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Das Material Wachs drängt sich in Privathaushalte und Betriebe

Lesezeit: 4 Minuten Wer sich wenig um Do-it-yourself-Ideen kümmert, sich nicht aktiv nach Alternativen für Verpackungen aus Plastik umsieht und auch keine Kinder zuhause hat, der wird nur selten in Berührung mit dem Material Wachs kommen. Richtig gelesen: Wachs lässt sich zu so viel mehr verwenden als nur als Kerze abgebrannt zu werden. Welche Wachsprodukte aktuell am Markt besonders beliebt sind, verrät dieser Beitrag.

4 min Lesezeit
Das Material Wachs drängt sich in Privathaushalte und Betriebe

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Wachstücher als Alternative zu Frischhaltefolie

Wachstücher erfreuen sich – als Alternative zu Alu- oder Frischhaltefolie – immer größerer Beliebtheit, tragen sie doch mit dem Ansatz Rechnung, weniger Müll zu produzieren. Neu ist die Idee des Wachstuchs übrigens nicht, stattdessen erlebt diese alte Tradition in Zeiten der Plastikfreiheit ein wahres Revival. Zu kaufen gibt es Wachstücher, die zum Einwickeln und Frischhalten von Speisen dienen, sowohl im Drogeriemarkt als auch in der Do-it-yourself-Variante, die gar nicht so schwierig nachzumachen ist.

Das Material Wachs drängt sich in Privathaushalte und Betriebe
Abbildung 1: Wachstücher sind eine praktische Alternative zur Alu- oder Frischhaltefolie – und noch dazu deutlich umweltfreundlicher.
  1. Auf einem Stück Backpapier wird ein Stück Baumwollstoff platziert, die im Vorfeld gewaschen und auf die Größe zugeschnitten wurde, die als Wachstuch geeignet ist.
  2. Im zweiten Schritt muss das warme Bienenwachs gleichmäßig auf dem Stoff verteilt werden. Eine Alternative zum warmen Bienenwachs sind Bienenwachsflocken, die auf den Stoff gestreut werden. Tipp: Mit einem Löffel Kokosöl im Bienenwachs wird das Wachstuch später deutlich geschmeidiger und lässt sich noch leichter als Folien-Alternative zum Verpacken von Lebensmitteln verwenden.
  3. Über Stoff und Wachs kommt nun ein weiterer Bogen Backpapier, der als Schutz zwischen Wachs und Bügeleisen fungieren soll. Vorsichtig und faltenfrei sollte nun das Bienenwachstuch so gebügelt werden, dass sich das Wachs auf alle Teile des Stoffs verteilt. Tipp: Hat das Verteilen des Wachses nicht auf Anhieb gut funktioniert, kann ein Fön dabei helfen, einzelne Stelle nochmal zu erwärmen und neu zu bügeln.
  4. Im letzten Schritt wird das Backpapier entfernt und das fertige Wachstuch kühlt ab. Anschließend kann es direkt mehrere Male verwendet werden.

Wachs als praktischer Tischbelag

Hersteller von Wachstuch-Tischdecken bieten in aller Regel zweierlei Wachs-Tischbeläge an: Tischdecken mit weicher Vliesrückseite und mit robuster Geweberückseite. Wo sie zum Einsatz kommen, entscheidet dann der Nutzungsbereich, was in den allermeisten Fällen das bedeutet: In Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Klinken oder Behörden sind die Modelle mit robuster Geweberückseite eine gute Wahl.

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Abbildung 2: Vor allem für den Außenbereich oder wenn Kinder im Haus leben, sind Wachstischtücher gut geeignet. Sie lassen sich schnell abwischen.

Wer auf der Suche ist nach einer outdoor-tauglichen Tischdecke für den Gartentisch, der setzt vielleicht deswegen auf eine weiche Vliesrückseite, weil die Decke leichter biegsam ist und haptisch feiner wirkt, ohne dabei auf die praktische Oberflächenstruktur von Wachs zu verzichten. Die Herstellung ist im Grunde ganz simpel: Vlies oder Gewebe werden auf das Wachstuch gepresst, so entsteht ein Tischdecken-Duo, das abwischbar und rutschfest zugleich ist. Auch als natürliche Politur für den Tisch unter dem Tischtuch ist Wachs übrigens bestens geeignet.

