Homöopathie Praxistipps

Das homöopathische Mittel Sulfur verwenden

Lesezeit: 2 Minuten Sulfur ist eines der am häufigsten verordneten Mittel in der Homöopathie. Es ist ein typisches Mittel für Hautprobleme, kann aber auch alle möglichen anderen Beschwerden heilen. Dies macht die Mittelwahl nicht unbedingt leichter. In der Praxis sind die Sulfur-Patienten oft an ihren psychischen Symptomen erkennbar.

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Das homöopathische Mittel Sulfur verwenden

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Lokale Symptome von Sulfur: Hitze, brennende Schmerzen und Hautprobleme

Sulfur ist eines der typischsten Mittel für brennende Schmerzen. Diese können überall auftreten, als Kopfschmerz, an den Fußsohlen und besonders häufig an der Haut, wenn Ausschläge aufgekratzt wurden.

Hautausschläge von Sulfur-Patienten sind immer mit starkem Juckreiz verbunden und werden nachts und durch Waschen oder Baden schlimmer. Überhaupt mag der Sulfur Patient die Bettwärme und warme Räume nicht. Er streckt vor allem die Füße unter der Decke hervor. Auch die Hände können heiß, schweißig und brennend sein.

Sulfur und übler Geruch – oft nach faulen Eiern

Ein weiteres Kennzeichen für Sulfur ist der üble Geruch, manchmal in Verbindung mit Schmutz oder Dreck. Entweder bilden sich diese Menschen üble Gerüche ein oder ekeln sich vor den Gerüchen und dem Dreck anderer Leute oder sie verströmen ihn selbst (Schweiß, Stuhl, Harn etc.).

In der Literatur ist Sulfur dafür bekannt, in alten, ungewaschenen Kleidern herumzulaufen. So wird man den Patienten heute selten antreffen, aber selbst wenn sich der Sulfur-Mensch sehr bemüht, kann man an ihm oft einen Fleck, eine schiefe Krawatte oder eine etwas unordentliche Frisur entdecken.

Sulfur und sein psychisches Bild

Das psychische Bild des Sulfur-Menschen wird oft als egoistisch beschrieben. Genauer gesagt handelt es sich aber um das starke Bedürfnis nach Anerkennung, Ehre und Liebe. Dadurch bemüht sich der Sulfur-Mensch unglaublich und kann in Partnerschaft, Studium oder Beruf sehr erfolgreich sein.

Seine Bemühungen laufen aber immer an der Oberfläche ab. Sein oft enormes Wissen geht in die Breite, selten in die Tiefe. Diese enormen Anstrengungen können auch ins Gegenteil umschlagen und der Sulfur-Mensch wird faul, vernachlässigt seine Beziehung und sein Äußeres. Kommt er in dieser Phase in die Praxis, kann er durchaus dem in der Literatur beschriebenen „schmuddeligen Wissenschaftler“ ähneln. Denn er ist von Natur aus auch sehr phantasievoll und erfinderisch.

Allgemeinsymptome

Der Sulfur-Mensch hat oftmals Unterzucker-Probleme. Besonders gegen 11 Uhr vormittags oder eine Stunde vor der gewohnten Essenszeit wird er von Heißhunger-Attacken überfallen. Er wird auch als langsam, faul, hungrig und immer müde beschrieben. Diese Patienten mögen gerne Süßes, Fettes, deftig Gewürztes, Fleisch, und Alkohol, was sich nicht gut mit ihrer Neigung zu Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Diabetes verträgt.

Fazit

Sulfur wird von vielen Homöopathen nicht nur aufgrund des Mittelbildes verschrieben. Da dieses Arzneimittel so typisch für die Beschwerden nach der Unterdrückung von Symptomen ist und so allgemein menschliche „Charakterzüge“ hat, gilt es auch als guter Löser von Blockaden.

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Bildnachweis: jonnysek / stock.adobe.com

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