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Die häufigsten Herzkrankheiten: Mykoarditis

Lesezeit: 2 Minuten Das Herz wird von mehreren Muskeln angetrieben. Doch wenn einer der großen Herzmuskeln nicht mehr richtig funktioniert, weil er entzündet ist, drohen enorme Schäden. Daher wollen wir im dritten Teil der Serie „Die häufigsten Herzkrankheiten“ einen Blick auf die Herzmuskelentzündung (Myokarditis) werfen.

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Die häufigsten Herzkrankheiten: Mykoarditis

Die häufigsten Herzkrankheiten: Mykoarditis

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Die Myokarditis ist keine eigene Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Entzündungen des Herzmuskels. Dabei kann die Entzündung verschiedene Ursachen haben. In der Regel verläuft die Herzmuskelentzündung harmlos und ohne Symptome zu entwickeln. Dann ist sie auch ungefährlich. Dass man die Myokarditis meistens nicht bemerkt, macht sie aber so gefährlich. Denn eine Herzmuskelentzündung kann zu Herzrhythmusstörungen und sogar zum plötzlichen Herztod führen.

Wie viele Menschen wirklich eine Herzmuskelentzündung hatten oder haben, ist nicht bekannt. Schätzungen in den USA gehen davon aus, dass bei je 100.000 Einwohnern zwischen 1 und 10 Fälle im Jahr auftreten.

Die Herzmuskelentzündung ist eine häufige Folge eines grippalen Infekts. Mediziner nehmen an, dass bei 1-5 Prozent aller Grippe-Patienten auch das Herz in Mitleidenschaft gerät und sich der Herzmuskel entzündet. Wenn man hier das Herz belastet, steigt das Risiko für die schweren Herzprobleme.

Ursachen für die Herzmuskelentzündung

Man geht davon aus, dass rund die Hälfte aller Myokarditis-Fälle durch Enteroviren verursacht werden. Auch Grippeviren und Mumpsviren und einige weitere Erreger können den Herzmuskel befallen. Auch bakterielle Erreger, sogar Pilze und Parasiten können die Entzündung verursachen, sodass ein klarere „Übeltäter“ nicht ausgemacht werden kann. Daher ist ein Schutz vor der Myokarditis auch schwierig.

Symptome der Myokarditis

Wie bereits erwähnt bilden sich bei der Herzmuskelentzündung keine spezifischen Symptome heraus. Bei den meisten Patienten bleibt die Myokarditis unentdeckt. Bei den Übrigen können sich unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Atemnot, allgemeines Unwohlsein oder Palpitaionen, bei denen man den eigenen Herzschlag wahrnimmt, auftreten. Bei rund 60 Prozent der Fälle geht ein grippaler Infekt voraus, der ja oft die gleichen Begleiterscheinungen hat. Auch daher bleibt die Myokarditis oft unentdeckt.

Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt

Wenn die Herzmuskelentzündung klare Symptome ausbildet, treten bei 10-30 Prozent Schmerzen im Brustkorb auf, die an einen Herzinfarkt erinnern. Bei rund 5-15 Prozent kommt es zu Herzrhythmusstörungen. Bei 60-70 Prozent tritt eine akute Herzschwäche (Herzinsuffizienz) auf. Dramatisch ist es bei 5-10 Prozent aller Myokarditis. Bei ihnen resultiert die Herzmuskelentzündung in einem kardiogenem Schock.

Um dieses Risiko auszuschließen, sollte man gerade bei einer Grippe mit hohem Fieber auch danach das Herz auf jeden Fall schonen und selber auf seinen Herzrhythmus achten. Pro Tag Fieber sollte man eine Woche keinen Sport treiben oder zumindest seinen Arzt konsultieren, bevor man aktiv wird. Dazu zählen auch schon längere Spaziergänge oder körperliche Arbeit an der frischen Luft. Ein Kardiologe kann beispielsweise auf dem Röntgenbild erkennen, ob der Herzmuskel entzündet ist. Dann ist das Herz unter dem Röntgenbild vergrößert. Auch unter dem MRT ist die Myokarditis in der Regel zu erkennen.

Bildnachweis: rh2010 / stock.adobe.com

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