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Der Zusammenhang zwischen Hörfähigkeit und psychischer Gesundheit

Studien haben gezeigt, dass die LGBTQ+-Community in höherem Maße von Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit und Einschränkungen des seelischen Wohlbefindens betroffen ist. Dafür gibt es zahlreiche Ursachen. Ein Hauptgrund liegt in der Diskriminierung, der queere Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung ausgesetzt sind. Aber auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität kann zu psychischen Belastungen führen. Doch es gibt noch weitere Faktoren, die sich negativ auf die Psyche queerer Menschen auswirken können. Wussten Sie beispielsweise, dass zwischen dem Hörvermögen und der psychischen Gesundheit ein Zusammenhang besteht? Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel.

<strong>Der Zusammenhang zwischen Hörfähigkeit und psychischer Gesundheit</strong>

Der Zusammenhang zwischen Hörfähigkeit und psychischer Gesundheit

Psychische Gesundheit – was ist das?

Die psychische Gesundheit ist ein Geisteszustand, der unser Denken, Handeln und Fühlen leitet und unsere Lebensqualität in hohem Maße beeinflusst. Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können sich auch auf die körperliche Gesundheit auswirken und umgekehrt.

Der Zusammenhang zwischen Hörfähigkeit und psychischer Gesundheit

Es besteht eine direkte Verbindung zwischen dem Hörvermögen und der psychischen Gesundheit. Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung sind häufiger von psychischen Problemen betroffen, da sie aufgrund ihres verringerten Kommunikationsvermögens mit vielen frustrierenden Erlebnissen umgehen müssen und sich zunehmend sozial isoliert fühlen.

6 durch Hörverlust verursachte psychische Erkrankungen

Studien haben gezeigt, dass viele Menschen mit Hörverlust psychische Erkrankungen entwickeln. Hier einige der häufigsten Probleme:

  • Depression – Depressionen können unsere Gefühle und Handlungen in hohem Maße beeinflussen und machen sich beispielsweise durch anhaltende Niedergeschlagenheit, Deprimiertheit und eine gedrückte Stimmung bemerkbar. Unbehandelt kann sich der Zustand verschlechtern oder sogar zum Tod führen.
  • Angststörungen – Dass man sich ab und zu Sorgen macht, ist normal. Hält die Besorgnis jedoch an, kann eine Angststörung dahinterstecken. Ähnlich wie eine Depression kann auch die Angststörung die Alltagsbewältigung beeinträchtigen.
  • Schlafstörungen – Jeder Mensch, ob alt oder jung, braucht genug Schlaf, um gesund zu bleiben. Für Personen mit Hörverlust kann das zum Problem werden, da sie oftmals an Tinnitus leiden. Diese Ohrgeräusche, wie z. B. ein Klingeln im Ohr, erschweren das Ein- und Durchschlafen.
  • Fatigue – Menschen mit Hörbeeinträchtigung sind häufig erschöpft, da sie sich stark anstrengen müssen, um andere zu verstehen.
  • Demenz – Studien haben gezeigt, dass eine Hörbeeinträchtigung zum Abbau der kognitiven Fähigkeiten führen kann.
  • Psychosen – Viele von Hörverlust betroffene Menschen leiden an auditorischen Halluzinationen und hören beispielsweise Geräusche oder Stimmen.

Ursachen für einen Hörverlust

Eine Hörbeeinträchtigung kann viele Ursachen haben, unter anderem:

  • Alter – Mit zunehmendem Alter baut unser Körper ab. Auch im Ohr kommt es zu Verschleißerscheinungen und damit zu einer Minderung des Hörvermögens.
  • Krankheiten – Erkrankungen wie Bluthochdruck können zu einem Hörverlust führen.
  • Medikamente – Viele Menschen nehmen Medikamente ein, die die Sinneszellen im Ohr zerstören. Mit der Zeit führt das zu Hörbeeinträchtigungen.
  • Lärm – Dass Lärm das Gehör schädigen kann, ist den meisten Menschen bekannt.

Behandlungsmöglichkeiten bei Hörverlust

Für die Diagnose und Behandlung von Hörbeeinträchtigungen gibt es zahlreiche Fachleute, die Sie beispielsweise hier finden können: www.phonak.com/de-de/einen-hoerakustiker-finden. Nachdem ein Hörverlust diagnostiziert wurde, beginnt die Behandlung, in der Regel zunächst mit Medikamenten. Stellt sich keine Besserung ein, gibt es die Möglichkeit, ein Hörgerät zu nutzen. Das hängt jedoch vom Schweregrad der Hörbeeinträchtigung ab.

Ein Hörverlust kann – unabhängig von Person und Alter – Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben. Es ist daher wichtig, eine Hörbeeinträchtigung so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Für queere Menschen gilt das besonders, da sie Studien zufolge häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen sind. Wenn Sie an sich Anzeichen für ein Hördefizit feststellen, sollten Sie zeitnah einen Hörakustiker aufsuchen.

Bildnachweis: andranik123 / stock.adobe.com

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