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Demenz vorbeugen: So mindern Sie das Erkrankungsrisiko

Lesezeit: 2 Minuten Können Sie einer Demenz vorbeugen? Niemand kann heute sicher verhindern, an Demenz, insbesondere Alzheimer, zu erkranken. Jedoch ist es möglich, durch eine gesunde und anregende Lebensgestaltung das Erkrankungsrisiko erheblich zu mindern. Hier finden Sie Tipps zur Vorbeugung.

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Demenz vorbeugen: So mindern Sie das Erkrankungsrisiko

Demenz vorbeugen: So mindern Sie das Erkrankungsrisiko

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Was ist Demenz?

Demenz ist ein fortschreitender Verlust des Verstandes durch die Zerstörung von Nervenzellen und der Verbindungen untereinander. Da nach heutigen Erkenntnissen – zumindest bei der häufigsten Demenzart, die Alzheimer-Krankheit, dieser Abbau-Prozess nicht gestoppt werden kann, gilt es das Risiko, an Demenz zu erkranken, zu reduzieren.

Um einer Demenz vorzubeugen gibt es drei grundlegende Ansatzpunkte.

Demenz vorbeugen – Gesund leben

Eine gesunde Lebensführung erhöht die Widerstandskraft gegen Krankheiten, welche auch den Abbau der Nervenzellen im Gehirn hervorrufen oder fördern können. Besonders wichtig ist eine gesunde Ernährung, wie dies vor allem in den Mittelmeerländern mit viel Gemüse, Obst, Olivenöl, Fisch und wenig fettem Fleisch üblich ist.

Daneben gehört zu einer gesunden Lebensweise viel Bewegung. Regelmäßiger Ausdauersport, wie Laufen oder Schwimmen wirken besonders günstig. Ein Indikator für ein gesundes Ernährungs- und Bewegungsverhalten ist das „Normalgewicht“. Zu vermeiden sind selbstverständlich übermäßiger Alkoholgenuss oder Sportarten, welche durch Gehirnerschütterungen Schäden hervorrufen wie Boxen oder Rugby.

Demenz vorbeugen – Reserven im Gehirn aufbauen

Intellektuelle Förderung von Kindesbeinen an durch Interesse-Wecken an allem, was einem umgibt, fortwährende schulische, berufliche oder „Freizeit-Bildung“ in sozialer oder musischer Weise hilft Reserven im Gehirn aufzubauen.

Die Anzahl der Verknüpfungen und Nervenzellen wird erhöht. Das Risiko, dass bei Abbauprozessen im Gehirn auch schnell demenzielle Ausfallerscheinungen auftreten wird dadurch verringert. Alzheimer und andere Demenzarten treten möglicherweise erst Jahre später auf – so dass sie erst gar nicht mehr erlebt werden.

Demenz vorbeugen – Aktiv und neugierig bleiben

Geselligkeit pflegen, in Vereinen, Kirchen mithelfen, musizieren, einen Kurs belegen oder selber anbieten, weiter Verantwortung für Bereiche des persönlichen Haushalts oder anderer Gemeinschaften verzögern Abbauprozesse; ja es gibt sogar Hinweise, dass auch im Alter Gehirnareale noch aufgebaut werden können.

So konnte z. B. an der Universität Hamburg-Eppendorf durch Prof. May nachgewiesen werden, dass sich durch das Erlernen von Jonglieren bei einer 60-Jährigen bestimmte Hirnareale vergrößert haben. (Drei Monate nach Absetzen dieser Übungen schrumpften auch diese Zellen wieder.)

Daraus ist zu schließen, dass gerade Kombinationen von körperlicher und geistiger Tätigkeit, wie dies auch beim Musizieren und Tanzen auftritt, besonders gut zur Vorbeugung und Verhinderung bzw. Verlangsamung von Abbauprozessen geeignet sind.

Wichtig dabei ist es, dass die Tätigkeit nicht als Belastung oder gar Stress empfunden wird. Das würde das Gegenteil bewirken. So erhöht sich z. B. das Demenzrisiko von demenzkranken Ehepartnern nach einer Untersuchung der Utah State University im Durchschnitt auf das 6-fache.

Fazit

Essen Sie gesund, bleiben Sie in Bewegung, sind Sie aktiv und bevorzugen Sie dabei das, was sie gerne tun. Lassen Sie sich helfen statt sich überfordern! So können Sie am besten der eigenen Demenz vorbeugen.

Bildnachweis: Ocskay Bence / stock.adobe.com

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