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Darmkrebs: Früherkennung kann Schlimmeres verhindern

Lesezeit: < 1 Minute Eine Krebserkrankung ist für viele Menschen sicherlich die schwerste Diagnose, die jemanden treffen kann. Dabei gibt es gute Vorsorgemöglichkeiten, die leider nur allzu oft zu wenig genutzt werden. Beim Darmkrebs sind es gerade mal drei Prozent.

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Darmkrebs: Früherkennung kann Schlimmeres verhindern

Darmkrebs: Früherkennung kann Schlimmeres verhindern

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Kein Mensch will sich, wenn er gesund ist, mit ernsthaften Krankheiten oder gar dem Tod auseinandersetzen. Vielleicht ist hier der Grund zu suchen, warum so wenige Bundesbürger die Möglichkeiten zur Vorsorge nutzen. Lediglich drei Prozent aller Versicherten nutzen beispielsweise die Darmspiegelung als prophylaktisches Diagnosemittel bei Darmkrebs.

Darmkrebs kann sehr früh erkannt werden

Seit nunmehr acht Jahren gibt es die Möglichkeit, Darmkrebs über die Vorsorgeuntersuchung einer Darmspiegelung in einem frühen Stadium zu erkennen. Ab dem 55. Lebensjahr übernimmt dabei sogar die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für die Untersuchung. Doch lediglich drei Prozent der Versicherten nutzen dieses Angebot, obwohl Studien gezeigt haben, dass in zahlreichen Fällen durch die Früherkennung der Krebs verhindert werden konnte. Selbst kleinste Karzinome können bei einer Darmspiegelung auch in einem frühen Stadium erkannt werden.

Rund 100.000 Fälle von Darmkrebs konnten verhindert werden

Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum fand heraus, dass in den letzten acht Jahren seit Einführung der Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs rund 100.000 Fälle verhindert werden konnten. Der Epidemiologe erklärte weiter, dass darüber hinaus etwa 47.000 weitere Darmerkrankungen in einem frühen Stadium erkannt werden konnten und dadurch sehr gut behandelbar waren. Ausgewertet wurden dabei die Daten aus dem Nationalen Melderegister, wo alle Ergebnisse der Screenings gespeichert werden, da alle Ärzte verpflichtet sind, ihre Untersuchungsergebnisse dort zu dokumentieren.

Darmkrebs ist eine tückische Krankheit

Das besonders Tückische am Darmkrebs ist, dass er sich langsam und schleichend ausbreitet. Schmerzen oder Beschwerden treten meist erst in einem sehr späten Stadium der Krankheit auf. Genau aus diesem Grunde ist es hier besonders wichtig, die Vorsorgemöglichkeiten zu nutzen. Natürlich ist eine Darmspiegelung kein Spaziergang, kann aber helfen, weitaus Schlimmeres zu verhindern, zumal die Kosten ab dem 55. Lebensjahr übernommen werden.

Bildnachweis: Adiano / stock.adobe.com

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