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Das Reizdarmsyndrom und wie Sie es richtig diagnostizieren

Lesezeit: 2 Minuten Jeder hat ab und an mit einem unangenehmen Völlegefühl und einem Rumoren im Bauchbereich zu tun oder fühlt sich "aufgebläht". Wenn das Gefühl über längere Zeit hinweg Leiden bereitet, ist nicht die Rede von einer gesunden Reaktion des Körpers, sondern von einer funktionellen Störung: dem Reizdarmsyndrom. Was das Reizdarmsyndrom (RDS) ist und wann Sie davon betroffen sind, verrät Ihnen dieser Artikel.

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Das Reizdarmsyndrom und wie Sie es richtig diagnostizieren

Das Reizdarmsyndrom und wie Sie es richtig diagnostizieren

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Reizdarmsyndrom – eine Funktionsstörung des Verdauungstrakts mit chronischen Beschwerden

Das Reizdarmsyndrom hat keine organische Ursachen. Es handelt sich um eine zwar unangenehme, jedoch ungefährliche Funktionsstörung des Dickdarms bzw. des Nervengeflechts in der Darmwand, das die Muskulatur in den Wänden des Verdauungstrakts kontrolliert. Eine weitere Ursache für das Reizdarmsyndrom ist die Anfälligkeit des Dickdarms gegenüber den verschiedenen Störfaktoren, die als Folge einer zurückgebliebenen infektiösen oder parasitären Kolitis auftreten. Dabei ist die Funktion des Dickdarms gestört und läuft nur noch mit Symptomen ab.

Symptome des Reizdarmsyndroms

Weil die Beschwerden des Reizdarmsyndrom (RDS) einer Magen-Darm-Infektion ähnlich sind, bleibt es häufig nicht diagnostiziert und unbehandelt. Auch die Ausprägungen des Reizdarmsyndroms machen die Diagnose so schwierig. Das Reizdarmsyndrom wird in drei verschiedene Formen mit folgenden typischen Symptomen unterschieden:

  • Veränderung des Stuhlgangs, die sich in Verstopfung oder Durchfall zeigen oder beides im Wechsel.
  • Wiederkehrende, krampfartige Bauchschmerzen.
  • Rumoren oder Blähungen im Bauch.

In manchen Fällen laufen alle Symptome ab und treten nach dem Essen oder Aufstehen auf. Die Beschwerden können oft für Monate, Jahre oder manchmal auch Leben lang anhalten und beeinträchtigen teilweise das Leben sehr.

Wann sind Sie vom Reizdarmsyndrom betroffen?

Das Reizdarmsyndrom tritt zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr zum ersten Mal auf. Laut Aussagen sind Frauen häufiger von dem Reizdarmsyndrom betroffen ,als Männer. Warum das so ist bleibt bis heute ungeklärt. Was bekannt und geklärt ist, das ist die Anfälligkeit und die Auslöser für das Reizdarmsyndrom.

Nahrungsunverträglichkeit oder Allergien spielen unter anderem eine Rolle. Des Weiteren kann der andauernde Stress, Ärger und eine ungesunde Lebensweise das Reizdarmsyndrom stark beeinflussen und sind für die Entstehung verantwortlich.

Die Diagnose des Reizdarmsyndrom sichern

Weil es sich bei dem Reizdarmsyndrom nicht um eine organische Erkrankung handelt, ist sie mit einer ärztlichen Untersuchung wie der Darmspiegelung oder einem Röntgenbild nicht zu erheben, jedoch sinnvoll, um andere schwere Erkrankungen auszuschliessen. Die Diagnose wird über den Ausschluss anderer Krankheitsbilder (Darmkrebs, entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und anhand typischer Beschwerdemuster sowie einem Protokoll gestellt.

Leiden Sie häufig an den genannten Symptomen und haben die Vermutung von dem Reizdarmsyndrom betroffen zu sein, so ist es auf jeden Fall ratsam den Hausarzt aufzusuchen. Sie können sich schon im Vorfeld ein Beschwerdetagebuch führen und Überblick verschaffen. Laden Sie sich das Beschwerdetagebuch als PDF-Datei herunter: Beschwerdetagebuch.

Die besten Wünsche für Ihre Gesundheit.

Bildnachweis: karakedi35 / stock.adobe.com

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