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Diabetes: So stoppen Sie die Zuckerkrankheit rechtzeitig

Lesezeit: 2 Minuten Immer mehr jüngere Menschen erkranken an Altersdiabetes, dem Diabetes Typ 2. Die Ursachen sind leider oft hausgemacht: ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung, Übergewicht. Lesen Sie, wie Sie dem Diabetes entgehen können – selbst wenn der Blutzuckerhaushalt Ihres Körpers schon aus dem Gleichgewicht geraten ist.

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Diabetes: So stoppen Sie die Zuckerkrankheit rechtzeitig

Diabetes: So stoppen Sie die Zuckerkrankheit rechtzeitig

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Diabetes lauert im Verborgenen

Sie können von Diabetes betroffen sein, ohne es zu merken. Jeder vierte Deutsche hat heute schon eine Insulinresistenz. Der Körper produziert dann zwar Insulin, das er benötigt, um Zucker in die Körperzellen zu schleusen. Aber das Zusammenspiel zwischen Insulin und Körperzellen, das für diesen Vorgang notwendig ist, funktioniert nicht mehr richtig.

Die Folge: Der Zucker bleibt im Blut, die Bauchspeicheldrüse produziert daraufhin noch mehr Insulin. Über kurz oder lang ist die Bauchspeicheldrüse durch diese dauernde Belastung erschöpft, die Produktion von Insulin wird komplett eingestellt – schon ist die Diabetes Typ 2 da. Sie müssen nun Insulin spritzen oder in Form von Tabletten nehmen und sich bis zum Ende Ihres Lebens bei Ihrer Ernährung einschränken.

Diabetes wird zur versteckten Bedrohung

Das Schlimme an Diabetes ist, dass auf einen Diabetiker, der über seine Erkrankung Bescheid weiß, ein Fall kommt, bei dem die Erkrankung nicht oder zumindest noch nicht entdeckt wurde. Gerade diese Menschen leben gefährlich. Vordergründig geht es ihnen nämlich gut. Sie haben keine Schmerzen, fühlen sich gesund und leben so weiter, wie sie es immer getan haben. Aber in ihrem Körper läuft ein zerstörerisches Programm ab.

Diabetes greift die Nerven und die Gefäße an. Ist zu viel Zucker in Ihrem Blut, werden Ihre Gefäße zerstört. Es kommt zu Erblindungen oder aber zum Absterben der Gliedmaßen, so dass eine Amputation die letzte Lösung ist. Wenn die Nerven am Herzmuskel zerstört werden, kommt es zu so genannten stummen Infarkten, zu Kammerflimmern, zu plötzlichem Herztod. Aber die Krankheit schädigt auch die Organe selbst, vor allem das Herz. 75 % aller Diabetiker sterben an Herzinfarkten – und viele enden durch einen unerkannten Diabetes an der Dialyse, weil die Nieren zerstört wurden.

Der Nüchtern-Bluttest sagt nicht viel über Ihr Risiko aus

Diabetes lässt sich durch einen Bluttest erkennen. Viele Ärzte wenden immer noch den so genannten Nüchtern-Bluttest an. Dabei wird der Zuckerwert in Ihrem Blut auf nüchternem Magen gemessen. Bei vielen Menschen ist dieser Wert normal, er liegt dann bei rund 100 Milligramm pro Deziliter Blut. Ist das der Fall, wird Ihnen Ihr Arzt sagen: Ihr Wert ist absolut in Ordnung.

Aber eines wird selten berücksichtigt: Ihr Insulinwert hatte eine ganze Nacht Zeit, auf ein normales Niveau abzusinken. Er konnte sich regulieren. Was aber, wenn Sie vor der Messung gefrühstückt hätten? Dann wäre Ihr Blutzuckerwert viel höher – und vor allem realistisch. Aber nur die wenigsten Ärzte ziehen das Marmeladenbrötchen am Morgen in die Berechnung mit ein. Deshalb ist der Nüchtern-Blutzuckerwert meiner Meinung nach eine veraltete Messgröße – sie sagt nichts aus über Ihr wahres Diabetes-Risiko.

So erfahren Sie, ob Sie wirklich gefährdet sind

Wie es wirklich um Ihren Blutzuckerspiegel bestellt ist, verrät Ihnen der Glukose-Toleranz-Test. Dabei trinken Sie auf nüchternen Magen ein Glas Zuckerwasser, das 75 Gramm Glukose enthält. Nach zwei Stunden wird Ihr Blutzuckerspiegel gemessen. Er sollte unter 140 mg/dl Blut liegen – Ihre Werte sind dann in Ordnung. Liegt der Wert höher, leiden Sie wahrscheinlich bereits unter einer Insulinresistenz.

Sie sollten dann einen so genannten HbAlc-Test durchführen lassen. Dieser Langzeittest zeigt an, ob es sich bei dem hohen Blutzucker um einen Ausrutscher handelt und wie Ihr Blutzuckerspiegel in den letzten Monaten aussah. Das Testergebnis sollte hierbei unter 6,5 % liegen.

Schützen Sie auch Ihre Haut

Als Diabetiker sollten Sie übrigens besonders auf Ihre Haut achten. Wenn es kühler ist, sollten Sie sich mit glyzerinhaltigen Cremes eincremen, um trockene Haut zu vermeiden. Diese wird schnell durch die hohen Blutzuckerwerte ausgelöst, die Talg- und Schweißdrüsen schädigen. So fehlt häufig der Fett- und Feuchtigkeitsfilm auf der Haut. Bakterien können leichter eindringen und Entzündungen sowie Ekzeme verursachen.

Bildnachweis: Proxima Studio / stock.adobe.com

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