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Die 7 größten Windows 10-Probleme – und die 7 besten Lösungen dafür

Lesezeit: 5 Minuten Immer mehr Leser steigen auf Windows 10 um. Gut so! Zwar sind die meisten Nutzer zufrieden, an einigen Stellen hakt es dennoch. Wie Sie diese Macken schnell und zuverlässig beseitigen, zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

5 min Lesezeit

Die 7 größten Windows 10-Probleme – und die 7 besten Lösungen dafür

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Gefährliche Zwangsupdates

Das Problem: Windows 10 lädt und installiert Aktualisierungen automatisch, Ihnen wird keine Wahl gelassen. Dabei veröffentlicht Microsoft nicht einmal Informationen, was die Updates mitbringen und was sich dadurch ändert. Darüber hinaus gibt es nicht selten bei Gerätetreibern Probleme, die ebenfalls per Windows Update auf Ihren PC kommen. Lassen Sie diese Zwangs-Updates nicht ohne Weiteres zu!

Mit meinen Lösungen sind Sie abgesichert:

  1. Treiber-Updates ausstellen: Die automatische Installation von Treibern können Sie ganz einfach unterbinden. Das geht so: Tippen Sie ins Suchfeld „erweiterte“ ein, und öffnen Sie per Klick „Erweiterte Systemeinstellungen anzeigen“. Im neuen Fenster klicken Sie auf den Reiter „Hardware“ und hier auf „Geräteinstallationseinstellungen“. Weiter geht es mit Klicks auf „Nein“ (Ihr Gerät funktioniert womöglich nicht wie erwartet) und Änderungen speichern.
  2. Updates deaktivieren: Die automatischen Updates von Windows10 Home lassen sich nur mit der „Brechstange“ deaktivieren. Dazu müssen Sie den Windows-Update-Dienst beenden und deaktivieren. Solange dieser Dienst ausgeschaltet ist, werden keine Updates mehr heruntergeladen und installiert. Das hat natürlich auch Nachteile. So wird der Defender, also das eingebaute Antivirenprogramm, nicht mehr mit neuen Virensignaturen versorgt. Deshalb empfehle ich Ihnen Folgendes: Schalten Sie den Dienst im Normalfall aus und einmal pro Woche für einige Stunden wieder ein. So bleibt Windows 10 aktuell und die Chancen stehen gut, dass keine fehlerhaften Updates dabei sind. Denn Microsoft reagiert in der Regel schnell, falls es mit Aktualisierungen Probleme gibt. So schalten Sie den Aktualisierungsdienst ein und aus:
  • Abschalten: Tippen Sie ins Suchfeld „services.msc“ einund drücken Sie „Enter“. Im neuen Fenster bewegen Sie sich ganz nach unten und klicken mit der rechten Maustaste auf den Eintrag „Windows Update“. Im Kontextmenü wählen Sie „Einstellungen“ und anschließend „Beenden“. Klicken Sie dann doppelt auf „Windows Update“, und setzen Sie den Starttyp auf „Deaktiviert“. Nach einem Klick auf „OK“ ist der Update-Dienst auf Eis gelegt.
  • Aktivieren: Um wieder Updates zu erhalten, navigieren Sie ins gleiche Menü und öffnen per Doppelklick das Kontextmenü von „Windows Update“. Hier klicken Sie auf Starten. Zudem setzen Sie, wie oben beschrieben, den Starttyp auf „Automatisch“.
  • Mein Experten-Tipp: Wenn ein Update Probleme bereitet, können Sie es deinstallieren. Dazu tippen Sie ins Suchfeld „Installierte Updates anzeigen“ und klicken auf Installierte Updates anzeigen. Im neuen Fenster sehen Sie eine Liste mit allen aufgespielten Updates. Klicken Sie auf das Update, das Probleme macht, und wählen „Deinstallieren“. Um zu verhindern, dass es ein weiteres Malaufgespielt wird, laden Sie dann den Update-Blocker von Microsoft (Problembehandlungspaket „Ein- oder Ausblenden von Updates„. Sie finden ihn unter support.microsoft.com).

