Computer Praxistipps

Die größten Irrtümer: Es gibt keine Handy-Viren

Lesezeit: 3 Minuten Wir alle kennen PC-Viren. Ein falscher Link gedrückt, eine falsche E-Mail geöffnet, schon ist es passiert. Daten verschwinden, Festplatten werden gelöscht, der ganze PC ist unbrauchbar. Das Ergebnis: Im schlimmsten Fall müssen Sie den ganzen PC formatieren. Kaum bekannt ist, dass auch unsere Handys einem Virus zum Opfer fallen können.

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Die größten Irrtümer: Es gibt keine Handy-Viren

Lesezeit: 3 Minuten

Unsere Handys, sind mittlerweile nicht mehr "nur" Handys. Sie werden immer mehr zu kleinen PCs, sie haben einen wichtigen Platz im Privat- und Geschäftsleben eingenommen.

Wichtige Informationen und Dateien, wie Texte, Bilder,  E-Mails und Kontaktdaten sind selbstverständlich darauf gespeichert. Insbesondere Online-Banking, Zugangsdaten und Kontodetails werden gerne auf dem Handy verwaltet. Kaum einer denkt an eine Sicherheitskopie oder Daten-Verschlüsselung, es ist ja nur ein Handy, was soll schon passieren?

Falsch! Auch unsere Handys und Smartphones können von Viren, Würmern, Spyware und Trojanern befallen werden. Der Schaden kann harmlos sein, aber auch das ganze Gerät zerstören. Was sind Handy-Viren und wo lauern Gefahren? Wie kann ich mich und
mein Handy vor einem Virus schützen? Und wie kann ich einen Virus wieder
loswerden?

Was sind Handy-Viren?

Prinzipiell besteht kein großer Unterschied zwischen Computer- und Handy-Viren. Es sind Programme, oder so genannte Programmroutinen, die bestimmte Befehle oder Codes ausführen, um sich aktiv in das "Opfer-Betriebssystem"  oder in andere Programme einzuspeisen.

Das Ergebnis sind Fehlfunktionen in Hardware, Software oder im Betriebssystem.
Zum Beispiel können SMS und MMS automatisch beantwortet werden, versehen mit einer Kopie des Virus, oder selbstständige Anrufe an unbekannte Nummern ausgeführt werden. Im schlimmsten Fall wird das Gerät komplett unbrauchbar.

Wo lauern Gefahren?

Handyviren lauern in allem Unbekannten, im und außerhalb des Internets. Die kleinen Programme verstecken sich hinter unseriösen Links und Downloads. Jedoch schleusen Handy-Viren sich auch gerne per SMS, MMS, und E-Mail ein. Spezielle Vorsicht ist bei einem Link via SMS geboten, überzeugen Sie sich von der Seriosität der Quelle und dem Versender, um dem Virus nicht in die Hand zu spielen.Höchste Vorsicht ist geboten, wenn es um Online-Banking geht. Zur Sicherheit sollten Sie dies an einem gesicherten Gerät, beispielsweise dem persönlichen und geschützten PC zuhause, durchführen.

Wie kann ich mich und mein Handy vor einem Virus schützen?

Schützen können Sie sich und Ihr Handy vor Viren "auf dem üblichem Weg".
Zahlreiche, teils auch kostenfreie, Anti-Virus-Apps sind auf dem Markt. Achten Sie hier auf Bewertungen anderer User. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher und investieren Sie in einen qualitativ hochwertigen Schutz, falls Sie sich nicht sicher sind, ob der kostenlose Dienst genügt.

Reicht Ihnen das Angebot Ihres App-Stores nicht aus? Auch außerhalb eines App-Stores können Sie entsprechende Software erwerben. Hersteller von spezieller Handy-Anti-Virus-Software sind zum Beispiel F-Secure, Kaspersky oder Symantec. Achten Sie beim Laden einer Datei oder App immer auf die Seriosität der Quelle und die Nutzungsbedingungen, um dem Virus zu entgehen. Zweifelhafte Rechte, wie der Zugriff auf Adressen oder GPS-Daten sollten Sie misstrauisch stimmen.

Halten Sie den Stand Ihrer Software aktuell. Viren und Malware gelangen meist durch Sicherheitslücken im Betriebssystem auf Ihr Gerät. Um sich vor Viren zu schützen, sollten Sie also immer und regelmäßig wichtige neue Updates installieren.

Viele Viren und Würmer können auch via Bluetooth auf Ihr Smartphone gelangen. Schalten Sie diese Option aus, wenn Sie nicht verwendet wird. Nach einem Datentransfer sofort wieder deaktivieren, zusätzlich sparen Sie Akkuleistung. Als Hinweis auf einen Handy-Virus kann die Mobilfunkrechnung sein. Unbekannte Verbindungen, die die Rechnung in die Höhe treiben oder ungewöhnlich viele SMS oder MMS Versendungen. Jede Unregelmäßigkeit sollte geprüft und verfolgt werden. Im Zweifel wenden Sie sich an Ihren Anbieter, um dem Problem auf den Grund zu gehen.

Achten Sie auf die Aktivität Ihres Handys. Das Versenden von SMS und MMS kann von akustischen und optischen Signalen, Aufleuchten des Displays, begleitet werden. Steht Ihr Handy nicht mehr still, handeln Sie! So können Sie den Virus erkennen, bevor die hohe Rechnung des Anbieters anfällt.

Wie werden Sie den Virus wieder los?

Um den Virus wieder los zu werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein Virenscanner kann die schädliche Datei oder Software in Quarantäne setzen, so wird der Virus unschädlich gemacht. Selbst vom Handynutzer durchzuführen, ist ein sogenannter Masterreset. Führt Ihr Verwaltungssystem am Rechner einen solchen Optionsbutton nicht, fragen Sie bei Ihrem Hersteller nach einer bestimmten Tastenkombination für diesen Fall. So können Sie Ihr Gerät wieder auf die Werkeinstellungen zurücksetzen.

In diesem Fall gehen alle Daten und Kontakte verloren. Führen Sie also präventiv regelmäßig Sicherheitsduplikationen aus, die Sie extern sichern. Ist es für ein solches Duplikat zu spät, Ihr Handy von einem Virus bereits verfallen, versuchen Sie vor dem Reset vorhandene Daten noch zu retten.

Wenn Sie sich mit dem Umgang mit dem Virus nicht sicher sind, suchen Sie im Zweifel einen Fachmann auf.

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