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Depressionen: Ursache erkannt – Ursache gebannt?

Lesezeit: 2 Minuten Einige Menschen bekommen Depressionen, andere nicht. Was sind die Ursachen, wo liegen die Risiken und welche Rolle spielt unser Umfeld? Welche Risikofaktoren lassen sich beeinflussen?

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Depressionen: Ursache erkannt – Ursache gebannt?

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Depressionen: Ursache erkannt – Ursache gebannt?

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Natürlich hat jeder mal eine Phase, wo er niedergeschlagen ist, besonders dann, wenn die äußeren Umstände entsprechenden Anlass geben. Eine Depression ist aber etwas viel ernsteres, wie Dr. Mitch Golant erklärt:

„Wer nicht an einer Depression leidet weiß, dass seine Gefühle nur eine Zeit lang mit ihm Achterbahn fahren und sich dann wieder normalisieren, aber Menschen mit Depressionen fühlen sich im Auf und Ab und im Hin und Her ihrer Gefühle wie in einem außer Kontrolle geratenen Zug; sie haben keine klare Vorstellung, wie oder wann oder ob sie überhaupt jemals aussteigen können.“

Was also unterscheidet Menschen, welche ernsthafte Depressionen bekommen von denen, die sie nicht bekommen? Nun, über die Ursachen gibt es leider keine einheitliche Meinung wohl aber einige Theorien sowie viele bekannte Risikofaktoren und begünstigende Umstände. Einig ist man sich in der Fachwelt weitestgehend darüber, dass bei Depressionen fast immer mehrere Faktoren zugrunde liegen.

Depressionen und ihre Ursachen: Die Kombination macht’s

Der Unterschied muss also darin liegen, dass im Individuum eine spezielle „Kombination“ dieser Faktoren vorliegt. Warum sonst haben die einen Depressionen und die anderen nicht, obwohl sie unter gleichen Umständen leben oder gar gleiche genetische Voraussetzungen haben?

Die Familien- und Zwillingsforschung legt natürlich sehr nahe, dass die genetische Struktur großen Einfluss hat. So werden etwa 20% der Verwandten von depressiven Personen ebenfalls depressiv, bei Nichtdepressiven sind es lediglich 5 – 10%. Leidet ein Elternteil an Depressionen, beträgt die Häufigkeit, dass die Kinder ebenfalls eine Depression oder andere affektive Störung entwickeln 20%.

Haben dagegen beide Elternteile Depressionen, beträgt die Häufigkeit schon 50%! Bei eineiigen Zwillingen liegt die Häufigkeit, dass BEIDE depressiv werden zwischen 33 und 92%, bei zweieigen nur zwischen 0 – 23%!

Also spielt die Erbsubstanz schon eine Rolle, aber es ist auch deutlich zu erkennen, dass diese nicht allein als Ursache gelten kann. Forschungen der letzten Jahre belegen, dass Familienverhältnisse, soziales Umfeld, Umwelteinflüsse, Ernährung sowie Lebensführung weitere Faktoren sind.

Auslöser von Depressionen

Leider gibt es in unserer „modernen“ Gesellschaft zunehmend mehr Dinge, welche als Auslöser von Depressionen gelten oder diese verstärken. Schwierige Familienverhältnisse, da sich bestehende Strukturen auflösen, erhöhter Leistungsdruck am Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit, Stress, unser Alltag ist hektischer geworden, traumatische Ereignisse, ungesunde Ernährung, schädliche Umwelteinflüsse, Suchtmittel und gar Medikamente.

Manches davon kann man nicht beeinflussen, Anderes dagegen schon. Selbst biologische und genetische Faktoren lassen sich bis zu einem gewissen Grade beeinflussen!

Denn unsere Gene sind letztlich immer auch „Chemie“. Sie sind nicht nur durch die Vererbung geprägt. Auch im Laufe unseres Lebens können sich Zellen, einschließlich der Gene, in uns verändern: durch äußere Einflüsse, durch unsere Ernährung und durch unsere Lebensführung. Vor allem aber ist die Arbeit unseres Gehirns, und damit auch unseres Empfindens, immer auch Chemie. Psychische Erkrankungen, wie Depressionen, werden auch als Stoffwechselerkrankungen des Gehirns bezeichnet.

Bildnachweis: hunna / stock.adobe.com

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