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Deutscher Rotwein jenseits vom Spätburgunder: Dornfelder

Lesezeit: < 1 Minute Der Rebenzüchter August Herold aus dem Württembergischen Weinstein hatte ein Ziel vor Augen: Durch Kreuzung eine Rebe für einen tiefdunklen Rotwein zu finden. 1956 gelang es endlich. Aus Heroldrebe (ebenfalls einer eigenen Kreuzung) und Helfensteiner entstand die neue Sorte. Er benannte sie nach Immanuel A. L. Dornfeld (1796-1869), dem Gründer der württembergischen Weinbaufachschule in Weinsberg. Der Dornfelder war geboren.

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Deutscher Rotwein jenseits vom Spätburgunder: Dornfelder

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Dornfelder, der prächtige Aufsteiger
Doch es dauert noch eine Weile, bis der Dornfelder groß raus kam. Auch bei ihm bewirkte der Anfang der 1990er Jahre einsetzende weltweite Rotweinboom Wunder. Er wurde die erfolgreichste Rebsorte unter den deutschen Neuzüchtungen und belegt bei den roten Sorten Platz 2 bei der Anbaufläche, nach dem Spätburgunder.

Das zeichnet den Dornfelder aus

  • Im Vergleich zum Spätburgunder haben die Weine eine sehr dunkle, tief purpurne Farbe.
  • Ein Dornfelder zeichnet sich durch eine würzige Beerenfrucht aus und besitzt recht wenig Gerbstoffe (auch Tannine genannt) und eine moderate Säure. Er besitzt daher eine sehr samtige, runde, sanfte Art.
  • Dornfelder ist wird in vielen Stilen angeboten. Der Geschmack reicht von trocken über halbtrocken bis hin zu lieblich, die Preisskala von billig bis gehoben.
  • Auch in kleinen Eichenfässern (den Barriques) ausgebaute Weine werden angeboten. Die kosten dann aber schon etwas mehr.
  • Die besten Dorfelder kommen aus der Pfalz, aus Rheinhessen und von der Ahr.

Eine Auswahl der besten Erzeuger von Dornfelder
Weingut Deutzerhof (Ahr)
Weingut Gutzler (Rheinhessen)
Weingut Kriechgauer (Rheinhessen)
Weingut Fader Kastanienhof (Pfalz)

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