Homöopathie Praxistipps

Die homöopathische Behandlung von Hämorrhoiden

Lesezeit: 2 Minuten Hämorrhoiden können sehr unangenehm sein und mit heftigen Beschwerden einhergehen. Je nachdem, mit welchen Beschwerden die Hämorrhoiden verbunden sind, kommen unterschiedliche homöopathische Mittel für die Behandlung infrage. Lesen Sie hier, welche homöopathischen Mittel angezeigt sind und wie sie wirken.

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Die homöopathische Behandlung von Hämorrhoiden

Die homöopathische Behandlung von Hämorrhoiden

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Hämorrhoiden – Lokalbefund, Modalitäten und Begleitsymptome

Für die Wahl des angezeigten homöopathischen Mittels ist es wichtig, Art und Aussehen der Hämorrhoiden zu kennen. Außerdem spielen die Modalitäten eine wichtige Rolle. Wenn Kälte die Beschwerden bessert, kommen beispielsweise andere Mittel infrage, als bei einer Verbesserung durch Wärme.

Wichtige Modalitäten sind auch die Verschlechterung durch Bewegung, durch Berührung oder durch Stuhlgang. Auch die Begleitsymptome können wichtig sein für die homöopathische Mittelwahl. Begleitend können Nasenbluten auftreten oder Rückenschmerzen.

Hämorrhoiden homöopathisch mit Aesculus hippocastanum behandeln

Als wichtigstes Mittel für die homöopathische Behandlung von Hämorrhoiden gilt Aesculus hippocastanum. Wenn Aesculus hippocastanum angezeigt ist, treten häufig schießende Schmerzen auf, die vom Rektum in den Rücken hochziehen. Im Rektum tritt ein Gefühl auf, als wären Stifte oder Holzstückchen darin eingeklemmt. Die Schleimhäute sind in der Regel trocken und der Anus wird schnell wund.

Hämorrhoiden homöopathisch mit Aloe vera behandeln

Das homöopathische Mittel Aloe vera ist besonders dann angezeigt, wenn Betroffene über das Gefühl eines Propfes im Rektum klagen. Die Hämorrhoiden können auch von einem starken Pulsieren begleitet werden. Der Anus ist schnell wund und die Hämorrhoiden bluten leicht.

Auslöser für die Hämorrhoiden bei Aloe-Patienten ist die sitzende Lebensweise. Auch ein übermäßiger Genuss von Bier und zu wenig Bewegung können Auslöser für die typischen Aloe-Hämorrhoiden sein. Kalte Anwendungen bessern die Beschwerden von Aloe-Patienten.

Hämorrhoiden homöopathisch mit Hamamelis virginiana behandeln

Das homöopathische Mittel Hamamelis wird ebenfalls sehr häufig bei Hämorrhoiden verordnet. Betroffene leiden zusätzlich zu den Hämorrhoiden unter Nasenbluten. Auch die Hämorrhoiden bluten leicht. Schon das Abwischen des Anus mit Klopapier kann heftige Blutungen auslösen.

Die Hämorrhoiden treten gemeinsam mit Verstopfung auf und verschlechtern sich durch geistige Anstrengung. Ist das homöopathische Mittel Hamamelis virginiana auch das passende Konstitutionsmittel, ist häufig ein starkes Verlangen nach sauer eingelegten Lebensmitteln vorhanden. Generell verschlechtern sich die Beschwerden durch feucht-warme Witterung.   

Die homöopathische Behandlung von chronischen Hämorrhoiden

Wenn Hämorrhoiden über einen längeren Zeitraum bestehen und wenig Beschwerden machen, ist eine homöopathische Konstitutionsbehandlung angezeigt. Hier kann durch eine ausführliche Anamnese ein passendes Mittel gefunden werden, das die Lebenskraft des Betroffenen anregt.

Das Konstitutionsmittel muss nicht zwangsläufig eines sein, dass häufig bei Hämorrhoiden gegeben wird. Sind die chronischen Hämorrhoiden immer mal wieder mit heftigen akuten Beschwerden verbunden, kann eines der oben beschriebenen Mittel als homöopathisches Akutmittel eingesetzt werden.

Fazit:

Es gibt viele verschiedene Mittel, die für die homöopathische Behandlung von Hämorrhoiden infrage kommen. Besonders häufig sind die Mittel Aesculus hippocastanum, Aloe vera und Hamamelis virginiana angezeigt. Um zwischen den verschiedenen Mitteln gut differenzieren zu können, ist es wichtig, die Modalitäten, den Lokalbefund und die Begleitsymptome zu kennen.

Chronische, lang bestehende Hämorrhoiden, die wenig Beschwerden machen, werden am besten mit dem angezeigten homöopathischen Konstitutionsmittel behandelt.  

Bildnachweis: SBH / stock.adobe.com

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