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Das Erscheinungsbild: Top oder Flop für die Selbstdarstellung

Lesezeit: 3 Minuten Ich persönlich kenne niemanden, der über sein eigenes äußeres Erscheinungsbild ernsthaft klagt. Und dennoch erlebe ich immer wieder, dass gerade die äußere Erscheinung ein deutliches Hindernis auf dem Weg zum Ziel sein kann. Hier finden Sie Tipps zu Ihrem Erscheinungsbild.

3 min Lesezeit

Das Erscheinungsbild: Top oder Flop für die Selbstdarstellung

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Sich über das eigene äußere Erscheinungsbild zu beschweren, gehört, gerade bei Frauen, hin und wieder zum guten Ton. "Meine Haare liegen überhaupt nicht", "irgendwie habe ich vier Kilo zugenommen" usw. – die üblichen Klagen. Jedoch hören wir solche Sätze meist dann, wenn der Kläger selber von uns eine Bestätigung darüber haben möchte, dass er mit seinen Aussagen völlig falsch liegt. In dem Moment, wo man die Klage bestätigen würde, wäre es vermutlich aus mit Freundschaft oder Sympathie.

Über Geschmack lässt sich nicht streiten

Und dennoch erleben wir es immer wieder, dass wir bei Bekannten, Freunden oder Verwandten uns im Stillen denken, dass deren äußeres Erscheinungsbild wenig zu ihrem guten Charakter passt, oder aber auf fremde Menschen abschreckend wirken muss.

Klar – über Geschmack lässt sich nicht streiten. Unabhängig von der Geschmacksfrage gibt es jedoch auch eine Wirkung, die sich auf einen Großteil der Menschen bezieht. Und wer diese Wirkung ignoriert, in seine Überlegungen nicht einbezieht, tut sich selber keinen Gefallen.

Eine neutrale Sicht auf das Erscheinungsbild

Nicht immer ist es einfach, eine gezielte und halbwegs neutrale Meinung von einem Freund oder einem Bekannten zum eigenen Erscheinungsbild zu erhalten. Zu groß ist die Angst auf der anderen Seite, verletzend zu wirken, oder mit der eigenen Aussage gar eine Beziehung zu zerstören. In der Regel sind Männer hiervon stärker betroffen als Frauen, da Frauen sich häufiger um ihr Erscheinungsbild Gedanken machen als Männer.

Und Frauen holen sich von Männern häufiger ein Feedback über Ihre persönliche Wirkung. Und seien wir Frauen ehrlich: Bei manch einer Frage hat unser Partner gar keine Chance darauf, eine Antwort zu geben und gleichzeitig den Frieden zu bewahren. Hat eine Frau ein paar Pfund zugenommen und klagt "findest du mich zu dick?", ist es mehr als schwierig für den Partner, zu reagieren. "Nein Schatz", kann ihm die Bezeichnung des Lügners einbringen, ein "Ja Schatz" könnte in einem Drama enden.

Wann darf ich meine Meinung sagen?

Woher soll ein Gegenüber also wissen, wann eine wirklich ehrliche Meinung gefragt ist? Ein weiteres Problem besteht darin, Kritik so zu äußern, dass der andere sie auch annehmen kann. Poltert man mit einer negativen Meinung heraus, wird der andere diese nicht ernst nehmen. Äußert man sich zu zaghaft, bekommt der andere möglicherweise nicht einmal mit, was man ihm sagen möchte. Die Kunst ist, die eigene Meinung wertschätzen zu bekunden.

Was aber ist überhaupt ein gutes äußeres Erscheinungsbild?

Letztlich gestalten wir alle unser Äußeres so, wie wir wahrgenommen werden wollen. Eine Klientin von mir, die im Bankingbereich tätig ist, kleidet sich mit Absicht nicht im Businessanzug. Im Gegenteil nutzt sie fast provokativ modisch zerrissene Jeans und setzt ihre Rundungen in Szene. Ist das nun gut oder schlecht?

Schwierig zu beantworten. Im klassischen Bankingbereich hat sie so mit Sicherheit keine Chance. Dies möchte sie aber auch gar nicht. Ihre Klienten sind ganz normale Privatleute, die ihren Auftritt angenehm finden. Allerdings ist ihr auch bewusst, dass der Auftritt etwas provoziert. Wer ein solches Risiko eingeht, weiß warum er dies tut. Wer einfach der eigenen Bekleidung keine Beachtung schenkt, muss damit leben dass er seine eigene Wirkung nicht kontrollieren kann.

Anpassung oder Individualität?

Sicherlich ist das äußere Erscheinungsbild oftmals eine Gratwanderung zwischen Anpassung und Individualität. Ich persönlich wähle häufig die Anpassung, da ich in meiner Rolle als Coach und Trainerinnen nicht auf eine Provokation aus bin.

Natürlich muss mir auch der Businessanzug gefallen und ich muss mich wohl darin fühlen. Dazu wähle ich Materialien die ich liebe. Allerdings gibt es auch bei mir Situationen, in denen ich bewusst ein anderes Outfit wähle, um eine bestimmte Wirkung zu erzeugen.

Wer nun der Meinung ist, es handele sich hier um eine sehr oberflächliche Betrachtungsweise, dem sei ans Herz gelegt, dass Menschen ihre Meinung innerhalb der ersten Sekunden bilden. Und selbstverständlich spielt hier das äußere Erscheinungsbild die größte Rolle.

Ein kritischer Freund ist gefragt

Um richtig zu liegen und das eigene Erscheinungsbild selber einschätzen zu können, ist zum einen ein kritischer Blick in den Spiegel sinnvoll, zum anderen das ernsthafte Nachhaken bei guten Freunden.

Fragen Sie aber Menschen, denen Sie in Geschmacksfragen vertrauen, denen Sie zutrauen, einen Blick für diese Dinge zu haben. Außerdem ist gerade beim äußeren Erscheinungsbild auch Abschauen erlaubt. Wenn Sie das Outfit oder Styling einer anderen Person besonders ansprechend finden, dürfen Sie dies ruhig für sich adaptieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Experimentieren!

Ihre
Julia Sobainsky

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