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Die perfekte Fritteuse kaufen: 11 hilfreiche Tipps

Lesezeit: 4 Minuten Eine Fritteuse ist ein praktisches Küchengerät zum Zubereiten von zahlreichen Mahlzeiten wie Pommes frites, frittiertes Gemüse oder knusprige Meeresfrüchte. Voraussetzung für ein genussvolles Ergebnis ist ein funktionales Gerät mit entsprechender Ausstattung. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Faktoren bei der Auswahl wichtig sind, wenn Sie eine Fritteuse kaufen.

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Die perfekte Fritteuse kaufen: 11 hilfreiche Tipps

Die perfekte Fritteuse kaufen: 11 hilfreiche Tipps

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Nutzen Sie die folgenden Tipps, wenn Sie eine Fritteuse kaufen möchten.

1. Größe und Form der Fritteuse

Damit eine Fritteuse zum hilfreichen Elektrogerät avancieren kann, muss die Größe zum individuellen Bedarf passen. Eine Großfamilie mit vier Kindern benötigt selbstverständlich eine wesentliche größere Fritteuse als ein 2-Personen-Haushalt. Das Fassungsvermögen herkömmlicher Fritteusen bewegt sich zwischen einem und 3,5 Liter.

Während normale Geräte lediglich einen Korb zum Befüllen mit Frittiergut bieten, verfügen Doppel-Fritteusen über zwei Behälter. Das erlaubt das Frittieren von größeren Mengen zum gleichen Zeitpunkt oder das Zubereiten von verschiedenen Lebensmitteln in getrennten Körben. Eckige Ausführungen gelten im Vergleich zu runden Designs allgemein als platzsparender.

2. Verarbeitung

Egal ob Edelstahl oder Kunststoff – Fritteusen sollten sauber verarbeitet und aus stabilen Bauteilen gefertigt sein. Achten Sie beim Vergleichen auf sämtliche Details wie Kanten, Kabelführung, bewegliche Elemente oder Regler, bevor Sie eine Fritteuse kaufen. Bevorzugen Sie Markenprodukte, können Sie sich bei Herstellern wie Tefal, Philips, Bomann, Moulinex und DeLonghi umschauen. Aber auch Severin und Klarstein entwickeln gute Produkte.

3. Geräte-Art

Die Tabelle informiert über die drei bekanntesten Geräte-Typen:

Typ

Erläuterungen

Elektro-FritteuseBekannteste Fritteusen-Art. Sie erhitzt Fett mit einem elektrischen Heizstab, der in der Bodenplatte verbaut ist.
Kaltzonen-FritteuseBei einer Kaltzonen-Fritteuse befindet sich das Heizelement innerhalb des Behälters direkt im Fett. Dadurch kommt es zu einem Mehrschichten-System: das Fett über dem Heizelement ist heißer, als im Bereich darunter. Der Temperaturunterschied liegt bei rund 100°C. Speisereste verbrennen daher nicht, sondern sinken auf den Boden und können nach der Nutzung leichter entfernt werden. Die Kaltzone verhindert die Entwicklung des bedenklichen Acrylamids (Nähere Informationen siehe unten).
Heißluft-FritteuseNeben Fritteusen, die Frittiergut mit heißem Fett gar werden lassen, gibt es eine Alternative: die Heißluft-Fritteuse. Sie kommt ohne Fett aus und gewährleistet einen besonders schonenden Garprozess mit heißer Luft. Allerdings bleibt aufgrund der Abwesenheit von Fett der typische Frittiergeschmack aus.

Eine beispielhafte Heißluft-Fritteuse wird im nachfolgenden Review eines Verbrauchers authentisch vorgestellt:

Im Bereich der mit Fett arbeitenden Gerätschaften kann ein Modell mit rotierendem Korb die gesündere Alternative darstellen. Hierbei ist die Kontaktzeit der Speisen mit heißem Fett im Vergleich zu herkömmlichen Fritteusen wesentlich kürzer. Das Frittiergut kann sich weniger stark mit Fett vollsaugen

Ein Innenbehälter aus Edelstahl oder Teflon wäre generell von Vorteil. Von Aluminium-Gefäßen wird abgeraten.

4. Leistung der Fritteuse

1.000 bis 2.000 Watt sind bei handelsüblichen Fritteusen gängig. Zwar gibt es Varianten mit bis zu 3.500 Watt, außer einer kürzeren Erhitzungsdauer des Fetts hat dies jedoch keinen Vorteil.

