Fotografie Praxistipps

Die richtige Farbtemperatur: Welcher Weißabgleich bei welchem Licht?

Lesezeit: 2 Minuten Haben Sie schon mal im Kerzenlicht fotografiert? Oder ein Motiv beim Licht einer Glühlampe aufgenommen? Dann werden Sie bemerkt haben, dass jedes Foto seine eigene Farbstimmung produziert. Der Weißabgleich sorgt dafür, dass Ihre Kamera sich auf das aktuelle Licht einstellt. Ohne Weißabgleich können schnell Farbstiche auftreten, sodass das Foto unnatürlich wirkt.

2 min Lesezeit
Die richtige Farbtemperatur: Welcher Weißabgleich bei welchem Licht?

Die richtige Farbtemperatur: Welcher Weißabgleich bei welchem Licht?

Lesezeit: 2 Minuten

Jede Lichtquelle bringt eine ganz eigene Farbstimmung mit sich. Bei grellem Kunstlicht oder auch in der Dämmerung dominieren die kalten Farben, Kerzen und Zimmerlampen verpassen Ihrem Bild einen orangenen Schleier. Dichte Wolken am Himmel lassen Ihr Motiv draußen schnell blass und matt wirken. Wenn Sie den Weißabgleich jedoch richtig einstellen, erreichen Sie bei der Aufnahme eine optimale Farbtemperatur.

Unsere Augen sind diese unterschiedlichen Farbstiche gewöhnt und wissen diese zu kompensieren. Die Kamera jedoch bildet genau das ab, was auf den Sensor fällt. Hier muss mit dem Weißabgleich gearbeitet werden, um genau das abbilden zu können, was die Augen sehen.

Wie wird die Farbtemperatur gemessen?

Die Farbtemperatur wird in Kelvin gemessen. Warum aber spricht man überhaupt von Temperatur? Man geht zunächst von einem schwarzen Gegenstand aus, der zu leuchten anfängt. Denken Sie beispielsweise an ein Stück Stahl, das geschmolzen wird. Je nachdem, in welcher Farbe der Stahl leuchtet, kann die Temperatur bestimmt werden. Das ist das gleiche Prinzip in der Fotografie. Leuchtet Stahl in einem dunklen Orange, kann man von einer ungefähren Temperatur von 1000 Kelvin ausgehen. Leuchtet Stahl in einem dunklen Blau, können es bereits 9000 Kelvin sein.

Weißabgleich vornehmen: Beispiele für die Farbtemperatur

Wenn Sie sich noch nicht so recht vorstellen können, welche Farbtemperatur wann auftritt, hilft Ihnen die folgende Liste weiter:

  • Nebel oder Dunst: ca. 7000 – 9000 K
  • Strahlend blauer Himmel: ab 10.000 K
  • Bedeckter Himmel: 6000 – 8000 K
  • Glühbirne (100 Watt): 2500 K
  • Kerzenlicht: 1500 K
  • Blitzlicht: mehr als 5000 K

Nutzen Sie den automatischen Weißabgleich

Fast jede digitale Kamera verfügt mittlerweile über den automatischen Weißabgleich (AWB, Automatic White Balance), mittels dem die Kamera die Farbtemperatur misst und sich danach einstellt. Allerdings reicht es oft nicht, sich auf den automatischen Weißabgleich zu verlassen. Vor allem bei farbigem Licht oder einer außergewöhnlichen Farbstimmung, wie bei einem Sonnenuntergang, versagt der AWB.

Weiterhin bieten viele Kameras voreingestellte Programme für verschiedene Weißabgleiche, sodass Sie nicht direkt zum manuellen Weißabgleich zurückgreifen müssen. Die Canon beispielsweise bietet Fotografen die Wahl zwischen den folgenden Einstellungen: Automatisch (AWB), Tageslicht (Sonnensymbol), Schatten (Symbol Häuschen), Wolkig (Wolkensymbol), Kunstlicht (Symbol Glühbirne), Leuchtstoff (Symbol Leuchtstoffröhre), Blitz und manueller Modus.

Wenn Sie sich mit dem Weißabgleich vertraut machen möchten, empfiehlt es sich, das gleiche Motiv mehrmals mit den verschiedenen Einstellungen vom Weißabgleich zu fotografieren. Wählen Sie beispielsweise zwei farbige Stifte und fotografieren Sie diese mehrmals mit dem Weißabgleich „Tageslicht“, „Schatten“ usw. So erhalten Sie ein Gefühl, wann Sie welchen Weißabgleich für die richtige Farbtemperatur wählen müssen.

Bildnachweis: warloka79 / stock.adobe.com

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