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Die E-Nummern bei Lebensmitteln: Welche Sie besser meiden (Teil 1)

Lesezeit: 2 Minuten Wir begegnen ihnen auf Schritt und Tritt: den geheimnisvollen E-Nummern, hinter denen sich bei Lebensmitteln bestimmte Zusatzstoffe verbergen. Vor allem auf Verpackungen tauchen sie gern und häufig auf, aber auch auf Speise- und Getränkekarten der Gastronomie sind sie durchaus zu finden. Bei welchen E-Nummern ist Vorsicht geboten?

2 min Lesezeit

Die E-Nummern bei Lebensmitteln: Welche Sie besser meiden (Teil 1)

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Warum gibt es überhaupt E-Nummern?
Die ominösen E-Nummern sind ein international vereinheitlichter Code für Lebensmittel-Zusatzstoffe. "E" steht hierbei für Europa, genauer für die Staaten der EU. Allerdings werden die E-Nummern auch von Ländern verwendet, die nicht zur EU gehören, wie die Schweiz beispielsweise.

Welchen Zweck haben die Zusatzstoffe der E-Nummern?
Die als E-Nummern deklarierten Zusatzstoffe sorgen für Haltbarkeit, ein ansprechendes Aussehen und verändern oder verstärken das Aroma und den Geschmack von Lebensmitteln – ob das im Einzelfall sinnvoll und gesund ist, sei an dieser Stelle erst einmal dahingestellt. Die wichtigsten Gruppen sind:

  • Farbstoffe (E 100-E 180)
  • Konservierungsstoffe (E 200-297, E 925, E 926)
  • Antioxydationsmittel (E 300-E 321)
  • Emulgatoren, Stabilisatoren, Säuerungsmittel
  • Verdickungs- und Geliermittel
  • Überzugmittel
  • Füllstoffe
  • Geschmacksverstärker
  • Süßstoffe

Sind als E-Nummern deklarierte Zusatzstoffe schädlich?
Die E-Nummern-Zusatzstoffe müssen gesundheitlich unbedenklich sein. Um das zu erreichen, gibt es festgelegte Höchstmengen. Das Verfahren ist streng und soll sicherstellen, dass selbst bei extrem einseitiger Ernährung keine gesundheitliche Gefahr entsteht. Übrigens verbergen sich hinter den E-Nummern keinesfalls nur "künstliche" Zusatzstoffe. Auch natürliche Substanzen wie Vitamin C und Sauerstoff haben eine E-Nummer.

Gibt es bei den E-Nummern ein Restrisiko?
Ja, in der Tat stehen eine ganze Reihe von Stoffe der E-Nummern im Verdacht, Allergien auszulösen. Dazu zählen vor allem:

  • Azofarbstoffe können Allergien auslösen: E 102 (Tartrazin-Gelb), E 104 (Chinolingelb), E 110 (Gelborange S), E 122 (Azorubin ), E 123 (Amaranth-Rot), E 124 (Cochenillerot) und E 127 (Erythrosin-Rosa).
  • Besonders häufig kommt es zu allergischen Reaktionen bei Tartrazin-Gelb (E 102), vor allem bei denjenigen, die auf Acetylsalicylsäure (Wirkstoff von Aspirin) sowie auf natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommende Salicylate allergisch reagieren.
  • Konservierungsstoffe können für Allergiker, Asthmatiker und Leberkranke problematisch werden.
  • Besondere Vorsicht empfiehlt sich gegenüber Nitritpökelsalz (eine Mischung aus Kochsalz und Natriumnitrit E 250 und manchmal auch Kaliumnitrit E 249). Nitritpökelsalz wird verdächtigt, Krebs auszulösen. Es wird sehr oft bei Fleischprodukten verwendet (vor allem bei Schinken, Salami, Würsten), um eine (durchaus lebensgefährliche!) Bakterienbildung zu verhindern.
  • Auch kritisch sind auf Schwefelverbindungen basierende Konservierungsmittel (E 220-228).

Wie lässt sich am besten auf E-Nummern verzichten?

  • Kaufen Sie nach Möglichkeit keine fertig verpackten und industriell hergestellten Lebensmittel.
  • Achten Sie bei abgepackter Ware genau auf die Zusatzstoffe und E-Nummern.
  • Kaufen Sie bei Fertigware lieber Bio-Produkte, für diese werden deutlich weniger Stoffe mit E-Nummern verwendet als bei Produkten aus konventionellen Zutaten.

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