5. Sichtfenster

Sie möchten das Gargut immer im Blick haben? Dann entscheiden Sie sich für ein Modell mit Sichtfenster. Bei einigen Produkten beschlagen die transparenten Zonen im Betrieb, was weniger positiv ist. Schließlich wäre die Sicht eingeschränkt. Informieren Sie sich entsprechend, ob dieses Problem bei Ihrem Favorit ein Thema ist.

6. Temperaturregulation

Die Temperatur einer Fritteuse sollte sich stufenlos einstellen lassen. Das ist für die erfolgreiche Zubereitung von Lebensmittel entscheidend. Für eine konstante Temperatur, muss der Thermostat einwandfrei funktionieren und zuverlässig sein.

„Auf über 170 Grad sollte das Fett oder Öl in der Fritteuse nicht erhitzt werden, auch wenn manche Modelle dank mehr Leistung bis zu 190 Grad realisieren können“, rät das Fritteusen-Expertenportal unter friteuse.org, wo Sie sich unter anderem näher über verschiedene Geräte-Typen informieren können. Die Temperaturgrenze von 170°C ist elementar, weil ab dieser Temperatur gesundheitsschädigendes Acrylamid entsteht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat unter bfr.bund.de ein Datenblatt zu Acrylamid erstellt und beantwortet darin die wichtigsten Fragen.

7. Geruchsminimierung

Frittieren ohne unangenehme Gerüche ist nahezu unmöglich. Es gibt jedoch Fritteusen, welche die Geruchsentwicklung durch Filtern eindämmen. Empfehlenswert sind Karbonfilter. Sie binden Geruchspartikel und hindern sie am Entweichen in die Raumluft.

8. Bedienung

Jedes Elektrogerät sollte einfach zu bedienen sein, um den Alltag zu erleichtern und das Zubereiten von Menüs zu beschleunigen. Werden oft unterschiedliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch frittiert, sind Gerätschaften mit entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten ratsam. Durch die Eingabe des jeweiligen Frittiergutes werden Temperaturen automatisch angepasst und optimale Garzeiten ermittelt. Um das Essen nicht zu vergessen oder die Lebensmittel verbrennen zu lassen, sind Timer mit akustischem Signal vorteilhaft. Sie melden es, sobald die Garzeit beendet ist. Eine Abschaltautomatik, welche das Gerät nach Ende der Garzeit ausschaltet, kann ebenfalls sinnvoll sein.

9. Wärmeisolation

Gut isolierte Fritteusen verhindern eine starke Erhitzung des Gehäuses. Für Haushalte mit Kindern besonders wichtig. Sollten jemand das Gerät außen berühren, besteht keine Verbrennungsgefahr. Ein Sicherheitsaspekt, der nicht zu unterschätzen ist.

10. Sicherheitsmechanismus

Ein wesentlicher Sicherheitsmechanismus betrifft das Absenken des Frittiergut-Korbes. Lässt sich dieser Arbeitsschritt nach dem Schließen des Fritteusen-Deckels erledigen, ist die Verletzungsgefahr durch spritzendes heißes Fett minimal. Ein Deckel mit Knopfdruck maximiert den Schutz.

11. Reinigung

Je nach Bauweise und Konstruktion kann sich die Reinigung des Küchenhelfers aufwändig gestalten. Wenn Sie eine Fritteuse kaufen, dann achten Sie darauf, dass sich alle Einzelteile im Inneren des Gerätes gut erreichen und herausnehmen lassen. Das erleichtert die Säuberung enorm. Im Idealfall ist der Deckel abnehmbar. Sind lose Elemente spülmaschinenfest, ersparen Sie sich viel Arbeit.

Ein Fettablass inklusive Schlauchsystem garantiert die komfortable Entfernung des Fettes aus dem Küchengerät. Viele Hersteller bauen hier einen Filter ein, womit Essensreste und Verschmutzungen vom Öl getrennt werden. Das gefilterte Öl lässt sich wiederverwenden.

Fazit

Um eine Fritteuse zu finden, die dem persönlichen Bedarf gerecht wird, müssen alle produktspezifischen Eigenschaften in die Kaufentscheidung einbezogen werden. Qualitativ sowie preislich muss mit markanten Unterschieden gerechnet werden. Während günstige Ausführungen bereits für unter 50 Euro zu haben sind, werden für Markengeräte der Einstiegsklasse rund 130 Euro verlangt. Ein Blick ins Internet lohnt sich beim Vergleichen immer, wenn Sie eine Fritteuse kaufen. Dort können Sie oft die attraktivsten Angebote ergattern.

Damit Sie beim Frittieren das richtige Fett einsetzen und die Zubereitung gelingt, lesen Sie ergänzend diese beiden Artikel:

Bildnachweis: mkroener85 / stock.adobe.com

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