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Abbildung 3: Wachs lässt sich in viele verschiedene Formen gießen und anschließend als Kerzen verwenden.

Wachs lässt die Herzen von Deko-Freunden höher schlagen

Wachs ist die moderne Art der Knet- und Modeliermasse und lässt sich darüber hinaus noch deutlich einfacher verarbeiten – zumindest von all jenen, die einmal den Bogen raus haben. Die simpelste Idee, um aus Wachs eine hübsche Dekoration zu modellieren, ist natürlich die Kerze. Als Form kann dabei alles dienen, was feuerfest ist und dem heißen Wachs standhält.

  • Miniatur-Kerzen aus Wachs lassen sich beispielsweise in die Schalen einer Walnuss gießen. Ins heiße Wachs muss dann lediglich so lange ein Docht gehalten werden, bis dieser fest wird und selbstständig im Wachsbad hält.
  • Ein echt cooles Kerzen-Design wird möglich, wenn eine kleine Cola-, Fanta- oder Sprite-Flasche als Vorlage dient. Zunächst wird das Etikett abgelöst, was später noch einmal gebraucht wird. Anschließend wird ein Docht in die Flasche gehängt, der am oberen Ende mit einem querliegenden Zahnstocher gehalten wird. Das Wachs, das mithilfe von Wachsfarbe in jede erdenkliche Farbe wechseln kann, wird verflüssigt und in die Flasche gekippt. Tipp: Die obersten drei Zentimeter sollten (rein aus optischen Gründen) mit weißen Wachs verfüllt werden. Das Wachs muss dabei flüssig, aber nicht zu heiß sein. Ist die Wachsflasche komplett abgekühlt, wird die Flasche aufgeschnitten und die Wachskerze wird herausgeholt, was durchaus Fingerspitzengefühl erfordert. Für das markengetreue Cola-, Fanta- oder Sprite-Design einfach das Etikett mit Fotokleber aufbringen.
  • Besonders praktisch ist Deko aus Wachs, wenn sie direkt noch einen Nutzen hat. Das ist beispielsweise beim Wachskleid der Fall, das um die Amaryllis gegossen werden kann. Angefertigt wird dieses Wachskleid ebenso wie jedes Wachsprodukt: Das Wachs wird geschmolzen; die Amaryllis wird eingetaucht und hat so einen passgenauen Übertopf, der darüber hinaus auch noch die Feuchtigkeit hält.

Wachs in der Kosmetik. Dafür dient das Material in der Naturkosmetik

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Abbildung 4: Cremes auf Bienenwachs-Basis lassen sich im Handumdrehen selbst mischen.

Vor allem Imker haben immer öfter Wachsprodukte im Angebot, die dem Bereich der Kosmetik entspringen. So gibt es Lippenpflegestifte auf Basis von Bienenwachs, Hautschutzcreme, Handcreme und Seife, die auf Basis von Bienenwachs entstehen und damit als Naturprodukt verkauft werden können. Für all jene, die sich selbst eine Creme auf Basis von Bienenwachs kreieren wollen, gibt es ein simples Rezept: Fünf Gramm Bienenwachs, 40 Gramm hochwertiges Pflanzenöl und sieben Tropfen eines ätherischen Öls sind das Grundrezept für eine Bienenwachs-Handcreme. Durch die Zugabe von Kräutern oder Butter, kann dieses Rezept nach Belieben individualisiert werden. Weitere Rezepte aus dem Bereich der Naturkosmetik gibt es online zuhauf.

Warum Bienenwachs immer stärker ins Blickfeld gerät, liegt an den natürlichen Eigenschaften: Bienenwachs schützt die Haut, versorgt sie mit Feuchtigkeit und verleiht ihr einen dünnen Schutzfilm. Als Naturprodukt ist Bienenwachs besonders hautverträglich. Darüber hinaus können warme Bienenwachs-Packungen eine Wohltat für Gelenke sein, vor allem auch, wenn diese (beispielsweise im Alter) zu Entzündungen neigen.

Bildnachweis: p-fotography / stock.adobe.com

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