Computer Praxistipps

Die besten Tipps zur Erstellung der eigenen Homepage

Wer heutzutage seine eigene Homepage erstellen möchte, bekommt einen breiten Katalog von Möglichkeiten geboten. Angefangen bei einfachen Blogsystemen wie etwa Blogspot, für die nur eine kostenlose Registrierung notwendig ist bis hin zu umfangreicheren Varianten wie der bekannten Software Wordpress ist fast alles möglich und erlaubt es dem Nutzer, Bilder, Texte, Videos und vieles mehr mit der Welt zu teilen.

Die besten Tipps zur Erstellung der eigenen Homepage

Die besten Tipps zur Erstellung der eigenen Homepage

Aller Anfang ist schwer? – Der Aufbau einer Website

Website-Baukasten

Die Zeiten, in denen der Aufbau einer Website noch grundlegendes technisches Knowhow voraussetzte, sind im Grunde vorbei. Stattdessen gibt es viele sogenannte Baukästen-Systeme, die den zukünftigen Nutzer bei allen Prozessen unterstützen. Komplizierte Scriptsprachen müssen daher nicht beachtet werden, stattdessen kommt ein sogenannter WYSIWYG-Editor („What you see is what you get“) zum Einsatz.

Dabei werden fertige Vorlagen genutzt, die meist auf bestimmte Branchen und Zielgruppen zugeschnitten sind, selbst die Texte werden bereits fertig geliefert (können aber natürlich auch nach Belieben verändert werden). Individuelle Wünsche und Anpassungen sind dafür zwar kaum möglich, für erste Versuche oder bei geringen Ansprüchen reichen die Baukästen aber allemal. Zu finden sind die einsteigerfreundlichen Systeme beispielsweise bei Jimdo oder 1&1.

Die fertige Content-Management-Umgebung

Neben kompletten Softwarepaketen wie Typo3 oder Reddot, die eine umfangreiche Einarbeitung benötigen, gibt es auch einige Gestaltungsumgebungen, die besonders einfach für die Entwicklung statischer Seiten geeignet sind und zudem in der Regel kostenfrei verwendet werden können. Zum einen ist hier WordPress.com zu nennen, welches vor allem für Firmen oder Privatpages geeignet ist, allerdings darf dort keine Werbung geschaltet werden. Zum anderen ist außerdem Blogger empfehlenswert, welches sich auch für kommerzielle Websites eignet, dafür aber an eine recht fixe Struktur gebunden ist.

Der eigene Webspace

Wer die eigene Homepage von Grund auf selbst erstellen möchte, benötigt zunächst eine eigene Domain und Webspace. Anbieter mit vielen preiswerten Konditionen gibt es in diesem Bereich viele, bekannt sind unter anderem Strato, United Domains oder All-Inkl. Der Webspace sollte PHP und MySQL in den neuesten Versionen unterstützen, damit verschiedene Content-Management-Systeme darauf installiert werden können. Die Grundlagen von HTML und CSS sollten in diesem Fall aber unbedingt vorhanden sein, damit die Gestaltung und Programmierung einfach von der Hand gehen.

Hier ist gerade für Neulinge verhältnismäßig viel Einarbeitungszeit notwendig, denn zunächst muss das gewünschte System auf dem Webspace installiert werden, dann erfolgen viele individuelle Anpassungen und auch das Hochladen von Dateien per FTP kann zunächst verwirrend sein. Allerdings gibt es auch hier viele gut durchdachte Templates (eine Art zusätzliche Vorlage, die oftmals kostenpflichtig ist), die sich nutzen lassen und die Bedienung stark vereinfachen. Letztendlich ist es vor allem die erste Einarbeitung, die manch einen Neuling schnell aufgeben lässt. Andererseits hat der Websiteinhaber jedoch die volle Freiheit der Gestaltung und kann die Homepage in jedem Detail so aussehen lassen, wie er es wünscht.

Web-Editoren

Um den Umgang mit HTML und CSS zu erleichtern, bietet sich die Nutzung eines Web-Editors an. Das bekannteste Beispiel dürfte der HTML Editor Phase 5 sein, mit dem sich viele einzelne Befehle einfach per Mausklick einfügen lassen, anstatt sie umständlich zu schreiben. Zudem ist das Programm ein Freeware-Titel.

Die eigene Homepage – wie sieht es mit der Rechtslage aus?

Nahezu jedes Unternehmen greift mittlerweile auf das Internet zurück und macht mit einer eigenen Homepage auf sich aufmerksam. Ebenso zieht es aber auch Privatleute in das World Wide Web, die die eigene Website als Form der Selbstdarstellung oder für ihr Hobby verwenden möchten. Ganz gleich, welche Gründe es letztendlich sind – wer eine Homepage hat, der muss auch einige rechtliche Vorgaben beachten und sollte sich vor gefährlichen Stolpersteinen in Acht nehmen.

