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Die Quitte hat Saison: Rezepte für heimischen Genuss pur!

Weltweit gibt es um die 200 Sorten Quitten. Es gibt Apfel- und Birnenquitten, japanische und chinesische Zierquitten. Man kennt die Quitte auch unter dem Namen Baumwollapfel, Kretischer Apfel oder Schmeckbirne. Die alten Griechen sollten es gewesen sein, die der gelben Frucht zu kulinarischer Ehre verholfen haben. Als Frucht der Aphrodite war sie obendrein heilig und galt als Symbol für Liebe, Glück und Fruchtbarkeit.

Heute ist bei uns die Quitte leider in Vergessenheit geraten, obwohl die Speisen mit ihr köstlich duften und schmecken. Lesen Sie in diesem Artikel Wissenswertes über die Quitte sowie einige schmackhaften Rezepte, denn die Quitten sind jetzt überall auf den Bauernmärkten zu finden.

Die Heimat der Quitte
Die ursprüngliche Heimat der Quitte war vermutlich der Iran, Armenien, der Kaukasus und Südostasien, wo es noch heute die meisten Sorten gibt. Ihren botanischen Namen "Cydonia oblonga" verdankt die Quitte jedoch der antiken Stadt Kydonia (heute Chania) auf der griechischen Insel Kreta. Dort bauten Bauern die Früchte vermutlich erstmals als Feldobstkultur an.

Quitte in der griechischen Mythologie
Eine bedeutende Rolle spielt die Quitte auch in der griechischen Mythologie. Quitten galten früher als Glücks- und Fruchtbarkeitssymbol. In der Antike waren die gelben Früchte als Weihegabe an die Nachtgöttin in den Herrenzimmern zu finden, wo sie ihren starken, zitronenähnlichen Duft verbreiten und die Angebetete betören sollte. Die Quitten wurden damals als Opfergaben und zur Parfümherstellung verwendet.

Heilwirkung der Quitte
Vor ca. 2000 Jahren fand die Quitte Eingang in die Heilkunde. Schon für Hippokrates war die Quitte die "für Heilzwecke nützlichste Frucht". Nördlich der Alpen war die Pflanze auch der Hildegard von Bingen bekannt.

Hieronymus Bock (1539), versicherte, die Quitten seien für so viele Krankheiten gut, dass sie für eine Apotheke gelten könnten, aus der die armen Leute sich ihre Arzneien holen: "Kurz, niemand besitzt, wie ich meine, genug Gewandtheit im Reden, dass er die guten Kräfte der Quitten so erklären kann, wie sie es verdienen".

Die Quitte in der Küche: Aromatisch und köstlich
Traditionell wird der Baumwollapfel nicht nur zu Kompott, sondern hauptsächlich zu Gelee oder Marmelade verarbeitet. In Vergessenheit geraten sind leider Quittenkuchen, obwohl ihr Duft beim Backen besonders köstlich durch das ganze Haus zieht. Dabei geht es ganz einfach: Einen Rührteig zubereiten und ihn mit hauchdünn geschnittenen Quittenscheiben belegt backen. Genuss pur!

Etwas mühsamer ist die Herstellung von Quitten-Würfeln. Die Quitten müssen mit Zucker vermischt so lange gekocht werden, bis die Masse Streifen zieht. Dabei muss ständig umgerührt werden, damit nichts ansetzt. Danach die Masse auf ein eingefettetes Backblech streichen, erkalten lassen und in Würfel schneiden. Diese Würfel sind lange haltbar und schmecken einfach köstlich als gesunder Snack für Zwischendurch.

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Vadim Vl. Popov

Vadim Vl. Popov wurde an der russischen Schwarzmeerküste im Nordkaukasus geboren. Nach der Kochausbildung, dem naturwissenschaftlichen Studium in Moskau und der Geographie, Soziologie und Geoökologie an der Universität Bayreuth absolvierte er eine Zusatzausbildung als Ernährungsberater in Berlin und arbeitet seitdem freiberuflich bei diversen Bildungseinrichtungen und Institutionen als Dozent, Autor, Caterer und Bio-Koch. Er gründete die Gruppe „Kulinarische Reisen“ mit zahlreichen Rezepten und Fotos auf der Seite www.facebook.com. Seit 2006 gibt er auch länderspezifische Kochkurse. Etwas über das Land und seine Landsleute zu berichten, wessen Rezepte gerade gekocht werden, ist das Motto seiner Kochseminare. Denn er ist fest davon überzeugt, wenn jemand kochen lernen will, muss er zuerst auf Reisen gehen. Zu seiner kulinarischen Entdeckungsreisen und Kochabenteuern lädt er Sie herzlich ein! Aber auch mit einem guten Ernährungsrat steht er Ihnen zur Seite.