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Das homöopathische Mittel Arnica

Lesezeit: 2 Minuten Keine homöopathische Hausapotheke kommt ohne dieses Akutmittel schlechthin aus: Arnica. Das sollten Sie über den Tausendsassa der Natur wissen.

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Das homöopathische Mittel Arnica

Das homöopathische Mittel Arnica

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Die aus der echten Arnika – Arnica montana – gewonnene Urtinktur wird wohl erst seit Hildegard von Bingen als Heilpflanze eingesetzt. Sie hat ein echtes Wechselbad der Anwendung hinter sich und wird heute wegen der leicht toxischen und allergieauslösenden Eigenschaften als Pflanzenextrakt nur noch äußerlich eingesetzt.

Arnica wird gegen jede Form von „Zerschlagenheit“ eingesetzt – egal ob seelisch oder körperlich.

Herkunft

Die Stammpflanze Arnica montana stammt als Gebirgspflanze aus den Alpen, kommt aber auch in den Pyrenäen, in Südschweden und auf dem Balkan vor. Sie wächst dabei sowohl im Tal als auch auf dem Berg bis zu einer Höhe von knapp 3000 Höhenmetern. Heutzutage ist die Arnica montana stark gefährdet und steht auf der Roten Liste. Sie darf keinesfalls gepflückt oder ausgegraben werden.

Potenzen und Darreichungsformen

In der Hausapotheke kommt Arnica vor allem in Form von Globuli oder in Zubereitungen zur äußerlichen Anwendung zum Einsatz. Häufig angewendete Potenzen sind D6 und D12 sowie C200 in Akutsituationen, in denen auch D30 und C30 geeignet sind.

Krankheitsbilder und Einflussfaktoren

Das Leitmotiv der „Zerschlagenheit“ auf psychischer und physischer Ebene prägen die Einsatzgebiete von Arnica:

  • Verletzungen und Traumata aller Art
  • Geburt und Geburtsverletzungen bei Mutter und Kind
  • starke Entzündungen wie Abszesse oder Furunkel
  • Gicht und Arthritis
  • Gehirnerschütterung oder Schlaganfall

Normalerweise fühlen sich Betroffene besser, wenn sie Ruhe finden und dabei liegen können. Für die Anwendung von Arnica spricht es außerdem, wenn Druck jeder Art wie eine Berührung, aber auch die eigene Bewegung oder Erschütterungen die Situation verschlimmern. Auch Feuchtigkeit und feuchte Kälte beeinflussen den Gesamtzustand negativ.

Anwendungsgebiete

Arnica gilt als das wichtigste Schmerzmittel im homöopathischen Bereich bei der Anwendung im akuten Notfall. Dazu zählen Unfälle wie Stürze mit Prellungen, Blutergüssen oder Schnittwunden ebenso wie Verstauchungen, Verrenkungen oder Quetschungen. Für Reisende ist Arnica im Wechsel mit Nux vomica ein gutes Mittel, um den Jetlag abzumildern. Darüber hinaus kommt das Mittel bei den folgenden Erkrankungen und Beschwerden zum Einsatz:

  • Nasenbluten: bei Verletzung wie einem Schlag oder durch extreme Anstrengung
  • Hexenschuss & Rückenschmerzen: akuter Notfall durch Verletzung oder Verrenkung
  • Knochenverletzungen: bei Unfällen und Traumata aller Art
  • Muskelkater: nach Überanstrengung bei intensiven Schmerzen
  • Geburt: zur Prophylaxe und Begleitung der Rückbildungsphase
  • Rheuma & Arthritis: bei dumpfen Schmerzen nur bei Bewegung

Die Arnica-Patienten erscheinen meistens ängstlich bis schreckhaft. Sie möchten alleine gelassen werden und suchen einen warmen, ruhigen Rückzugsort.

Dosierung und Anwendung

Für die Anwendung als Notfallmedikation bei Unfällen, Verletzungen und Traumata wird Arnica als Akutmittel vor allem in der C200-Potenz eingesetzt. Dabei werden anfangs alle halbe Stunde 5 Globuli gegeben. Bei Abklingen der Beschwerden wird auf drei Gaben täglich reduziert. Statt C200 sind auch C30 und D30 sowie die niedrigen Potenzen D6 und D12 für die vorbeugende Einnahme oder für die Nachbehandlung geeignet. Des Weiteren sind auch viele Präparate zur äußeren Anwendung erhältlich.

Schwangerschaft, Stillzeit und Baby

Während der Schwangerschaft kann Arnica bei Unfällen, die zu einer Quetschung des Bauches geführt haben, eingesetzt werden. Auch Erbrechen soll es lindern. Wirklich wichtig wird Arnica in der Hausapotheke aber zur Geburt. Es kann helfen, die Wehen zu regulieren und den Geburtsschmerz zu lindern. Außerdem erleichtert es die Nachgeburt und reduziert die Intensität der Nachwehen. Auch bei Dammschnitten oder der Entbindung per Kaiserschnitt ist die Einnahme von Arnica sinnvoll. Das gilt dann auch für das Baby, falls es durch eine Saugglocken- oder Zangengeburt Blutergüsse davongetragen hat.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Weil die Pflanze Arnika eine recht hohes Allergiepotential aufweist, sollten Allergiker nur sehr hohe Potenzen verwenden. Während der Schwangerschaft ist von einer längerfristigen Einnahme abzusehen, weil Arnica wehenfördernd wirken kann.

Bildnachweis: franzdell / Adobe Stock

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