Überflüssige Internet-Treffer im Suchfeld ausblenden

Das Problem: Wenn Sie auf die Sprachassistentin Cortana verzichten,haben Sie links vom Startknopf das Feld Web und Windows durchsuchen. Wenn Sie darüber nach einer Datei oder einem Programm suchen, listet Windows gleichzeitig alle überflüssigen Internet-Treffer auf. Das macht die Trefferliste unübersichtlich. Zudem fahnden die meisten Nutzer in der Regel per Browser im Internet.

1. Lösung: Damit sich Windows 10 bei der Suche nur noch auf die Suche im Computer beschränkt, klicken Sie in das Suchfeld und dann auf das „Zahnrad-Symbol“. Unterhalb von Online Suchen und Webergebnisse einbeziehen setzen Sie die Schieberegler auf „Aus“.

Noch ein Tipp: Wenn ich bestimmte Dateien finden will, nutze ich dazu den Datei-Explorer. So komme ich schneller an die gesuchten Dokumente. Sie öffnen dazu mit der „Windows Taste“ + „e“ den Explorer, navigieren etwa zum Ordner Dokumente und tippen dann oben rechts den Suchbegriff ein. Texte sind kaum zu erkennen.

Das Problem: Kommt ein moderner Monitor mit hoher Auflösung zum Einsatz, zeigt Windows 10 Schriften und Texte unlesbar und zu klein an.

2.  Lösung: Sie können die Textdarstellung sowohl in einzelnen Programmen als auch generell vergrößern. In einzelnen Programmen: In Word oder PDF-Programm finden Sie in der Regel unten rechts einen Schieberegler, mit dem sich die Textgröße einfach anpassen lässt. Fehlt dieser, etwa in Browsern wie Firefox oder Edge, nutzen Sie die Tastenkombination „Strg“ + „+“. Halten Sie dabei die „Strg“-Taste gedrückt. Verkleinern können Sie die Anzeige wieder mit „Strg“ + „-„.

In Windows generell: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich auf der Arbeitsoberfläche (Desktop) und wählen Sie „Anzeigeeinstellungen“. Setzen Sie dann den Schieberegler beispielsweise auf den Wert 125 % und klicken auf „Anwenden“.

Mein Experten Tipp: Erscheinen anschließend einige Programme unscharf, gehen Sie so vor: Klicken Sie auf „Start“ und „Alle Apps“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das betroffene Programm und dann auf „Dateipfad öffnen“. Es folgt ein Rechtsklick auf den Dateinamen und im Auswahlmenü auf „Eigenschaften“.

Im Reiter „Kompatibilität“ markieren Sie nun „Skalierung bei hohem DPI-Wert deaktivieren“ und klicken auf „OK“. Beim nächsten Programmstart sollte die Schrift scharf sein.

Ordnung in den Infobereich bringen

Das Problem: Rechts unten in der Taskleiste zeigt Windows 10 anscheinend willkürlich bestimmte Symbole an. Viele davon kommen nur selten zum Einsatz, wichtige fehlen dagegen.

3. Lösung: Sie können selbst bestimmen, welche Symbole an dieser Stelle erscheinen und welche nicht. Klicken Sie dazu auf „Start“> „Einstellungen“ > „System“ > „Benachrichtigungen“  und „Aktionen“. Im neuen Fenster klicken Sie auf Symbole für die Anzeige auf der Taskleiste auswählen. Mit den Schiebereglern können Sie hier einzelne Symbole ein- oder ausschalten. Anschließend gehen Sie wieder einen Schritt zurück, wählen „Systemsymbole aktivieren oder deaktivieren“ und verfahren auf die gleiche Weise.

So blenden Sie den überflüssigen Sperrbildschirm aus

Das Problem: Vor der Anmeldung zeigt Windows 10 noch den sogenannten Sperrbildschirm an, den es jedes Mal wegzuklicken gilt. Das nervt auf Dauer gewaltig.

