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Depressionen – die neue Volkskrankheit?

Lesezeit: 2 Minuten Depressionen – die unterschätze, stille Epidemie. Eine Erkrankung, welche man sehr ernst nehmen sollte. Diese Erkrankung ist auf dem Vormarsch.

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Depressionen - die neue Volkskrankheit?

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Depressionen – die neue Volkskrankheit?

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Volkskrankheit Depressionen

Vor allem in der dunklen Jahreszeit machen viele Menschen das erste Mal die Bekanntschaft mit diesem Gefühl des Niedergedrücktseins, der Antriebslosigkeit und Schwermut und das oftmals ohne direkt erkennbare Ursache. Obwohl die Angaben darüber schwanken, kann man doch davon ausgehen, dass etwa ein Fünftel aller Bundesbürger wenigstens einmal in ihrem Leben an einer mehr oder minder starken Depression erkranken.

In den Industrieländern steht sie damit derzeit auf Platz vier der sogenannten „Volkskrankheiten“. Laut Angaben der WHO wird diese Erkrankung bis 2020 auf den zweiten Platz der Volkskrankheiten geklettert sein, bis 2030 soll sie sogar die Spitze übernehmen!

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Depressionen – Die stille Epidemie

Laut WHO leiden bereits 450 Millionen Menschen weltweit unter psychischen Erkrankungen. Dr. Shekhar Saxena von dem Departement of Mental Health bei der WHO sagt, „dass Depressionen viel häufiger seien, als so gefürchtete Krankheiten wie Krebs oder Aids“.

Doch oft werden Depressionen nicht als solche erkannt. Bisweilen fehlt auch die (gesellschaftliche) Akzeptanz, diese gesundheitliche Beeinträchtigung als „Krankheit wie jede andere auch“ anzuerkennen. Das Wahrnehmungsvermögen hinsichtlich dieser Erkrankung entspricht sicher bei weitem nicht ihrer Schwere. Dr. Saxena spricht sogar von einer „stillen Epidemie“!

Auswirkungen

Allerdings kommt niemand umhin, die Auswirkungen anzuerkennen. Durch Arztbesuche, Therapien, Krankenhausaufenthalte, Medikamente, Produktionsausfall durch Arbeitsunfähigkeit, Erwerbslosigkeit bis hin zu Erwerbsunfähigkeit und vorzeitigem Tod durch Suizid entstehen enorme Kosten.

Professor Martin Prince, Professor für epidemiologische Psychiatrie am King’s College London schätzt die Kosten allein in Großbritannien auf über 12 Milliarden Pfund pro Jahr, etwa 1% des Bruttosozialproduktes.

Handlungsbedarf

Depressionen können sehr unterschiedlich verlaufen. Manchmal beginnen sie harmlos erscheinend, als ein „Wintertief“, das sich dann schon wieder „verflüchtigen wird“. Aber eben nicht immer. Depressionen gehören zu den „stark rezidivierenden“ Erkrankungen, haben also eine beträchtliche Rückfallquote. Für manche ist es durchaus eine einmalige Erfahrung, bei anderen wiederholt sich diese.

Über Phasen von Arbeitsunfähigkeit und Klinkaufenthalten, kann es schlimmstenfalls zu einem chronischen Verlauf kommen. Daher ist auch hier angebracht, so früh als möglich etwas dagegen zu tun und da gibt es bei weitem mehr, als nur „Pillen schlucken“. Wenn man Risikofaktoren, Auslöser und Prozesse, welche bei dieser Erkrankung ablaufen, versteht, dann hat man Chancen darauf Einfluss zu nehmen.

Ein wesentlicher Ansatzpunkt dafür ist die Tatsache, dass solche „Zivilisationskrankheiten“ zu „Volkskrankheiten“ in den Industrieländern werden. Gehen Sie mal in die Kalahari oder den Amazonas-Regenwald und suchen nach solchen Erkrankungen – da können Sie sehr lange suchen.

Das lässt den zwingenden Schluss zu, dass die Ursachen in unserer Gesellschaft, Umwelt, Arbeitswelt und Lebensweise zu suchen sind. Eine Betrachtung dieser Umstände zeigt deutlich, dass man auch Depressionen nicht als unabänderliches Schicksal hinnehmen muss, dem man völlig hilflos ausgeliefert wäre!

Bildnachweis: Stanislaw / stock.adobe.com

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