Krankheiten Praxistipps

Darmverschluss – selten aber lebensgefährlich

Lesezeit: 2 Minuten Ein Darmverschluss äußert sich in verschiedenen diffusen Symptomen, sollte aber schnell erkannt werden, da er sonst lebensgefährlich ist. Schon mit einem Stethoskop können Ärzte erkennen, ob es sich um einen Darmverschluss oder eine –lähmung handelt, da sich die Darmgeräusche dann verändern.

2 min Lesezeit
Darmverschluss – selten aber lebensgefährlich

Darmverschluss – selten aber lebensgefährlich

Lesezeit: 2 Minuten

Schmerzen im Bauchraum können viele verschiedene Ursachen haben und sind nicht immer bedrohlich. Kommt es aber zu anhaltendem Erbrechen, Blähungen und einem Ausbleiben des Stuhls könnten dies Zeichen für einen Darmverschluss sein, der zwar selten auftritt, aber sofort behandelt werden muss.

Unspezifische Symptome beim Darmverschluss

Bei einem Darmverschluss sind die Krankheitssymptome häufig nicht sehr spezifisch und können auch auf andere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts hinweisen. Je nachdem, an welcher Stelle der Darm verschlossen ist, gibt es verschiedene Symptome, die unterschiedlich stark und in unterschiedlicher Reihenfolge auftreten können. Dazu zählen:

  • Bauchweh
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Das Ausbleiben von Stuhlgang
  • Praller, aufgeblähter Bauch
  • Fieber
  • Kaltschweiß

Welche Gefahren birgt ein Darmverschluss?

Die Gründe für einen Darmverschluss können entzündliche Prozesse, Verwachsungen nach einer Operation, Gallensteine, chronische Verstopfung oder Geschwüre oder Tumore sein, die auf den Darm drücken. Auch durch einen verschluckten Fremdkörper kann ein Darmverschluss produziert werden.

Der Darm wird dann nicht mehr richtig durchblutet und Teile des Darms können absterben. Auch droht ein Durchbruch der Darmwand, wodurch sich der Inhalt des Darms in den Bauchraum ergießt. Dies führt zu schweren Infektionen und ist lebensgefährlich.

Verschiedene Schmerzen je nach Sitz des Verschlusses

Neben einem kompletten Darmverschluss gibt es auch die Darmlähmung. Die Symptome sind ähnlich, der Darm aber bei einer Lähmung nicht komplett verschlossen. Je nachdem, ob der Dick- oder der Dünndarm betroffen sind, sind die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt und zeigen sich in verschiedener Reihenfolge.

Ist der Dünndarm im oberen Bereich verschlossen, sind die Bauchschmerzen häufig gering, das Erbrechen dafür umso häufiger und stärker. Sitzt der Darmverschluss tiefer, haben die Patienten häufig starke Schmerzen, die durch den immer wiederkehrenden Versuch des Darms entstehen, den Speisebrei doch noch weiter zu transportieren – was nicht gelingt.

So wird ein Darmverschluss behandelt

Ärzte können veränderte Darmgeräusche meist schon über ihr Stethoskop wahrnehmen, die genaue Diagnose erfolgt auf Basis von Ultraschall- und Röntgenaufnahmen – wenn so viel Zeit denn überhaupt noch bleibt.

Sind die Symptome eindeutig, da der Patient zum Beispiel seinen Darminhalt erbrochen hat, muss unverzüglich gehandelt werden. Ist ein Darmverschluss lebensbedrohlich, wird in der Regel sofort operiert.

Wie Sie einem Darmverschluss vorbeugen

Wer kürzlich eine Operation im Bauchraum hatte oder Probleme mit Gallensteinen hat, sollte auf seine Ernährung achten, um einen Darmverschluss zu vermeiden. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Äpfel regen die Darmtätigkeit an und fördern die Verdauung. Einer Verstopfung des Darms wird dadurch vorgebeugt.

Auch viel zu trinken ist wichtig, da Flüssigkeit hilft, Nahrung aufzuweichen und somit ebenfalls positiv für die Darmtätigkeit ist. Ebenfalls wichtig für einen aktiven Darm ist Bewegung. Wer viel Sport macht und viel auf den Beinen ist, fördert die Durchblutung des gesamten Körpers und somit auch die des Darms.

Lesen Sie mehr zum Thema Krankheiten in diesem Artikel!

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: