Homöopathie Praxistipps

Das homöopathische Mittel Ferrum phosphoricum

Lesezeit: 2 Minuten Keine homöopathische Hausapotheke für die ganze Familie kommt ohne Ferrum phophorium – das Eisenphosphat – aus. Das natürliche Mineral, das auch als Vivianit bezeichnet wird, kommt vor allem bei fiebrigen Infekten aller Art zum Einsatz.

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Das homöopathische Mittel Ferrum phosphoricum

Das homöopathische Mittel Ferrum phosphoricum

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Herkunft

Eisenphosphat bildet sich in der Natur, wenn phosphathaltige Böden von Mooren oder Grundwasserseen austrocknen. Dabei bilden sich die zunächst durchsichtigen Vivianit-Kristalle, die sich dann unter Sauerstoffeinwirkung in bläuliche verfärben. Die Tönungen liegen zwischen blau, violett und grünblau.

Potenzen und Darreichungsformen

Ferrum phosphoricum kommt vor allem in den niedrigen bis mittleren Potenzen zum Einsatz. Besonders häufig werden die Potenzen D6 und D12 angewendet. Aber auch die Potenzen D30 sowie C6 und C12 haben ihre Einsatzgebiete.

Krankheitsbilder und Einflussfaktoren

Die typischen Krankheitsbilder, die eine Anwendung von Ferrum phosphoricum bedingen, gehen oft mit Fieber und einer starken, körperlichen Schwäche einher. Zu den Krankheitsbildern zählen:

  • Erkältungen mit Fieber
  • fieberhafte Infekte ohne klare Ursache
  • Ohrenentzündungen mit Fieber
  • Magen-Darm-Infekte
  • Zahnungsbeschwerden mit Fieber

Typisch für den Ferrum-phosphoricum-Patienten ist eine ausgeprägte Schwäche und Unlust auf alles. Die Patienten sind oft unruhig und unzufrieden, sind blass und haben einen Brummschädel, der sich sehr schwer anfühlt. Auch bei hohem Fieber erscheinen die Patienten erstaunlich fit, spielen, lesen oder wollen sich leicht bewegen.

Anwendungsgebiete

Die homöopathischen Mittel auf Basis von Eisenphosphat decken ein breites Anwendungsgebiet ab und kommen sowohl bei akuten als auch langwierigen Erkrankungen zum Einsatz:

  • Erkältung und fieberhafter Infekt: mittelhohes Fieber, Atemwegsinfektionen mit gereizten Schleimhäuten – besonders am Anfang anzuwenden
  • Fieber: unklarer Ursprung, langsam ansteigend bis hin zu mittelhoch, starkes Schwächegefühl
  • Ohrenschmerzen: langsam zunehmende Mittelohrentzündung mit Fieber, meist entstehend aus einer Erkältung
  • Nasenbluten: bei Kindern im Wachstum, oft begleitet von einem abwechselnd roten und blassen Gesicht
  • Bettnässen: bei eher zarten, blassen Kindern, meist tagsüber, häufige Toilettengänge
  • Schwindel: aufgrund von Kreislaufbeschwerden, verbunden mit Schwächegefühl
  • Heiserkeit: nach Überanstrengung der Stimme durch Reden oder Singen – im Wechsel mit Kalium phosphoricum anzuwenden
  • Magenverstimmung: Appetitlosigkeit und Heißhunger im Wechsel, Milch und Fleisch nur schlecht verträglich

Die meisten Ferrum-phosphoricum-Patienten suchen nach Ruhe und Geborgenheit, mögen es aber nicht zu warm. Geräusche, Lärm, Zugluft oder kalte Getränke verschlechtern die Situation, während leichte Bewegung oft gut tut. Typischerweise geht es den Patienten nachts und gegen Morgen zwischen 4 und 6 Uhr am schlechtesten.

Dosierung und Anwendung

Als typisches Akutmittel kann Ferrum phosphoricum zu Beginn der Erkrankung sehr häufig – bis zu stündlich – eingesetzt werden. Dazu werden fünf Globuli pro Gabe verabreicht. Zeigt sich eine Besserung, werden die Intervalle verlängert und die Anzahl der Gaben auf drei bis fünf am Tag reduziert. Am besten geeignet sind dafür die Potenzen D6 und D12. Die etwas höheren Potenzen D12 und D30 können auch zur Unterstützung der Blutbildung eingenommen werden. Dabei werden pro Tag einmal fünf Globuli bei D30 und dreimal fünf Globuli bei D12 eingesetzt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Baby

Während der Schwangerschaft ist Ferrum phosphoricum das Mittel zu Wahl als Akutmittel bei fiebrigen Infekten, Erkältungen und ersten Anzeichen von Mittelohrentzündung. Wichtig ist, so früh wie möglich anzufangen, bevor sich die Symptome intensivieren. Des Weiteren kann homöopathisches Eisenphosphat die Gabe von Eisen bei Blutarmut unterstützen.

Auch Babys profitieren bei fiebrigen Infekten aller Art von Ferrum phosphoricum. Vor allem bei Mittelohrentzündungen, Zahnungsbeschwerden, Sommerdurchfall und Halsentzündungen hilft das Mittel oft sehr gut. Typisch sind rote Wangen beim Zahnen oder rote Ohren bei Ohrenentzündungen.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Ferrum phosphoricum führt oft zu einer leichten Erstverschlimmerung, welche aber innerhalb von zwei bis drei Stunden abklingen sollte. Ist das nicht der Fall, ist der Wechsel auf ein anderes Mittel meist ratsam.

Bildnachweis: Björn Wylezich / Adobe Stock

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