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Die größten Irrtümer: Stehen Sie immer zu Ihrem Kind, auch vor dem Lehrer

Lesezeit: 3 Minuten Kinder brauchen Liebe, Fürsorge und die Unterstützung Ihrer Eltern. Sie müssen erfahren, dass es Menschen gibt, die immer hinter ihnen stehen, egal was passiert. Ist das auch Ihr Erziehungsansatz? Aber würden Sie Ihr Kind aus diesem Grund auch bei Fehlverhalten vor dem Lehrer in Schutz nehmen? Dann lesen Sie hier, warum diese Methode auch negative Auswirkungen hat.

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Die größten Irrtümer: Stehen Sie immer zu Ihrem Kind, auch vor dem Lehrer

Die größten Irrtümer: Stehen Sie immer zu Ihrem Kind, auch vor dem Lehrer

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Unterstützung muss sein, aber nicht in jedem Fall

Sie wollen bestimmt das Beste für Ihr Kind und bestimmt will auch Ihr Kind nur das Beste tun, meistens zumindest. Aber manchmal, da treibt Ihr Kind auch Schabernack mit Ihnen und mit anderen und das ist ganz normal. In diesen Fällen ist es aber wichtig, dass Ihr Kind eindeutig aufgezeigt bekommt, wo die Grenzen liegen und das ist in erster Linie Ihre Aufgabe als Eltern.

Ein Kind muss lernen, was richtig und was falsch ist und das schaut es sich bei Ihnen ab. Darum ist es in der Kindererziehung nicht nur wichtig, dem Kind Unterstützung zukommen zu lassen, sondern auch klar zu machen, wenn etwas nicht richtig war.

Nur dann kann Ihr Kind sein Verhalten auch richtig einschätzen lernen. Ersparen Sie ihm also nicht das bisschen Ärger, erklären Sie ihm lieber, welches Verhalten welche Konsequenzen hat. Denn alles, was Ihr Kind nicht bei Ihnen lernt, muss es woanders lernen und da könnten die Konsequenzen härter sein. Denken Sie daran, Sie ersparen ihrem Kind nichts, Sie enthalten Ihm nur wichtige Erkenntnisse vor.

Verantwortung übernehmen

Ihr Kind muss an Ihren Reaktionen auf sein Verhalten erkennen können, wann es etwas richtig gemacht hat und wann etwas falsch gelaufen ist. Dabei ist es wichtig, ihm die Verantwortung für sein eigenes Handeln aufzuzeigen. Nur so lernt ein Kind, dass die Dinge in seiner Hand liegen und das ist ein gutes Gefühl, das stark macht.

Loben Sie Ihr Kind, wenn es etwas gut gemacht hat und scheuen Sie nicht davor zurück, zu kritisieren, wenn etwas nicht gut war. Erklären Sie ihm dabei nicht nur, wo der Fehler lag, sondern zeigen Sie ihm auch auf, wie es in Zukunft besser handeln kann. Nur so kann Ihr Kind aus der Situation lernen und empfindet diese nicht nur als frustrierend.

Dabei sollten Sie möglichst konsequent sein, damit für das Kind auch deutlich wird, was gut und was falsch ist. Auf ähnliche Handlungen des Kindes, sollten auch ähnliche Reaktionen Ihrerseits folgen, das erfordert Disziplin von beiden Seiten. Es geht nicht nur darum, dass Ihr Kind Verantwortung lernen muss, auch Sie zeigen damit, dass Sie bereit  sind Verantwortung zu übernehmen.

Diese Strategie ist für Sie nämlicher anstrengender als immer nur der „gute Cop“ zu sein. Sicher, Sie riskieren so auch mal einen Streit, aber Sie ersparen sich und Ihrem Kind auch die Folgen, die es haben kann, wenn Sie jetzt nicht konsequent sind. Und den Ärger, den Sie jetzt mit Ihrem Kind riskieren, wird es Ihnen später wahrscheinlich einmal danken, denn richtiges Verhalten zu erlernen, öffnet eine Menge Türen.

Ihr Kind muss Lehrer und andere Autoritätspersonen respektieren

Die Schule ist ein Ort des Lernens, auch was das soziale Verhalten anbelangt. Wenn ein Schüler in der Schule einen Fehler begangen hat, dann ist es die Aufgabe des Lehrers es dafür zur Verantwortung zu ziehen, genauso wie dies Zuhause Ihre Aufgabe ist. Denken Sie daher daran, dass der Lehrer Ihrem Kind nichts Böses will, sondern er ist dafür da, den Kindern etwas beizubringen.

Sie sollten den Lehrer daher in der Regel unterstützen und damit tun Sie auch Ihrem Kind einen Gefallen. Denn Ihr Kind beurteilt die Lage wahrscheinlich auch danach, wie Sie die Situation einschätzen. Sorgen Sie also lieber dafür, dass Ihr Kind die Logik der Strafe einsieht und den Fehler nicht noch einmal begeht.

Wenn Sie ihm dagegen vermitteln, dass der Lehrer Unrecht hat, wird sich Ihr Kind ungerecht behandelt fühlen und sich als Benachteiligter sehen. Außerdem wird es den Fehler vielleicht noch einmal begehen und unter erneuter Strafe leiden müssen. Sie tun Ihrem Kind keinen Gefallen, wenn es Entscheidungen von Autoritätspersonen grundsätzlich nicht akzeptieren kann, denn solche Menschen wird es auch in seinem Leben als Erwachsener geben.

Andererseits haben Autoritätspersonen natürlich nicht von Natur aus Recht. Sollten Sie erhebliche Zweifel an dem Verhalten des Lehrers hegen, sollten Sie diese in einem Gespräch mit ihm erläutern. Halten Sie Ihr Kind aber aus dieser Diskussion heraus und erklären Sie ihm das Resultat so, dass es dieses nach Möglichkeit annehmen kann.

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

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