Fotografie Praxistipps

Die Blaue Stunde in der Digital-Fotografie

Lesezeit: 2 Minuten Der Begriff "Blaue Stunde" stammt ursprünglich aus der Poesie und beschreibt zwei Zeitspannen: Die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit sowie die Zeit kurz vor Sonnenaufgang, in der das künstliche Licht in etwa dieselbe Helligkeit wie das natürliche Licht hat. Fast unbemerkt findet in der Natur kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang eine wundersame Wandlung statt.

2 min Lesezeit

Die Blaue Stunde in der Digital-Fotografie

Lesezeit: 2 Minuten

Bei klarem Himmel verändert sich die Farbe des Lichts von Minute zu Minute: Morgens geht das tiefe Blau über zunehmendes Rot in Tageslicht über und am Abend, wenn die Sonne noch knapp über dem Horizont steht, sieht man erst gelbrotes Licht, das dann nach und nach in das nächtliche Blau übergeht. Diese Zeit nennt man die "Blaue Stunde".

Die Blaue Stunde
Diese Zeit können Sie für eine spezielle Form der "Available Light"-Fotografie nutzen und Fotos machen, deren Stimmung sich ganz wesentlich von Fotos unterscheidet, die am selben Ort mit Tageslicht gemacht wurden. Eine besondere Wirkung hat diese Lichtstimmung durch den starken Gegensatz der Farbtemperaturen des natürlichen Lichts von ca. 9.000 Kelvin und der künstlichen Beleuchtung mit Farbtemperaturen zwischen 2.500 und 4.000 Kelvin.

Was bedeutet Blaue Stunde?
Ihren Namen hat die Blaue Stunde von der tiefblauen Färbung des klaren Himmels in den späten Abend- und den frühen Morgenstunden. Sie kommt durch die unterschiedliche Streuung des Sonnenlichts in der Atmosphäre und die Filterwirkung der Ozonschicht zustande. Während zu Zeiten des Tageslichts die Sonnenstrahlung den kurzen direkten Weg durch die Atmosphäre nimmt, erreicht uns das Sonnenlicht während des Sonnenauf- und -untergangs nur über den wesentlich längeren Weg über den Horizont.

In der Luft werden die Farben des Sonnenlichts unterschiedlich stark gebrochen: Rot und Gelb am schwächsten, Blau und Violett am stärksten. Solange die Sonne noch knapp über dem Horizont steht, wirkt die Umgebung wie in rotes Licht getaucht, da sie zu diesem Zeitpunkt noch direkt von der Sonne angestrahlt wird. Direkt nach dem Sonnenuntergang erreicht die Erde nur noch das blaue Streulicht der hinter dem Horizont stehenden Sonne.

Darüber hinaus absorbiert die in 15 bis 25 km Höhe gelegene Ozonschicht vor allem Wellenlängen oberhalb von Blau und reflektiert hauptsächlich Blau und Violett. Wenn noch eine leichte Bewölkung vorhanden ist, erscheinen die wesentlich tiefer stehenden Wolken oft noch in einem tiefen Rot, da sie von der hinter dem Horizont liegenden Sonne weiter direkt beschienen werden. Sie bilden dann einen beeindruckenden Farbkontrast zu dem dunkler werdenden, tiefblauen Himmel.

Wann genau findet die Blaue Stunde statt?
Da der Zeitraum dieses besonderen Lichts sehr kurz ist, müssen Sie wissen, wann die Blaue Stunde beginnt, um sich vorher möglichst gut vorbereiten zu können. Im Internet finden Sie Tabellen wie z.B. hier http://www.deltadelta.de/nmz/blauestunde.html , die Ihnen die Zeiten der Blauen Stunde für viele Orte im Voraus anzeigen. In vielen Tageszeitungen finden Sie auf der Wetterseite ebenfalls den Zeitpunkt von Sonnenaufgang und -untergang. Kalkulieren Sie mit einem Zeitraum, der 45 Minuten vor Sonnenaufgang beginnt und 45 Minuten nach Sonnenuntergang endet.

Denken Sie daran, dass für das Fotografieren während der Blauen Stunde ein weitestgehend klarer Himmel nötig ist. Eine dichte Wolkendecke filtert alles heraus, was Sie für das Fotografieren während der Blauen Stunde zwingend benötigen.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: