Praxistipps

Den Treppenlift als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen

Wenn Sie den Treppenlift als außergewöhnliche Belastung geltend machen, können Sie die Ausgaben von der Steuer abzusetzen. Auf diese Weise ist es möglich, die Kosten für die Hilfe beim Treppensteigen erheblich zu reduzieren.

Den Treppenlift als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen

Informieren Sie sich bei unserem Partner darüber, in welchen Fällen Sie den Treppenlift als außergewöhnliche Belastung geltend machen können.

Die Ausgaben für den Treppenlift sind in der Regel sehr hoch. Doch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um die Belastungen zu reduzieren. Wenn Sie die Ausgaben von der Steuer absetzen, können Sie beispielsweise viel Geld sparen.

Die grundsätzlichen Voraussetzungen

Wenn Sie den Treppenlift als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt geltend machen möchten, um auf diese Weise Steuern zu sparen, ist es selbstverständlich notwendig, dass Sie ihn selbst bezahlt haben. Wenn Sie beispielsweise einen Arbeitsunfall erlitten haben und daher die Berufsgenossenschaft für den Treppenlift aufkommt, ist keine Steuervergünstigung möglich. Wenn Sie einen Zuschuss durch die Pflegekasse erhalten, können Sie nur den Teil, den Sie selbst bezahlt haben, als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

Darüber hinaus sieht die Steuergesetzgebung vor, dass Sie auch bei außergewöhnlichen Belastungen für einen bestimmten Teil selbst aufkommen müssen. Wie hoch dieser Eigenanteil ist, ergibt sich aus der Höhe Ihres Einkommens, der Zahl Ihrer Kinder und aus einigen weiteren Faktoren. Sie können lediglich den Teil der Ausgaben geltend machen, der diesen Betrag übersteigt.

Ein ärztliches Attest ist notwendig

Das Konzept der außergewöhnlichen Belastungen trifft nur dann zu, wenn Sie sich in einer besonderen Lebenssituation befinden, die die entsprechenden Anschaffungen notwendig macht. Hierfür müssen Sie stets einen Nachweis erbringen. Daher ist eine ärztliche Bestätigung erforderlich, die aussagt, dass der Treppenlift medizinisch notwendig ist. Auch ein Schwerbehindertenausweis mit dem Eintrag einer entsprechenden Gehbehinderung oder die Einteilung in die Pflegestufe III kann als Bestätigung dienen.

Früher war es hierfür notwendig, eine amtsärztliche Bestätigung einzuholen. Im Jahre 2014 entschied der Bundesfinanzhof jedoch, dass ein gewöhnliches Attest ausreichend ist. Um sich Ärger mit den Behörden zu sparen, kann es aber dennoch sinnvoll sein, einen Amtsarzt aufzusuchen. In jedem Fall ist eine Beratung durch einen Steuerberater vor dem Kauf zu empfehlen. Dieser kann Ihnen verbindlich sagen, welche Bestätigung Sie benötigen.

Weitere Tipps, um Steuern zu sparen

Alle Kosten, die durch Krankheiten oder einen Zustand der Pflegebedürftigkeit anfallen, gelten als außergewöhnliche Belastung. In der Regel liegen die Ausgaben jedoch unterhalb des Eigenanteils, sodass Sie sie nicht beim Finanzamt geltend machen können. Wenn der Eigenanteil jedoch bereits durch den Kauf des Treppenlifts ausgeschöpft ist, können Sie auch alle übrigen Ausgaben als außergewöhnliche Belastung angeben, um so weitere Steuern zu sparen.

Dieser kleine Ratgeber kann nur einige grundsätzliche Tipps geben, in welchen Fällen es möglich ist, den Treppenlift als außergewöhnliche Belastung geltend zu machen. Um alle Details zu diesem Thema zu erfahren, ist es jedoch sinnvoll, die Situation mit einem Steuerberater zu besprechen. So erhalten Sie präzise und verlässliche Informationen, die sich auf Ihre persönliche Situation beziehen.

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