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Der Strandkorb – praktisches Möbel für den Garten

Der Strandkorb ist das Symbol der Nord- und Ostseeküsten. Inzwischen hat er zahlreiche Freunde im Binnenland gefunden. Jetzt lesen.

Der Strandkorb – praktisches Möbel für den Garten

Der Strandkorb – praktisches Möbel für den Garten

An der Nord- und Ostsee ist er Kult – der Strandkorb. Insgesamt schmücken ca. 70.000 Exemplare die deutschen Meeresküsten zwischen Sylt und Usedom. Das trendige Möbelstück schützt Strandbesucher und Urlauber verlässlich vor Regen, Wind und Sandflug. Zudem sorgt er dafür, dass die empfindliche Haut vor der kräftigen UV-Strahlung geschützt wird. 

Alle diese Eigenschaften machen den Strandkorb zu einem perfekten Gartenmöbel, das auch abseits der Küsten verlässlich seinen Dienst tut. 

Der Strandkorb – ein typisch deutsches Phänomen

Warum der Strandkorb nur an deutschen Küsten auftaucht, ist bisher ungeklärt. Sowohl an den Stränden Dänemarks, Englands, Polens und den Niederlanden werden Strandkörbe weitaus seltener beobachtet, obwohl die klimatischen Bedingungen sich wenig von den hiesigen unterscheiden. 

Im Englischen und Französischen gibt es nicht einmal ein Wort für den Strandkorb. Man hilft sich mit dem deutschen Ausdruck weiter. Trotzdem finden die Möbel weltweit ihre Anhänger. Traditionelle Modelle wie u. a. die Strandkorb-Hanse Strandkörbe finden Abnehmer rund um den Globus. Das liegt auch daran, dass sich der Strandkorb zum trendigen Gartenmöbel mit ausgeprägtem Aha-Effekt entwickelt hat. 

Kurze Geschichte eines Kultmöbels

Der erste Strandkorb wird Wilhelm Bartelmann (1845-1930), dem Rostocker Hof-Korbmachermeister, zugeschrieben. Im Frühjahr 1882 suchte eine rheumageplagte Dame der Gesellschaft Bartelmanns Handwerksbetrieb auf, um eine Sitzgelegenheit zu bestellen, welche sie bei ihrem Aufenthalt am Warnemünder Strand vor der frischen Brise schützen sollte. Das Ergebnis war ein Einsitzer, der mit einer schlichten Markise überzogen war. 

Schnell entwickelte der Meister einen Zweisitzer, den er mit einigen Extras wie einem Beistelltisch und Fußstützen versah. Diese Ausführung gilt als Urmodell des Strandkorbes. Wirtschaftlichen Erfolg brachte jedoch erst die Geschäftsidee der Erfindergattin Elisabeth Bartelmann. Sie erkannte, dass ein saisonales Gut mit den Ausmaßen und dem Gewicht eines Strandkorbes schwerlich zu verkaufen war. Deshalb eröffnete sie rasch den ersten Strandkorbverleih am Leuchtturm zu Warnemünde, dem bis zur Jahrhundertwende viele weitere entlang der gesamten Ost- und Nordseeküste folgen sollten.

Aufbau und Funktionsweise eines Strandkorbes

Der typische Strandkorb aus deutscher Produktion ist ein kompaktes Konstrukt mit ca. 1,2 Metern Breite und 1,6 Metern Höhe. Er besteht aus drei Elementen:

  • Bock: Das Unterteil und konstruktive Basis des Strandkorbes besteht entweder aus Holz oder aus Kunststoff.
  • Seitenteile: Die beiden Seitenteile werden mit dem Bock verschraubt und sind mit einem Tragegriff ausgestattet.
  • Haube: Sie vereint das Rückenteil und das Dach. Sie wird am Bock eingehängt und ist beweglich.

Heutzutage werden Strandkörbe mit einer Vielzahl von Extras geliefert, die dem Komfort dienen.

Strandkorb im Garten – Urlaub vor der Haustür

Inzwischen erfreut sich der Strandkorb einer großen Fangemeinde. Er hat es als Sitzmöbel geschafft, Gärten, Balkone und Terrassen zu erobern. Der Strandkorb verlängert im Binnenland die Freiluftsaison sowohl zu Frühlingsbeginn als auch im Spätherbst. 

Er bietet immer ein komfortables Plätzchen zum Lesen und Entspannen, Ausruhen oder Träumen. Allerdings ist der Strandkorb auch im Garten den Witterungsbedingungen ausgesetzt.

Standort gesucht

Üblicherweise ist für den Strandkorb ein Platz zu suchen, an dem er von Anfang März bis Ende Oktober stehen kann. Das Möbelstück wiegt bis zu 100 kg und ein Umstellen gestaltet sich aufwendig. 

Am Meer steht der Strandkorb in der Regel direkt auf Sand. Im Garten ist das nicht zu empfehlen. Hier läuft das Wasser nicht so rasch ab wie an der Küste. Die Folge ist Schimmelbildung und Fäulnis. Schnell rankt Unkraut und verschandelt das Erscheinungsbild. Zudem nutzen die Vierbeiner aus der Nachbarschaft den Sand gerne für ihre Notdurft.

Deshalb empfehlen wir, in ein Podest zu investieren. Dieses kann eine einfache Konstruktion aus Backsteinen sein. Gute Erfahrungen werden mit einem Belag aus Holzdielen gemacht. Holz ist ein natürlicher Stoff, der zum Ambiente im Garten passt. Zudem trocknet es schnell, sodass sich keine Staunässe bilden kann.

Pflegetipps

Das Material bestimmt den Pflegeaufwand. Hölzerne Bauteile sollten einmal im Jahr mit einem natürlichen Hartholzöl behandelt werden. Teile aus Kunststoff sind eher wetterfest und werden einfach mit etwas Seifenlauge abgewaschen. Die Sitzpolster sind in der Mehrheit abwaschbar. In Winter empfiehlt sich die Einlagerung in einem Schuppen.

Bildnachweis: Martina Berg / stock.adobe.com

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