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DemTect – Inhalte und Anwendung

Lesezeit: 2 Minuten Zur Feststellung kognitiver Einschränkungen können Sie verschiedene Tests und Erhebungsinstrumente benutzen. Neben dem häufig eingesetzten Uhren-Test eignet sich vor allem auch der DemTect zur Feststellung von Einschränkungen in wesentlichen Funktionsbereichen. Wie ist der Test aufgebaut und wann ist der DemTect besonders geeignet?

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DemTect – Inhalte und Anwendung

Lesezeit: 2 Minuten

Ähnlich wie der Mini-Mental Status-Test (MMST) dient der DemTect der Abklärung einer eventuellen Demenz. Das Verfahren wurde vom Forscherteam Elke Kalbe, Pasquale Calabrese und Josef Kessler entwickelt und prüft die Bereiche des Kurzzeit- sowie Langzeitgedächtnisses, Konzentration, Wortflüssigkeit und kognitive Flexibilität. Der Testwert erlaubt ein Screening bestehender Einschränkungen sowie eine Einschätzung des entsprechenden Schweregrades.

Insgesamt können Patienten 18 Punkte erreichen, wobei 12 Punkte oder weniger für den Verdacht auf pathologische Funktionseinschränkungen sprechen. Neben der Langform ist das Verfahren aber auch in einer Kurzvariante, dem Rapid Dementia Screening (RDS bzw. RDST) verfügbar.

Inhalte des DemTect

Zunächst sollen Patienten eine Liste von 10 Wörtern wiedergeben. Diese Aufgabe wird auch einmal wiederholt, um eine sichere Abschätzung der Gedächtnisfunktionen zu ermöglichen. Häufig werden gerade Wörter zu Beginn und zum Abschluss der Liste besser erinnert. Letztere sind noch im Kurzzeitgedächtnis gespeichert.

Die anfänglichen Begriffe hingegen werden häufig gedanklich wiederholt, um sich diese zu merken, sodass sie bereits in das Langzeitgedächtnis übertragen wurden. Können insbesondere Begriffe, die am Ende der Wortliste stehen, nicht mehr wiedergegeben werden, dann kann das auf entsprechende Probleme des Kurzzeitgedächtnisses hindeuten.

Nachfolgend müssen Zahlen umgewandelt werden. Diese sind entweder ausgeschrieben (als Wort, z.B. Einhundert) oder als Ziffernfolge (z.B. 100) vorgegeben und müssen in die jeweils andere Schreibweise übertragen werden. Ebenso gehören eine Aufgabe zur Wortflüssigkeit (das Nennen möglichst vieler Tiere oder Artikel aus einem Kaufhaus innerhalb einer Minute) und das Aufzählen einer Zahlenfolge in der umgekehrten Reihenfolge zu den Aufgaben des DemTect. Schließlich wird die anfängliche Wortliste nochmals abgefragt.

Wann sollten Sie den DemTect einsetzen?

Im Gegensatz zum MMST ist die Prüfung der Gedächtnisfunktionen beim DemTect umfangreicher, da hier statt dreier Worte eine ganze Wortliste von 10 Begriffen verwendet wird. Die Schwierigkeit des Tests ist somit insgesamt als höher einzustufen, was eine gute Differenzierung im Anfangsstadium einer Demenz ermöglicht.

Sie sollten den Test daher vor allem dann einsetzen, wenn Sie leichte Einschränkungen abschätzen möchten und noch keine bekannte Demenz besteht. Auch in der Kombination mit dem Uhren-Test, der vor allem konstruktive Fähigkeiten prüft, ist das Verfahren sinnvoll.

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