellung von Sardinenkonserven, die bis zum Zweiten Weltkrieg der wichtigste Industriezweig Stavangers war. Die letzte Sardine wurde hier in den 1950er Jahren konserviert und die letzte Konservenfabrik wurde 2002 geschlossen. Im Sommer darf man dienstags und donnerstags dabei zuschauen, wie im Konservenmuseum Sprotten geräuchert werden.

Bildnachweis: Andrey Armyagov / stock.adobe.com

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