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Darum hat Linux keine Chance gegen den Windows-Riesen

Lesezeit: 3 Minuten Desktop-PCs und Laptops arbeiten quasi immer mit der aktuellen Version von Windows. Kaum überraschend, ist Microsofts Betriebssystem doch längst zum Standard für Privatanwender und sogar gewerbliche Kunden avanciert. Alternativen gibt es kaum: Linux ist aber eine davon. Aber lohnt sich der Umstieg?

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Darum hat Linux keine Chance gegen den Windows-Riesen

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Kurzum gesagt: Nein! Während ein Umstieg von Linux hin zu Windows durchaus zahlreiche Vorteile bietet, sprechen viele Gründe gegen einen Wechsel hin zu Linux. Die nachfolgende Übersicht hebt deutlich hervor, warum Microsofts Betriebssystem keinesfalls grundlos weit verbreitet ist und wo die Nachteile des freien Linux-Systems liegen.

1. Die Kompatibilität von ausführbaren Programmen wird erheblich eingeschränkt

Hierbei handelt es sich mit Sicherheit um einen der häufigsten Gründe, warum ein alternatives Betriebssystem einfach keinen Sinn macht. Softwareentwickler entwickeln ihre eigenen Programme ganz speziell für Windows, schließlich erreichen sie damit mehr als 95 Prozent aller PC- und Laptopnutzer. Darunter leidet die Kompatibilität zu anderen Betriebssystemen, bei denen die Programme entweder gar nicht mehr funktionieren oder erst umständliche und nur für fortgeschrittene Anwender mögliche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Verweigern die Programme aufgrund mangelnder Kompatibilität komplett ihren Dienst, helfen nur Alternativprogramme – diese können mit dem Vorbild aber meist einfach nicht mithalten. In der Praxis zeigt sich das vor allem bei Expertensoftware, wie zum Beispiel den Adobe Programmen, aber auch bei Spielen. Spiele sind in der Regel kaum mit Linux kompatibel, falls sie überhaupt funktionieren, geht das zudem zu Lasten der Performance. Weder für Profi-Anwender noch für den klassischen "Feierabendzocker" macht ein Umstieg also Sinn, da man sich dadurch schlicht und ergreifend die Auswahl möglicher Programme und damit auch die Nutzung des PCs einschränken würde.

Übrigens: Dank Steam und Co. sind Spiele durchaus auch unter Linux oftmals funktionstüchtig. Dennoch werden sie immer für Windows optimiert, weshalb andere Betriebssysteme von Entwicklern bestenfalls stiefmütterlich behandelt werden.

2. Einschränkungen bei der Hardware

Der Einsatz unterschiedlicher Hardware ist ein weiterer Nachteil von einem Umstieg, auch wenn sich die Situation in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert hat. Noch immer ist es aber keine Seltenheit, dass einzelne Grafik- und Soundkarten oder ganze Mainboards nicht von Linux erkannt werden. Mit einigen (mehr oder weniger komplizierten) Workarounds können Sie diese Situation oftmals zwar beheben, dennoch ist das für Sie mit zusätzlichem Aufwand verbunden.

Bei Windows hingegen ist quasi genau das Gegenteil der Fall. Hier kaufen Sie einfach die Hardware, die Sie möchten und die zueinander passt, während sich Windows sogar um den Treiberinstallation und gegebenenfalls Aktualisierungen kümmert. Bei einem Umstieg geht Ihnen dieser komfortable Service verloren – zudem müssen Sie sich im Vorfeld immer informieren, ob die Hardware überhaupt tauglich ist oder mitunter gar nicht vom freien Betriebssystem erkannt wird.

3. Schon bei der Installation können erste Probleme auftreten

Sicher erinnern Sie sich an die Installation Ihrer aktuellen Windows-Version. Normalerweise funktioniert diese wie folgt: CD/USB-Stick einlegen/anstecken, gelegentlich einige Felder ausfüllen und immer wieder auf "Weiter" klicken, bis die Installation fertiggestellt ist.

Bei Linux ist das nicht ganz so einfach, zumal hier immer wieder Hürden bei der Installation auftreten, die für unerfahrene (und sogar erfahrene) Anwender zum Enigma werden können. Wenn, statt einem Desktop, plötzlich nur eine Kommandozeile zu sehen ist, lief wahrscheinlich wieder einmal etwas schief.

Workarounds existieren natürlich auch dafür, dennoch entsteht hier erneut ein erheblicher Mehraufwand für den Anwender. So müssten Sie sich in diversen Linuxforen Hilfe suchen und auf andere erfahrene Nutzer vertrauen.

4. Kommandozeilen sind keine Seltenheit.

In Windows funktioniert alles mit einfachen Klicks auf bestimmte Icons. In Linux hingegen sind Kommandozeilen, Befehle und Skripte keine Seltenheit. Über diese müssten Sie sich separat informieren und gegebenenfalls Tutorials verinnerlichen. Anderenfalls könnten Sie das frisch installierte Betriebssystem gar nicht nutzen. Weil die Kommandozeilennavigation so kompliziert ist, finden sich im Internet sogar unzählige Handbücher dazu mit gesammelten Befehlen.

Der Umstieg von Windows auf Linux lohnt sich laut diesen Argumenten also definitiv nicht. Aber finden Sie das auch? Wann lohnt sich ein Umstieg auf Linux? Finden Sie Linux vielleicht generell besser als Windows? Wenn ja, wieso? Welcher Meinung sind Sie?

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