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Die häufigsten Verletzungen am Sprunggelenk: das Supinationstrauma

Lesezeit: 2 Minuten Das Umknicken des Sprunggelenks über das physiologische Maß hinaus ist eine der häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Jedoch tritt dieser typische Mechanismus, bei dem der Fuß im oberen Sprunggelenk meist innen "umknickt," ebenfalls oft bei Fehltritten im Alltag auf. Hierdurch werden die stabilisierenden Strukturen über das Maß hinaus überdehnt und je nach Ausmaß verletzt. Erfahren Sie hier mehr über die häufigste Verletzung am Sprunggelenk: das Supinationstrauma.

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Die häufigsten Verletzungen am Sprunggelenk: das Supinationstrauma

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Wenn der Fuß am Sprunggelenk umknickt…

Bei Fehltritten im Sport oder im Alltag (vor allem bei hohen Schuhen) ist ein häufiger Verletzungsmechanismus das Verdrehen des oberen Sprunggelenks nach innen. Diese Bewegung nennt man auch Supination, weshalb dieses typische Trauma in der Medizin auch Supinationstrauma genannt wird. Diese Bewegung geschieht so häufig in Form eines Unfalls, da der äußere Knöchel eine relativ instabile Stelle beim Sprunggelenk darstellt.

Wenn so ein Supinationstrauma erfolgt, dann kann es dabei zu Verletzungen der knöchernen Strukturen kommen. Häufiger treten jedoch Verletzungen des Kapsel-Band-Apparates auf, die sich in unterschiedlicher Ausprägung äußern können. Da das Fußgelenk über das normale Bewegungsausmaß hinaus gedreht wird, werden vor allem die stabilisierenden Bandstrukturen beansprucht.

Verschiedene Schweregrade einer Bandverletzung am Sprunggelenk

Je nach Ausprägung der Fehlbewegung und den darauf folgenden Bandverletzungen unterscheidet man 3 Schweregrade. Bei einem Supinationstrauma ist dabei aufgrund der Überdehnung meist ein Komplex aus mehreren Bändern am Außenknöchel  betroffen. Bei einer Bandverletzung Grad 1 handelt es sich lediglich um eine Überdehnung. Die einzelnen Mikrostrukturen der Bänder sind jedoch intakt.

Bei einer Bandverletzung am Sprunggelenk des Grades 2a sind weniger als 50%, bei Grad 2b mehr als 50% der Bandstrukturen verletzt. Grad 3 beschreibt dabei einen kompletten Riss oder auch Ruptur der entsprechenden Bänder. Verschiedene andere Weichteilverletzungen können dabei hinzukommen. Die Kapsel vom oberen Sprunggelenk, die Knochenhaut zwischen Schien- und Wadenbein oder auch Muskelstrukturen können betroffen sein.

Typische Symptome eines Supinationstraumas

Sehr schnell nach einem solchen Verletzungsvorgang entstehen neben
deutlichen Schmerzen, die sich beim Auftreten verstärken, ein deutliches
Hämatom am Außenknöchel sowie eine sofortige deutliche Schwellung. Der
betroffene Fuß kann nur unter Schmerzen bewegt werden. Schnelle Erstmaßnahmen sind als Behandlungsmaßnahmen erforderlich: Kühlen und das betreffende Bein hochlegen.

Außerdem helfen in den meisten Fällen feste Kompressionsverbände
sowie manuelle Lymphdrainage zur Schwellungsreduktion. Langfristig
gesehen kann ab einem Supinationstrauma Grad 2 eine Instabilität beim
Sprunggelenk entstehen. Das Fußgelenk würde funktionell stark
beeinträchtigt werden, was im Alltag für Sie zu Unsicherheiten führen würde. Eine gezielte
krankengymnastische Nachbehandlung ist ab diesem Verletzungsgrad also
notwendig.

In jedem Fall sollten Sie aber immer bei einer Verletzung am Sprunggelenk einen Arzt aufsuchen.

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