Homöopathie Praxistipps

Das homöopathische Mittel Allium cepa

Lesezeit: 2 Minuten Seit Jahrhunderten ein bewährtes Heilmittel ist die Küchenzwiebel. In fast jedem Haushalt zu finden, gilt die Zwiebel als Geheimtipp bei Erkältungskrankheiten mit Schnupfen und Husten oder nach Wespenstichen. Auch in der Homöopathie hat die Küchenzwiebel, Allium cepa, einen festen Platz und wird zur Behandlung von grippalen Infekten, Halsentzündungen, Husten und Phantomschmerzen eingesetzt.

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Das homöopathische Mittel Allium cepa

Das homöopathische Mittel Allium cepa

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Herkunft

Die Zwiebel ist schon so lange eine vom Menschen kultivierte Nutzpflanze, dass der Ursprung ihrer Herkunft heute nicht mehr festzustellen ist. Zahlreiche Hochkulturen nutzen Allium cepa als Heilpflanze und Gewürz. Kein Wunder, dass die alten Ägypter ihren Pharaonen Zwiebeln mit ins Grab legten. Heute wird das Lauchgewächs weltweit angepflanzt und häufig in der Selbstmedikation eingesetzt.

Potenzen und Darreichungsformen

Die Zwiebel wird homöopathisch vor allem in den mittleren Potenzen wie D6 und D12 sowie C6 und C12 genutzt. Aber auch der Zwiebelsaft kommt in verschiedenen Varianten innerlich und äußerlich zur Anwendung. Damit gehört die Zwiebel zu den Nutzpflanzen, die jeder im Bedarfsfall selbst in ein Arzneimittel verarbeiten kann.

Krankheitsbilder und Einflussfaktoren

Die Vielseitigkeit der Zwiebel überzeugt nicht nur in der Küche, sondern auch in der Medizin. Unter anderem reagieren die Atemwege, der Magen-Darm-Trakt und die Blase, die Haut und die Nerven auf Allium cepa und deren tränentreibenden Effekt:

  • Erkältungen mit Schleimbildung in Nase und Bronchien
  • Infektionen in den Atemwegen
  • Darmprobleme
  • Entzündungen im Ohr
  • Schmerzen nach Amputationen
  • Entzündungen der Haut oder der Nägel

Typische Allium-cepa-Patienten wirken eher ängstlich und in sich gekehrt. Sie sind sehr empfindlich auf Gerüche und bestimmte Texturen unter ihren Fingern. Sie neigen zu schweren Erkältungen mit Schleimbildung und Atemproblemen. Außerdem entwickeln viele Patienten auch juckende oder brennende Hautstellen.

Anwendungsgebiete

Bei der medizinischen Nutzung der Zwiebel setzt man vor allem auf die tränentreibende und schleimverdünnende Wirkung der enthaltenen Schwefelverbindungen. Sie sorgen für eine Reizung, die zu mehr dünnem Schleim führen, was den Abtransport erleichtert:

  • Schnupfen: verstopfte Nase, schwer laufender Schupfen, Fließschnupfen mit viel Sekret, häufig schnell wundmachend unter der Nase, tränende Augen
  • Husten: starke Schleimbildung in den Atemwegen, gestörte, röchelnde Atmung
  • Phantomschmerzen: nach Amputationen brennende Schmerzen am Stumpf
  • Heuschnupfen: stark fließender Schnupfen, viel Tränenbildung
  • Halsschmerzen: brennender Schmerz beim Schlucken, ständiges Räuspern aufgrund von unangenehmem Belag im Hals
  • Mittelohrentzündung: im Anfangsstadium oder bei leichten Verläufen, oft durch Stock- oder Fließschnupfen verursacht
  • Nagelbettentzündung: durch Reizungen oder nasse Kälte

Gerade bei Erkältungen mit einer verstopften Nase trotz Fließschnupfen und einem unangenehmen Husten tut frische Luft dem Allium-cepa-Patienten wirklich gut. Das Zimmer sollte eher kühl sein und nicht überheizt. Bei nasskaltem Wetter bleiben die Patienten aber lieber drinnen. Morgens und abends geht es den Patienten meist am schlechtesten.

Dosierung und Anwendung

Als Akutmittel genutzt, kann Allium cepa alle 30 Minuten bei einer Dosierung von 3 Globuli pro Gabe eingesetzt werden. Dazu kommen die Potenzen D6 und D12 zum Einsatz. Nach etwa zwei Stunden sollten die Einnahmeintervalle verlängert werden, außer bei sehr starken, fortbestehenden Beschwerden. Dann wird erst am nächsten Tagen auf drei Gaben pro Tag reduziert.

Man kann die Therapie sehr gut von außen mit Zwiebelzubereitungen unterstützen. Ein Zwiebelsäckchen mit kleinen, warmen Zwiebelstückchen zum Beispiel hilft sehr gut gegen Mittelohrentzündungen. Zwiebelsaft aus Honig und Zwiebelstückchen löst Schnupfen und Husten.

Zur Vorbeugung gegen Heuschnupfen kann Allium cepa einmal wöchentlich in Form von fünf Globuli der Potenz D30 eingenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Baby

Bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten ist Allium cepa das Mittel der Wahl für Schwangere und Babys mit den passenden Symptomen: Fließschnupfen mit wundmachendem Nasensekret, brennende, tränende Augen und zunehmende Schleimbildung in den Bronchien mit rasselndem Atem.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Allium cepa verliert an Wirksamkeit, wenn der Patient während der Behandlung Knoblauch, Aloe oder Meerzwiebel-Produkte zu sich nimmt. Darüber hinaus ist die Zwiebel gut verträglich und sehr wirksam.

Bildnachweis: Printemps / stock.adobe.com

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