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Demenz: Der Expertenstandard Inkontinenz

Lesezeit: < 1 Minute Inkontinenz bezeichnet das Unvermögen, den Harnabgang zu kontrollieren. Bei Demenzpatienten muss die Demenz nicht der Auslöser sein. Oft sind es eher die Symptome einer Demenz, die Inkontinenz auslösen: Wenn der Patient beispielsweise den Weg zur Toilette nicht schnell genug findet.

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Demenz: Der Expertenstandard Inkontinenz

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Bei einer Demenz besteht die besondere Herausforderung darin, dass bei dem Patienten Kontinenz kaum dauerhaft gefördert werden kann. Für geeignete Maßnahmen muss vorerst die urologische Ursache abgeklärt werden. Pflegerische Interventionen sollten für größtmögliche Kontinenz sorgen. Anhand einer Bestimmung der Stufe der Kontinenz bzw. Inkontinenz kann das Pflegeziel erarbeitet werden – jeweils das Erreichen der nächsten Stufe.

Im Rahmen der MDK-Prüfung wird kontrolliert, ob Pflegeeinrichtungen angemessen mit Inkontinenz umgehen. Laut Begutachtungsanleitung wird Folgendes geprüft:

  • das Erkennen und Dokumentieren individueller Ressourcen und Risiken bei Inkontinenz
  • das Durchführen erforderlicher Maßnahmen  

Demenz: Der Expertenstandard Inkontinenz
Der Expertenstandard Inkontinenz besteht aus den folgenden sechs Stufen:

Stufe 1: Kontinenz
Der Demenzpatient ist völlig kontinent.

Stufe 2: Unabhängig erreichte Kontinenz
Der Demenzpatient leitet selbst erforderliche Maßnahmen ein und führt sie durch, beispielsweise plant er seine Toilettengänge so, dass er ungewollten Harnverlust vermeidet.

Stufe 3: Abhängig erreichte Kontinenz
Der Patient wird an Toilettengänge erinnert oder erhält Hilfestellung.

Stufe 4: Unabhängig kompensierte Inkontinenz
Der Patient leidet an unfreiwilligem Harnverlust und handhabt Vorlagen selbstständig.

Stufe 5: Abhängig kompensierte Inkontinenz
Das Inkontinenzmaterial wird von der Pflegekraft angelegt und gewechselt.

Stufe 6: Nicht kompensierte Inkontinenz
Der Demenzpatient leugnet seine Inkontinenz und wehrt sich gegen Hilfestellung jeder Art, zum Beispiel das Tragen von Einlagen.

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