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Der Cholesterinspiegel: Zahlen, Daten und Fakten

Lesezeit: 2 Minuten Die Cholesterinwerte – ab einem Alter von etwa 45 tauchen sie regelmäßig auf dem Blutbild mit auf. Gemeinsam mit anderen persönlichen Faktoren helfen sie dabei, das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall zu bestimmen. Rund um das Cholesterin gibt es zahlreiche Daten, Fakten und spannende Zahlen.

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Der Cholesterinspiegel: Zahlen, Daten und Fakten

Der Cholesterinspiegel: Zahlen, Daten und Fakten

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Genauso wie es nicht das EINE Cholesterin gibt, gibt es nicht DEN Cholesterinwert. Es bestehen zwar aus tausenden von Datensätzen ermittelte Toleranzwerte, aber dennoch riesige individuelle und kulturelle Unterschiede bei der Betrachtung der Cholesterinwerte.

Die Basisdaten – Cholesterin in Messung und Körper

Einige Fakten rund um das Cholesterin:

  • starke, individuelle Unterschiede bedingt durch Alter, Geschlecht und ethnische Herkunft
  • Enge Korrelation von Körpergewicht und Cholesterinspiegel: hoher BMI – hoher Cholesterinspiegel
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes sind wichtige Einflussfaktoren

Ein besonderer Zustand – auch bezogen auf den Cholesterinwert – ist die Schwangerschaft. Der Gesamtcholesterinspiegel ist verglichen mit dem Normalwert deutlich erhöht und eine Unterschreitung von 160 mg/dl kann sogar eine Unterversorgung des Kindes nach sich ziehen.

Normalwerte für den Gesamtcholesterinspiegel in Deutschland

Die durchschnittliche Höhe des Gesamtcholesterins ist stark altersabhängig und nimmt beim gesunden Erwachsenen im Laufe des Lebens immer mehr zu. Junge Frauen haben einen niedrigeren Gesamtcholesterinspiegel als Männer. Mit zunehmendem Alter gleicht sich dieser Unterschied aus, sodass ältere Frauen im Durchschnitt einen höheren Cholesterinspiegel haben als ältere Männer.

In der Altersgruppe zwischen 35 und 65 Jahren liegt der Durchschnitt in Deutschland bei etwa 236 mg/dl. Interessant ist die Standardabweichung von 46 mg/dl: Sie zeigt, dass der Wert zwischen den Probanden stark schwankt. Bei etwa zwei Dritteln der deutschen Bevölkerung zwischen 35 und 65 Jahren liegt der Gesamtcholesterinspiegel zwischen 190 und 280 mg/dl. Ein interessanter Vergleich: In China liegt der Durchschnitt bei nur 94 mg/dl.

Gutes und schlechtes Cholesterin: HDL und LDL in Zahlen

Beide Werte sind wie das Gesamtcholesterin erahnen lässt, stark altersabhängig. Sie verändern sich außerdem unterschiedlich bei Männern und Frauen:

  • Für die Altersgruppe zwischen 35 und 65 Jahren liegt der LDL-Wert im Schnitt bei 164 mg/dl bei Frauen und bei 168 mg/dl bei Männern.
  • Im Durchschnitt liegt der HDL Cholesterinspiegel für die Altersgruppe zwischen 35 und 65 Jahren bei 45 mg/dl für Frauen und bei 37 mg/dl bei Männern.

Frauen haben im mittleren Alter zwischen 35 und 55 Jahren meist ein sehr günstiges LDL-/HDL-Verhältnis. Sie weisen dann sehr hohe HDL und niedrige LDL-Werte auf, was zu einem sehr geringen Risiko für Herzerkrankungen führt. Ab etwa 55 Jahren sinkt der HDL-Wert aber bei Männern und Frauen stark ab, während bei Frauen der LDL-Wert zugleich zunimmt.

Der Quotient: Entscheidend für eine Bestimmung des Risikos für Folgeerkrankungen ist das Verhältnis zwischen LDL und HDL. Es liegt für die Altersgruppe zwischen 35 und 65 Jahren im Durchschnitt bei 3,9 für Frauen und bei 4,9 für Männer. Je niedriger der Wert ausfällt, desto besser ist es. Als risikoarm gelten Menschen mit einem Quotienten unter 3.

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