4. Lösung: Wenn Sie Ihren Computer ohnehin nur in den eigenen vier Wänden einsetzen und außer Ihnen niemand Zugriff darauf hat, können Sie sich beim Hochfahren die lästige Anmeldeprozedur samt Kennworteingabe ganz einfach sparen. Das geht so: Tippen Sie ins Suchfenster „netplwiz“ ein, und drücken Sie „Enter“. Sie gelangen so in die Benutzerkontenverwaltung. Hier klicken Sie auf „Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben“, worauf das Häkchen verschwindet.

Nach einem Klick auf „OK“ müssen Sie noch zweimal Ihr Kennwort eingeben. Nach einem weiteren Klick auf „OK“ gehört die Passworteingabe der Vergangenheit an. Wichtig: Wenn Sie Ihr Notebook doch einmal mitnehmen, sollten Sie den Passwortschutz unbedingt wieder aktivieren.

5. Lösung: Wenn Sie auf den Kennwortschutz nicht verzichten möchten, deaktivieren Sie den Sperrbildschirm. Drücken Sie dazu auf der Tastatur gleichzeitig die „Windowstaste“ + „r“, tippen „regedit“ ein, drücken „Enter“ und klicken gegebenenfalls noch aufJa. Im Registrierungseditor navigieren Sie zu „HKEY_LO CAL_MACHINESOFT WAREPoliciesMicrosoftWindows“.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows, und wählen Sie im Kontextmenü „Neu“ und „Schlüssel“. Als Namen tippen Sie Personalization ein. Anschließend klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen Schlüssel „Personalization“ und wählen diesmal Neu sowie DWORD-Wert (32-Bit). Den Wert bezeichnen Sie als „NoLock-Screen“, drücken zweimal „Enter“, geben als Wert „1“ ein und drücken nochmals „Enter“. Beim nächsten Windows-Start taucht der Lockscreen nicht mehr auf.

Ungewohnter Bildlauf per Mausrad

Das Problem: In Windows 10 funktioniert der Bildlauf (Scrollen) anders als bei früheren Windows-Versionen. Wenn Sie das Mausrad bewegen, blättern Sie immer in dem Fenster, in dem sich der Mauszeiger befindet. Zuvor betraf diese Aktion das „aktivierte“ Fenster.

6. Lösung: Falls Sie das stört und Sie lieber wieder im aktiven Fenster scrollen möchten, öffnen Sie mit der Tastenkombination „Windowstaste“ + „i“ die Einstellungen. Es folgen Klicks auf Geräte sowie Maus und Touchpad. In diesem Menü setzen Sie den Schalter Inaktive Fenster beim Draufzeigen Scrollen auf Aus. Video-DVDs lassen sich nicht abspielen

Das Problem: Windows 10 bringt zum Abspielen von Videos zwar von Haus eine eigene App mit, die streikt aber bei vielen Formaten. Und obwohl sich unter Windows 8.1 DVD-Filme noch problemlos abspielen ließen, klappt das bei Windows 10 nicht mehr.

7. Lösung: Tatsächlich hat Microsoft die DVD-Abspielfunktion in Windows 10 gestrichen. Zum Glück gibt es Rettung in Form von Gratis-Software. Wer das kostenlose VLC nutzt, muss sich keine Gedanken mehr um Formate und Codecs machen. Das Gratisprogramm spielt klaglos so gut wie jedes Filmformat ab – egal ob Internetvideo, TV-Aufnahme,Camcorder-Aufzeichnung, hochauflösender HD Film oder DVD-Scheibe.

Dank der vielen Codecs kommt das Gratisprogramm mit unzähligen Audio- und Videoformaten zurecht. Ein Doppelklick auf eine Datei genügt, und VLC legt mit der Wiedergabe los. Sie finden das Programm auch als App im Windows Store: Einfach unten in der Taskleiste auf die Store-Kachel klicken, nach VLC suchen und VLC for Windows Store installieren.

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