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Die Eberesche – von wegen giftig

Lesezeit: 2 Minuten Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die Beeren der Eberesche giftig sind. Damit wird der Vogelbeere, Drosselbeere, Quitsche, Krametsbeerbaum oder wie sie auch andernorts genannt wird bitter unrecht getan.

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Die Eberesche – von wegen giftig

Die Eberesche – von wegen giftig

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Die Beeren von Sorbus aucuparia – so lautet der botanische Name der Eberesche – sind alles andere als giftig, sondern haben einen hohen Vitamingehalt. Die rohen Früchte enthalten allerdings eine Säure, die möglicherweise zu Magenverstimmungen führen kann. Mit dem Kochen löst sich das Problem und die Beeren können auch in größeren Mengen gegessen werden. Sie werden meist zu Saft, Marmelade oder Gelee verarbeitet. Inzwischen gibt es neben der Wildform auch viele verschiedene Zuchtformen der Eberesche, die meist durch große und etwas wenig bittere Früchte auffallen.

Die Beeren der Eberesche sind erst nach dem ersten Frost richtig reif

Pflückreife Beeren  der Eberesche haben eine tiefe und kräftige Farbe und sind leicht weich, aber nicht matschig. Beim Kosten stellt man fest, dass auch die Zuchtformen meist doch relativ bitter sind. Richtig reif sind die Ebereschen, ähnlich wie Schlehen, erst nach dem ersten Frost. Dann werden sie auch etwas süßer. Der Winter lässt hoffentlich noch eine Weile auf sich warten, aber meist sind die Beeren vorher schon von den Vögeln aufgefressen und uns bleiben nur leere Bäume.

Hier hilft ein einfacher Trick: Die Beeren einmal kurz in der Gefriertruhe durchfrieren lassen.

Abgesehen von dem schon erwähnten hohen Vitamin-C-Gehalt enthalten die Beeren auch Bitter- und Gerbstoffe, die sich günstig auf das Gleichgewicht des Verdauungssystems auswirken können. Der Grundstoff für die magenfreundlichen Sechsämtertropfen aus dem Fichtelgebirge liefern übrigens Vogelbeeren.

Die Verarbeitung der Eberesche-Beeren ist regionsabhängig

Regional werden die Beeren der Eberesche ganz unterschiedlich verarbeitet. In Böhmen wird aus ihnen z.B. ein Fruchtmus gekocht, das wie Preiselbeeren zum Wildbraten gereicht wird. In anderen Gegenden werden aus ihnen Wein oder Schnaps gemacht. Oft werden sie auch mit anderen Früchten zusammen verwendet.

Ein Beispiel dafür ist die Vogelbeer–Apfelmarmelade. Dazu braucht man eine Tüte Gelierzucker 3:1. Dann verarbeitet man nach der aufgedruckten Anweisung 400 g tiefgekühlte Ebereschen, 600 g klein geschnittene Äpfel, 5 g Zitronensäure, 350 g Zucker, etwas abgeriebene Zitronenschale mit 250 ml Wasser. Zuletzt kommen noch 50 ml Obstler dazu, alles wird nochmals kurz aufgekocht und heiß in die Gläser gefüllt. Lecker als Brotaufstrich und zu Wildgerichten.

Bildnachweis: maxandrew / stock.adobe.com

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