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Die homöopathische Reiseapotheke: Gelsemium gegen Sommergrippe

Lesezeit: 2 Minuten Die Schweinegrippe ist in aller Munde, doch was tun, wenn man eine einfache Sommergrippe hat? Nach einem schwülen oder sehr heißen Tag hat es sich abends abgekühlt und Sie haben zu lange draußen gesessen oder Sie haben tagsüber versucht durch eine ständige Kühlung der flimmernden Hitze zu entkommen. Nun machen sich Kopfschmerzen und Fieber mit Schüttelfrost breit und Sie möchten möglichst schnell homöopathisch etwas dagegen tun.

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Die homöopathische Reiseapotheke: Gelsemium gegen Sommergrippe

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Gelsemium sempervirens – der gelbe Jasmin bei Sommergrippe
Das homöopathische Mittel Gelsemium sempervirens ist das erste Mittel, an das Sie bei einer Sommergrippe denken sollten. Besonders wenn Sie sich wie benommen fühlen, der Krankheitsverlauf eher schleppend ist und die ersten Anzeichen Frostschauer waren, die Ihnen den Rücken runter gelaufen sind, ist Gelsemium sempervirens das homöopathische Mittel der Wahl.

Ein anderes Mittel, das bei plötzlicher Abkühlung nach einem heißen Tag in Frage kommt ist Dulcamara. Hier tritt die Erkältung aber eher nach Durchnässung auf als nur durch Abkühlung. Gelsemium kann auch angezeigt sein, wenn Sie nach zu vielen eiskalten Getränken oder nach dem Genuss von zu viel Eiscreme krank geworden sind.

Die Sommergrippe-Symptome von Gelsemium sempervirens
Das Fieber bei einer Gelsemium-Grippe muss nicht sehr hoch sein, dennoch haben Sie ein starkes Krankheitsgefühl. Der dumpfe Kopfschmerz kann sehr heftig sein und zusammen mit dem Gefühl der Benommenheit im Vordergrund der Grippesymptome stehen. Zusätzlich können Schwindel, Zittern und häufiges Frösteln auftreten. Bei einer Gelsemium-Grippe verspüren Sie auch mit Fieber wenig Durst.

Die Glieder fühlen sich sehr schwer an. Andere Menschen bezeichnen Sie als teilnahmslos. Die Besserung der Symptome findet nur durch Wasserlassen statt. Durch Sonne, Hitze, Aufregung, Schreck und Rauchen werden die Symptome verschlimmert. Eine Gelsemium-Grippe erkennt man am besten an den halb geschlossenen Lidern des Patienten.

Gelsemium sempervirens als Konstitutionsmittel
Das homöopathische Mittel Gelsemium sempervirens kann auch als homöopathisches Konstitutionsmittel eingesetzt werden. Besonders bei Kindern, die starke Angst vor dem Alleinsein haben und der Mutter den ganzen Tag nicht von der Seite weichen, die unter intensivem Lampenfieber leiden, auch wenn sie nur ein kurzes Gedicht vortragen sollen und die nachts häufig rausmüssen um Wasser zu lassen, kann Gelsemium konstituionell hilfreich sein.

Bei Erwachsenen wird Gelsemium nicht so häufig in der homöopathischen Konstitutionsbehandlung eingesetzt. Auch hier ist Gelsemium eher bei Prüfungsängsten und Lampenfieber vor Präsentationen und Aufführungen indiziert.

Gelsemium sempervirens – wichtige Indikationen
Neben der Behandlung von Sommergrippe kommt das homöopathische Mittel Gelsemium auch bei Gastroenteritis und Migräne zur Anwendung. Darüber hinaus kann es bei Schwindel, Sehstörungen und Trigeminusneuralgien das richtige Mittel sein. Stehts verschlimmern sich alle Symptome durch Aufregung und Schreck und werden gebessert durch Ruhe und Wasserlassen.

Das häufige Urinieren und die geschwollenen, halb geschlossenen Lider, gelten als Leitsymptome für Gelsemium. Bei Durstlosigkeit bei Fieber kann auch das homöopathische Mittel Apis angezeigt sein. Bei einer Apis-Grippe stehen allerdings die Halssymptome mehr im Vordergrund und die Beschwerden bessern dich deutlich durch Kälte und Kühlung der betroffenen Bereiche. Auch ist die Ätiologie der Erkrankung nicht dieselbe.

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