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Der Therapeutische Tischbesuch: So führen Sie das Angebot für den Alzheimerkranken durch (Teil 2)

Lesezeit: < 1 Minute Der Therapeutische Tischbesuch nach Bernd Kiefer und Bettina Rudert dauert nur wenige Minuten. Daher überfordern Sie den Demenzkranken nicht mit Ihrem Angebot. Mit den folgenden drei Schritten wird das Beschäftigungsangebot zu einer runden Sache.

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Der Therapeutische Tischbesuch: So führen Sie das Angebot für den Alzheimerkranken durch (Teil 2)

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1. Schritt beim Therapeutischen Tischbesuch
Nehmen Sie Kontakt zu der an Alzheimer Demenz erkrankten Person auf. Begrüßen Sie die an Alzheimer erkrankte Person immer durch direkte Ansprache und Blickkontakt. Falls der Demenzkranke nicht mehr gut sehen oder hören kann berühren Sie ihn an Händen oder Arm. Achten Sie darauf, dass es sich um eine eindeutige spürbare Berührung handelt und nicht um ein indifferentes Tätscheln.

Gehen Sie erst zu Schritt zwei über, wenn der Kontakt hergestellt ist. D. h. wenn die Person mit Demenz eindeutig auf Sie reagiert. Achten Sie dabei auf verbale und nonverbale Reaktionen.

2. Schritt beim Therapeutischen Tischbesuch
Kommen Sie ins mit der an Demenz erkrankten Person ins Gespräch durch anregende Objekte. Regen Sie die Sinne des Demenzkranken an. Zeigen Sie ihm interessante Dinge, lassen Sie ihn fühlen, hören, riechen, schmecken. Wählen Sie dazu Anreize, die biographisch bedeutsam sind:

  • Bilder, persönliche Gegenstände
  • Es können aber auch allgemein bekannte Dinge wie z.B. Schlüssel, Taschentücher sein. Auch diese haben biographische Relevanz

Unter Umständen erhalten Sie wenig sprachliche Resonanz durch die an Demenz erkrankte Person. Dann erzählen eben Sie alles, was Ihnen zu dem Gegenstand einfällt. Achten Sie dabei auf Reaktionen, die Ihnen deutlich machen, dass Ihre an Alzheimer erkrankte Person sich von Ihnen angesprochen fühlt.

3. Schritt beim Therapeutischen Tischbesuch
Beenden Sie das Beschäftigungsangebot eindeutig. Beenden Sie Ihre Ansprache nie ohne eindeutiges Signal, dass der Kontakt nun abgeschlossen ist. Nur so kann sich der an Demenz Erkrankte orientieren.

Die Methode wurde entnommen aus: Bernd Kiefer, Bettina Rudert (2007): "Der therapeutische Tischbesuch. TTB – die wertschätzende Kurzzeitaktivierung." Vincentz, Hannover, ISBN 3-86630-029-8

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