Zum Tragen kommt dabei das sogenannte Telemediengesetz (kurz TMG), welches Vorschriften für Informations- und Kommunikationsdienste umfasst, worunter so gut wie alle Homepages fallen. So ist es beispielsweise Pflicht, über ein Impressum zur Anbieterkennzeichnung zu verfügen, durch das der jeweilige Dienstleister genau bezeichnet werden kann.

Als Dienstleister gelten in diesem Zusammenhang übrigens nicht nur Onlineshops, sondern auch Informationsforen oder Webportale. Um sich rechtlich abzusichern, sollten unsichere Websitebetreiber sich bei Bedarf Hilfe von fachkundigen Spezialisten holen, so wie sie beispielsweise unter der Deutschen Anwaltshotline zu finden sind – auf diesem Wege wird eine umfangreiche rechtliche Überprüfung durch einen selbständigen Rechtsanwalt durchgeführt, der dem Websitebetreiber nicht nur Sicherheit verschafft, sondern ihn zukünftig auch vor Abmahnungen und Bußgeldern schützt. Unter anderem werden dabei folgende Punkte genauer beleuchtet:

  1. Haftungsrisiken wegen Verlinkung zu externen Seiten
  2. Urheberrechtliche Risiken bei der Verwendung von Texten und Bildern
  3. Vereinbarkeit von Widerrufs- und Rückgaberechtsbelehrung mit §§ 312 ff BGB
  4. Übereinstimmung von Impressum- und Datenschutzbelehrung mit dem Telemediengesetz und der Dienstleistungs- und Informationspflichten-Verordnung

Das Design

Sicherlich ist auch der Faktor Design nicht zu verachten, wenn es um die eigene Homepage geht. Schließlich geht damit auch eine gute Usability, also Benutzerfreundlichkeit einher, sodass die User möglichst lange verweilen und sich umschauen. Generell gibt es einige bewährte Praktiken, die bereits bekannt sind und fast überall Verwendung finden – so ist das Unternehmenslogo einer Website meist in der oberen linken Ecke zu finden und die Navigationsleiste befindet sich in der Regel zentral im oberen Bereich. Und das völlig zu Recht, denn erwiesenermaßen schauen Besucher diese Bereiche einer Website als erstes an.

  • Interessant: Das Betrachten einer Website erfolgt normalerweise stets von der oberen linken Ecke aus. Dieser Automatismus ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass auch Texte von links nach rechts und von oben nach unten gelesen werden, der gewohnte Bewegungsablauf des Auges wird durch einen sinnigen Website-Aufbau also unterstützt. 

Anbei einige interessante Tipps und Tricks, die ein kluges Websitedesign unterstützen:

1. Titelbilder

Noch vor der automatischen Fokussierung auf das Logo betrachtet der Nutzer für einen Sekundenbruchteil das Titelbild, also das zentrale Bild, das sich meist über der Navigation befindet. Hier hat eine Eye-Tracking-Studie kürzlich Interessantes entdeckt: Titelbilder, auf denen Personen abgebildet sind, die durch eine Körperbewegung oder einen Blick auf ein Element der Website hinweisen, navigieren Besucher unbewusst zu einer Handlungsaufforderung. Das macht zum Beispiel dann Sinn, wenn das Kontaktformular oder der Bestellbutton in den Fokus gerückt werden sollen.

2. Sinnvolle Elementplatzierung

Die wertvollsten und wichtigsten Informationen eines Angebots sollten in der oberen Hälfte zentral oder links auf der Website platziert werden, um den Besucher zum unmittelbaren Handeln aufzufordern. Auch farblich leicht auffällige Call-to-Action-Button und Angebote gehören dorthin. 

3. Textaufbau

Als besonders positiv werden Artikel oder Blog-Beiträge wahrgenommen, die mit kurzen, klaren Sätzen arbeiten, Unterüberschriften nutzen und sinnvolle Stichpunkte auflisten. Dementsprechende Inhalte werden außerdem auch öfter weiterverbreitet. Dies ergab eine Studie der Nielsen / Norman Group

4. Bilder und Slogans

Die Wirkung einer Website kann und sollte nicht nur mit Bildern, sondern auch dazu passenden Slogans und Beschriftungen erhöht werden. So prägen diese sich besonders gut bei den Betrachtern ein. Zudem ist das menschliche Gehirn darauf konditioniert, Gesichtern erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken – ein Firmenbild mit markantem Gesicht findet daher beispielsweise bevorzugte Beachtung.

5. Buttons

Animierende Begrifflichkeiten wie „Hier Anmelden“, „Direkt Bestellen“ oder ähnliches sind für die Beschriftung von Buttons geeignet, denn sie erzeugen bei dem Nutzer ein Dringlichkeitsgefühl und bereiten ihn gleichzeitig darauf vor, was er nach dem Klick zu erwarten hat. In Bezug auf Buttons ist weniger hingegen mehr. Ein oder zwei klug positionierte Buttons sind daher sinnvoller als eine Website, auf der der User von zu vielen Handlungsaufforderungen überfordert wird.

Bildnachweis: Stanisic Vladimir / stock.adobe.com

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